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Deutsche Post World Net steigert Umsatz und Ergebnis in 2006 wie erwartet
22.02.2007, 15:00 MEZ- Jahresprognose 2006 beim Konzern-EBIT erfüllt
- Post-Chef Zumwinkel: „Organisches Wachstum hat Priorität“
- Dividendenvorschlag für 2006: 75 Cent pro Aktie
Übersicht
| in Mio € | 2005 * | 2006 | %-Veränd. |
| Konzernumsatz | 44.594 | 60.545 | 35,8% |
| EBIT | 3.764 | 3.872 | 2,9% |
| davon Brief | 2.030 | 2.054 | 1,2% |
| davon Express | -23 | 325 | - |
| davon Logistik | 346 | 762 | 120,2% |
| davon Finanz-Dienstleistungen | 863 | > 950 | - |
| davon Services | 679 | -237 | - |
| Netto-Konzerngewinn | 2.235 | 1.916 | -14,3% |
| Ergebnis je Aktie | 1,99 | 1,60 | -19,6% |
- *
- Vorjahreswerte angepasst
Die Deutsche Post World Net hat das Geschäftsjahr 2006 planmäßig abgeschlossen: Mit einem um 2,9 Prozent gestiegenen EBIT in Höhe von 3,87 Milliarden Euro hat der Konzern die dem Kapitalmarkt kommunizierte Prognose erfüllt. Im Vorjahr betrug das EBIT 3,76 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz wuchs um 35,8 Prozent auf 60,5 Milliarden Euro. Im Jahr 2005 waren es, ohne die im Dezember des Jahres übernommene Firma Exel, 44,6 Milliarden Euro gewesen.
Vorstandsvorsitzender Dr. Klaus Zumwinkel zeigte sich zufrieden mit dem Geschäftsergebnis: „Wir sind nunmehr hervorragend aufgestellt. Mit mehr als 60 Milliarden Euro Umsatz sind wir jetzt die Nummer 1 weltweit in der Logistik und können die entsprechenden Größenvorteile voll ausschöpfen. Nun hat organisches Wachstum oberste Priorität.“ Nach der beispielhaften Integration von Exel zeigte besonders der Abschluss in der Logistik-Sparte die Stärke des Konzerns als global führender Logistikdienstleister, so Zumwinkel.
Der Vorstand schlägt vor, die Dividende für das Geschäftsjahr 2006 auf 75 Cent pro Aktie anzuheben, nach 70 Cent pro Aktie im Vorjahr.
Die heute erstmals vorliegenden Zahlen des Geschäftsjahres 2006 zeigen neben dem stark gestiegenen Umsatz und dem verbesserten EBIT einen Rückgang des Netto-Konzerngewinns um 14,3 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Anteil an der Postbank auf 50 Prozent plus eine Aktie verringert hat. Daher entfällt eine anteilig geringere Summe des Jahresergebnisses auf die Aktionäre der Deutschen Post. In 2005 hatte der Jahresüberschuss nach Abzug von Minderheiten bei 2,24 Milliarden Euro gelegen. Das Ergebnis je Aktie ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 19,6 Prozent auf 1,60 Euro gesunken; im Vorjahr lag der Wert bei 1,99 Euro.
Unternehmensbereiche
Der verstärktem Wettbewerbs- und Substitutionsdruck ausgesetzte Traditionsbereich BRIEF konnte das EBIT für 2006 mit 2,05 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 2,03 Milliarden Euro sogar leicht steigern. Die EXPRESS-Sparte ist nach einem Verlust von 23 Millionen Euro im 2005 und der inzwischen eingeleiteten Trendwende in den USA auf dem richtigen Weg: Das EBIT lag 2006 nunmehr bei 325 Millionen Euro. Ohne auf das Jahr 2006 vorgezogene Ausgaben für den neuen Hub in Leipzig wäre das Ergebnis um einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag höher ausgefallen. In der Sparte LOGISTIK stieg das EBIT auf 762 Millionen Euro, was mehr als einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahreswert von 346 Millionen Euro entspricht. Der Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN hat die Erwartungen eines EBIT von über 950 Millionen Euro erfüllt. Im Vorjahr waren es 863 Millionen Euro gewesen.
„In drei der vier operativen Sparten haben wir unsere Prognosen übertroffen,“ sagte Finanzvorstand Prof. Edgar Ernst. „Besonders stark waren die Postbank und der Logistikbereich.“ Ernst hob auch das Ergebnis des Unternehmensbereichs BRIEF hervor. „Unsere Strategie, sinkende Brief-Umsätze im deutschen Heimatmarkt durch steigende internationale Aktivitäten zu kompensieren und gleichzeitig die Kosten zu senken, geht voll auf.” Die Deutsche Post World Net erwirtschaftet inzwischen mehr als ein Fünftel der Umsätze im BRIEF-Bereich außerhalb Deutschlands.
Der Geschäftsbericht 2006 mit den vollständigen Geschäftsergebnissen wird im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am 20. März 2007 veröffentlicht.