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Deutsche Post Hauptversammlung 2006: Dividende um 40 Prozent erhöht
10.05.2006, 10:00 MESZ- Dividende steigt 2005 auf 70 Cent; weitere Erhöhung der Ausschüttungsquote angestrebt
- Konzern bekräftigt Strategie und bestätigt operative Ziele für 2006
Köln/Bonn, 10. Mai 2006: Die Deutsche Post World Net hat mit dem guten Abschluss des Geschäftsjahres 2005 und der weiterentwickelten Konzernstrategie ihren Wachstumskurs fortgesetzt und die strategischen Weichen für die nächsten Jahre gestellt. "Das Unternehmen hat in 2005 das bisher beste Geschäftsergebnis erwirtschaftet, und wir haben unser Ziel erreicht, der führende Logistikanbieter weltweit zu werden,'' sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Klaus Zumwinkel heute vor Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung in Köln.
Auf dieser Basis schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, eine um 40 Prozent höhere Dividende als im Vorjahr zu zahlen, oder 70 Euro Cent pro Aktie. Dem entspricht eine Ausschüttungsquote von 37,4 Prozent des Jahresüberschusses. Der Konzern beabsichtigt, mittelfristig die Ausschüttung an die Aktionäre weiter zu erhöhen, kündigte Zumwinkel an. Die Dividende der Deutschen Post ist für inländische Aktionäre steuerfrei.
"Das Management folgt demselben Ziel wie die Eigentümer: Aktienkurs und Rendite zu steigern und so die Attraktivität des Unternehmens nachhaltig zu sichern,'' sagte Zumwinkel. "Eine der Möglichkeiten, die wir in Erwägung ziehen könnten, ist es, eigene Aktien zurückzukaufen. Diese Option werden wir prüfen."
Finanzkennzahlen 2005
Der Umsatz ist 2005 um 3,3 Prozent auf 44,6 Milliarden gewachsen. Nach 3 Milliarden Euro im Vorjahr erreichte der operative Gewinn (EBIT) in 2005 3,76 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn ist um 39,9 Prozent auf 2,24 Milliarden Euro gestiegen, was einem Ergebnis pro Aktie von 1,99 Euro entspricht. Maßnahmen aus dem nun beendeten Wertsteigerungsprogramm STAR trugen bis Ende 2005 1,44 Milliarden Euro zum operativen Ergebnis bei und haben damit die ursprünglichen Erwartungen übertroffen. "2005 war das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte der Deutschen Post World Net", sagte Zumwinkel.
Herausforderungen 2006
Im Bereich Express Americas konnte DHL durch die Zusammenlegung von zwei Flughäfen das gewohnte Qualitätsniveau im vierten Quartal 2005 nicht halten und hat dadurch in den USA Kunden verloren. Dadurch wurde 2005 ein Verlust in den USA verbucht, und auch in 2006 werden die finanziellen Auswirkungen dieser Zusammenlegung noch spürbar sein. "Wir haben nicht in allen Bereichen die Erwartungen erfüllen können. Eine unserer größten Herausforderungen ist es nun, die Profitabilität im Bereich Express Americas wieder herzustellen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass uns das gelingen wird, auch wenn wir dafür längere Zeit benötigen als ursprünglich geplant", sagte Zumwinkel. Inzwischen ist das bisherige hohe Qualitätsniveau wieder erreicht. Der Bereich soll nach Erwartungen des Konzerns in 2009 einen positiven Ergebnisbeitrag leisten.
Die Deutsche Post World Net geht davon aus, dass der Deutsche Briefmarkt ab dem 1. 1. 2008 vollständig liberalisiert sein wird. Der Unternehmensbereich BRIEF ist bereits heute gut auf den zunehmenden Wettbewerb im deutschen Heimatmarkt vorbereitet. Neben einer weiteren Flexibilisierung der Kosten und Steigerung der Produktivität will der Konzern die Qualitätsführerschaft stärken sowie Umsatz und Profitabilität im Bereich BRIEF durch die bereits erfolgreich eingeleitete Internationalisierung halten.
Nach der Übernahme von Exel fokussiert sich das Unternehmen nunmehr auf Verbesserungen der Produkt- und Service-Qualität, um die erste Wahl für Kunden weltweit zu sein. Diese Strategie bis 2009 wird maßgeblich geprägt durch das im März vorgestellte Konzernprogramm "First Choice." Bei First Choice handelt es sich um ein mittelfristiges Maßnahmenpaket zur Erfüllung der Kundenbedürfnisse in allen Geschäftsfeldern und zur organischen Umsatzsteigerung.
Ausblick
Für das Gesamtjahr 2006 bekräftigt das Unternehmen die Erwartung, unter Einbeziehung von erheblichen Einmalaufwendungen für die Einbindung von Exel und BHW einen operativen Gewinn in Höhe von mindestens 3,7 Milliarden Euro zu erreichen. Der Umsatz wird in der Größenordnung von gut 60 Milliarden gesehen. In 2009 soll der Gewinn auf mindestens 5 Milliarden Euro steigen.
Für den Unternehmensbereich BRIEF rechnet der Konzern für 2006 mit einem stabilen bis leicht steigenden Umsatz und einem EBIT von rund 2 Milliarden Euro. Bei EXPRESS wird für das Jahr 2006 mit einem prozentual einstelligen Umsatzzuwachs gerechnet. Das operative Ergebnis 2006 sollte in Höhe des Vorjahres ohne Firmenwertabschreibungen, also bei rund 450 Millionen Euro, liegen. In dem durch Exel erweiterten Unternehmensbereich LOGISTIK ist ein Umsatzniveau von deutlich über 18 Milliarden Euro und ein EBIT von über 500 Millionen Euro zu erwarten. Im Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN sollen die Erlöse auch durch die Einbeziehung der BHW Holding zunehmen und das operative Ergebnis prozentual zweistellig auf mindestens 900 Millionen Euro wachsen.