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Deutsche Post World Net steigert Konzerngewinn um 51 %
10.11.2005, 00:00 MEZ- Postchef Zumwinkel: Erfolgreiche Expansion im In- und Ausland
- Ergebnisprognose für Gesamtjahr bestätigt
- 9-Monats-Umsatz um 2,5 Prozent auf 32,5 Milliarden Euro gewachsen
- Logistikbereich verbucht Ergebnissprung im dritten Quartal
Tabellen zu den ersten 9 Monaten 2005
Tabellen zum 3. Quartal 2005
Bonn, 10. November 2005: Die Deutsche Post World Net konnte in den ersten neun Monaten ihr Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) um 19,9 Prozent auf rund 2,4 Milliarden Euro erhöhen. Der Umsatz ist mit 32,5 Milliarden Euro im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres leicht um 2,5 Prozent gestiegen. Der Konzerngewinn ist um 51 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro gewachsen, nach 890 Millionen Euro im Vorjahr. Dementsprechend stieg das Ergebnis pro Aktie von 80 Cent auf 1,20 Euro. Im dritten Quartal hat sich der Konzerngewinn im Vergleich zum dritten Quartal 2004 auf 405 Millionen Euro von 169 Millionen Euro mehr als verdoppelt.
"Wir haben unsere globale Strategie konsequent und erfolgreich fortgeführt und werden nach Abschluss der Exel-Übernahme weltweit der führende Logistiker sein," so Konzernchef Dr. Klaus Zumwinkel. Bereits in den ersten neun Monaten sei die Hälfte des Umsatzes außerhalb Deutschlands erwirtschaftet worden. Auch in Deutschland sei der Konzern einen großen Schritt vorangekommen. "Mit der BHW-Übernahme wird die Postbank zur klaren Nummer Eins im Privatkundengeschäft," sagte Zumwinkel.
"Unser operatives Geschäft entwickelt sich insgesamt erfreulich, und wir sind sehr zuversichtlich, dass dieser Trend auch für den weiteren Verlauf des Jahres anhalten wird," sagte Finanzvorstand Dr. Edgar Ernst. Er bestätigte die Erwartung eines operativen Gewinns (EBIT) für das Gesamtjahr von mindestens 3,6 Milliarden Euro.
Massnahmen aus dem Wertsteigerungsprogramm STAR trugen mit 163 Millionen Euro zum Ergebnis im dritten Quartal bei. Das ist der höchste Quartalsbeitrag seit Start des Programms vor drei Jahren. Insgesamt hat das Programm, das bis Jahresende ausläuft, akkumuliert knapp 1,3 Milliarden Euro erbracht. Am Ende des Jahres sollen es mindestens 1,4 Milliarden Euro werden.
Unternehmensbereich BRIEF
Der Unternehmensbereich BRIEF konnte in den ersten neun Monaten seinen Umsatz bei rund 9,4 Milliarden Euro leicht steigern. Durch starke Zuwächse im internationalen Briefgeschäft wurden die erwarteten Umsatzrückgänge im nationalen Bereich überkompensiert. In den ersten neun Monaten des Jahres 2005 stieg der Umsatz im internationalen Briefgeschäft um 17 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von 16 Prozent des Gesamtumsatzes des Unternehmensbereichs. Das EBIT im Unternehmensbereich BRIEF lag im Berichtsraum mit 1,5 Milliarden Euro auf dem hohen Niveau des Vorjahres.
In deutschem Briefgeschäft spürte das Unternehmen wie erwartet die Effekte der anhaltend schwachen Binnenkonjunktur. Das Briefaufkommen ist in den ersten neun Monaten um 3,8 Prozent zurückgegangen. Dagegen ist der Trend im Bereich Direkt Marketing zunehmend positiv: Das Volumen ist im dritten Quartal um 2,9 Prozent gestiegen. In den ersten neun Monaten waren es 0,9 Prozent.
Unternehmensbereich EXPRESS
In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz im Unternehmensbereich EXPRESS um 3,2 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro. Das EBIT lag bei 249 Millionen Euro. Der positive Trend für die Region Americas hält mit einem Umsatzplus von 4,3 Prozent an. Die Express-Tochter DHL hat in den USA in diesem Jahr die Servicequalität messbar erhöht. Nun arbeitet das Unternehmen intensiv daran, Produktangebote und Kostenstrukturen zu verbessern. Für die Region Americas betrug das EBIT -264 Millionen Euro in den ersten neun Monaten, nach einem EBIT im Vorjahreszeitraum von -436 Millionen Euro.
Unternehmensbereich LOGISTIK
Der Unternehmensbereich LOGISTIK (Luftfracht, Seefracht und Kontraktlogistik) entwickelte sich in den ersten neun Monaten weiterhin positiv. Der Umsatz konnte um 15,6 Prozent auf rund 5,7 Milliarden Euro gesteigert werden; im dritten Quartal betrug der Zuwachs sogar 22,7 Prozent. Hierzu trugen beide Geschäftsfelder DHL Danzas Air & Ocean und DHL Solutions mit starkem organischen Wachstum bei.
Sowohl in der Luftfracht wie in der Seefracht konnte das Unternehmen das Transportvolumen und die Frachtraten erhöhen. In der Kontraktlogistik ist der Umsatz im dritten Quartal durch zusätzliches Geschäft mit neuen wie auch mit bestehenden Kunden um 30,6 Prozent gestiegen. Das operative Ergebnis im ganzen Unternehmensbereich LOGISITK ist in den ersten neun Monaten um 79,7 Prozent deutlich gestiegen, von 123 Millionen Euro auf 221 Millionen Euro. Die Umsatzrendite erhöhte sich von 2,5 Prozent im Vorjahr auf jetzt 3,9 Prozent.
Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN
Der Bereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN umfasst die Postbank, den Renten Service und die Filialen. Die Postbank hat ihre Ergebnisse am 9. November separat vorgelegt. Der Unternehmensbereich erzielte in den ersten neun Monaten Erlöse in Höhe von rund 5,4 Milliarden Euro, ein Rückgang um 2,2 Prozent. Der Grund hierfür war das anhaltend niedrige Zinsniveau. Das EBIT ist um 16,4 Prozent auf 581 Millionen Euro gestiegen.
Ausblick
Für das Gesamtjahr 2005 bekräftigt das Unternehmen erneut die Erwartung, einen operativen Gewinn in Höhe von mindestens 3,6 Milliarden Euro zu erreichen. Der Konzerngewinn für 2005 soll um mindestens 500 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von rund 1,6 Milliarden Euro liegen. Daher beabsichtigt die Deutsche Post World Net, die Dividende für 2005 um mindestens ein Drittel anzuheben.
Angesichts des laufenden Übernahmeangebots für die britische Logistikgruppe Exel plc unterliegt der Konzern rechtlichen Restriktionen und ist daher in den zukunftsgerichteten Aussagen derzeit beschränkt. Aus diesem Grund trifft der Konzern entgegen der üblichen Praxis heute keine Ergebnisprognosen für die einzelnen Unternehmensbereiche.
Hinweise:
Ein Interview mit Finanzvorstand Dr. Edgar Ernst (Text und Audio) finden Sie ab 8 Uhr unter