Gegenanträge
Sehr geehrte Aktionärin, sehr geehrter Aktionär,
nach Einberufung unserer ordentlichen Hauptversammlung sind uns die nachfolgend aufgeführten Gegenanträge zugegangen, die wir im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften zugänglich machen. Sie sind - soweit sie nicht lediglich auf Ablehnung der Verwaltungsvorschriften gerichtet sind - zur Erleichterung der Weisungserteilung mit Buchstaben gekennzeichnet. Den nicht mit Buchstaben gekennzeichneten Gegenanträgen können Sie sich anschliessen, indem Sie bei dem entsprechenden Tagesordnungspunkt mit "nein" stimmen. Über die Gegenanträge kann nur abgestimmt werden, wenn sie auch in der Hauptversammlung gestellt werden.
A Vom Aktionär Achim Müller
Achim Müller
Beienburger Str.31
51503 Rösrath
Tel.: 02205 - 4094
Deutsche Post AG
Antrag zur Hauptversammlung 2009
Sehr geehrte Damen und Herren
hiermit beantrage ich bei der Hauptversammlung eine Dividende von 1,10 Euro pro Aktie zu beschließen.
Begründung:
Durch den enormen Kursverlust haben die Aktionäre schon genug Geld verloren. Der Aktienkurs ist mehr als halbiert worden. Durch eine Dividendenerhöhung wurde die Unzufriedenheit der Aktionäre sinken. Außerdem geben die Überschüsse dies her.
Bei Bedarf können die Einzelheiten auf der Hauptversammlung von mir erläutert werden.
Ich bitte Sie um Bearbeitung.
Mit freundlichen Grüßen
(Achim Müller)
B Vom Aktionär Gert-Wolfhard von Rymon Lipinski
Sehr geehrte Damen und Herren,
als Aktionär Ihrer Firma (Aktionärsnummer 02003070989) stelle ich für die kommende Hauptversammlung den folgenden Antrag, den ich zu veröffentlichen bitte:
Zu Tagesordnungspunkt 3 beantrage ich, über die Entlastung der Vorstandsmitglieder einzeln abzustimmen.
Begründung: Die Einzelabstimmung über die Entlastung der Vorstandmitglieder soll den Aktionären Gelegenheit geben, den Vorstandsmitgliedern die Entlastung zu verweigern, in deren Geschäftsfeldern keine geordneten Verhältnisse herrschen und bestehende Probleme seit Jahren nicht gelöst werden, sondern sich immer weiter verschlimmern.
Freundliche Grüße,
Prof. Dr. Gert-Wolfhard von Rymon Lipinski
Schlesienstr. 62
65824 Schwalbach
Von der Aktionärin Bärbel Ullrich, Stiller Winkel 5, 70563 Stuttgart
Stuttgart, 28.03.2009
Gegenantrag zur Hauptversammlung am 21.04.2009
Sehr geehrte Damen und Herren,
zu den Tagesordnungspunkten (TOP) 2, 3 und 4 möchte ich folgenden Gegenantrag stellen:
C
TOP 2: Der gesamte Bilanzgewinn des Jahres 2008 soll nicht als Dividende an die Aktionärinnen und Aktionäre ausgezahlt werden, da weder die Aktionäre und Aktionärinnen, noch der Vorstand und Aufsichtsrat den Gewinn erwirtschaftet haben, sondern allein die Bediensteten in den Postämtern, Paket- und Briefzentren und in den anderen Abteilungen des Postkonzerns. Der Bilanzgewinn soll den Mitarbeitenden in Form von Beförderungen und Investitionen in neue, dauerhafte Arbeitsplätze zugute kommen, damit die Bediensteten auch spüren, daß ihre Arbeit auch anerkannt und wertgeschätzt wird. Werden die Mitarbeitenden nur als Kostenfaktor gezählt, damit möglichst viele Arbeitsplätze eingespart werden können? Sind die Bediensteten menschlich überhaupt noch etwas wert, oder zählt nur der möglichst hohe Gewinn des Konzerns oder die möglichst hohe Rendite der Aktien an der Börse?
Außerdem sollte noch in bessere Technologien am Arbeitsplatz investiert werden. Einen Teil des Gewinns sollte die Post auch in die Wärmedämmung an ihren Gebäuden und in umweltfreundlichere Heizungen stecken.
TOP 3 und 4: Da weder der Vorstand, noch der Aufsichtsrat ihre Hausaufgaben in keinster Weise erledigt haben, können beide Gremien auch nicht entlastet werden.
Mit freundlichen Grüßen
Bärbel Ullrich
Vom Aktionär Horst Maiwald, Rosenweg 10, 35423 Lich
31. März 2009
Ablehnung der Entlastung der Mitglieder des Vorstands sowie des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich beantrage, dass weder die Mitglieder des Vorstands noch die Mitglieder des Aufsichtsrats entlastet werden.
Aufgrund des unnötigen, hoch riskanten und sinnlosen Einstiegs in den amerikanischen Markt ist der Deutschen Post AG ein Schaden entstanden, der von dem Vorstand sowie dem Aufsichtsrat als Kontrollorgan zu verantworten ist. Aus diesem Grund sowie aufgrund der Höhe des entstandenen Schadens kann eine Entlastung des Vorstands sowie des Aufsichtrats nicht erfolgen.
Mit freundlichen Grüßen
Horst Maiwald
Vom Aktionär Mario Bruns, 53113 Bonn
Mario Bruns MBA, Diplom-Betriebswirt (FH)
Certified Corporate Treasurer VDT
Email m.bruns@fmma.de
D-53113 Bonn
01. April 2009
Gegenanträge - Hauptversammlung 2009-Deutsche Post AG
Sehr geehrte Damen und Herren,
als Aktionär der Gesellschaft stelle ich Gegenanträge zur Tagesordnung wie nachfolgend ausgeführt.
D
unbedingter Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 5
Es wird beantragt, unverzüglich beginnend mit der Prüfungsperiode 2009 und mit Wirkung für die Zukunft, stets nach spätestens drei Jahren einen Wechsel der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Abschlussprüfer der Gesellschaft und des Konzerns sowie als Prüfer für die prüferische Durchsicht verkürzter Abschlüsse und Zwischenlageberichte des Konzerns durchzuführen. Dem für die unmittelbar folgenden Prüfungen zunächst nicht wieder zu wählenden Wirtschaftsprüfer wird für die geleistete Arbeit gedankt.
Begründung: Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2008, die für 2009 von der Verwaltung erneut zur Prüfung vorgeschlagen wird, prüft seit 1999 ununterbrochen. Diese umgesetzte handelsrechtliche Komfortlösung entspricht nicht dem Interesse von Aktionären, insbesondere nicht bei international tätigen Gesellschaften mit umfangreichem Beteiligungsportfolio. Mindestens drei aufeinander folgende Jahre der Prüfungstätigkeit sind ausreichend lange. Kontinuität und Effizienz sind nicht die Primarziele einer Abschlussprüfung. Ein regelmäßiger externer Wechsel der Prüfungsgesellschaft ermöglicht mit neuen Akzentsetzungen in der Prüfung eine höhere Aussagekraft der Prüferarbeit und wird schon dadurch für die Organe Aufsichtsrat und Hauptversammlung noch bessere und sicherere Informations- und Entscheidungsgrundlagen liefern. Außerdem wird der Wettbewerb um den Preis für diese teure Dienstleistung gefordert. Der Abschlussprüfer hat ausweislich der Geschäftsberichte in den Jahren 2005 bis 2008 EUR 102,8 Mio. an Honoraren erhalten, davon sind EUR 50,7 Mio. keine Abschlussprüfungshonorare. Qualifizierte Wettbewerber sind vorhanden.
Weiterhin weise ich darauf hin, dass der derzeit vorliegende "Gegenantrag A" m E. gegen § 58 IV AktG sowie § 22 II, IV Satzung Deutsche Post AG i.d.F. vom 26.5.2008 verstößt, da die Ausschüttung einer Dividende größer Bilanzgewinn beantragt wird. Für den Fall der Unzulässigkeit dieses vorliegenden "Gegenantrags A" stelle ich hilfsweise folgenden bedingten
E
Gegenantrag zu Tagesordnungspunkt 2
Es wird beantragt, eine Dividende i.H.v. EUR 1.015 Millionen auszuschütten.
Begründung: Der Vorschlag der Verwaltung einer Dividendenausschüttung i.H.v EUR 725,4 Mio. ist unzureichend. Das Ergebnis aus den fortgeführten Geschäftsbereichen sollte in voller Höhe ausgeschüttet werden. Der operative Cashflow i.H.v. EUR 2.808 Mio., der Liquiditätsbestand sowie die Kreditaufnahmepotenziale der Gesellschaft sind dafür ausreichend. Die Ausschüttung ist also ohne Weiteres möglich, sodass den Aktionären die ihnen zustehende Entscheidung über eine optimale Kapitalallokation und zugleich ein angemessener Anteil an der Wertschöpfung des Konzerns eingeräumt werden soll.
Mit freundlichen Grüßen
Mario Bruns
Vom Aktionär Horst Engel, Kaltbachstrasse 36, 56377 Nassau
Sehr geehrte Damen und Herren
Ihre Einladung und Tagesordnung zur Hauptversammlung habe ich erhalten und zur Kenntnis genommen.
Es verwundert mich sehr, dass unter keinem Tagesordnungspunkt der Name "Zumwinkel" erwähnt wird: oder läuft die Angelgenheit unter ......... reden wir nicht drüber!
Weiterhin ist es mir unverständlich, dass unter To.-Pkt. 9 -Wahlen zum Aufsichtsrat- ein Herr Dr. Ulrich Schröder vorgeschlagen wird, zumal dieser doch in der erfolgreichsten KfW-Bankengruppe, die wir jemals hatten, als Vorstandsvorsitzender tätig war. Soll die Deutsche Post eigentlich in Zukunft erfolgreich sein!?
Ich stelle hiermit folgende Anträge:
Es wird beantragt, dass Herr Zumwinkel, den Schaden, den er zum Nachteil der Dt. Post AG zu verantworten hat, erstattet. Weiterhin sollte rechtlich geprüft werden, ob die Pensionszusage in Höhe von 20 Millionen rechtens ist. Hier sollte die Deutsche Post AG keine Mühen und Kosten scheuen, die besten Anwälte, zur Klärung der Sache, aufzutreiben.
F
Weiterhin wird beantragt, die Wahl von Herrn Dr. Schröder von der Tagesordnung abzusetzen.
Ihrer Nachricht entgegensehend verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen
Horst Engel
Vom Aktionär Rudi Schirmer, Breitscheidstrasse 11,
63477 Maintal, Telefon Nr. 06181 49 22 36
den 25. März 2009
Commerzbank AG
Hauptversammlungsvertretung
Hauptversammlung der Deutschen Post AG am 21.04.2009 in Frankfurt-Höchst
Sehr geehrte Damen und Herren,
In der Einladung zur HV am 21.04.2009 auf Seite 9 ist dargelegt, dass der Vorstand der Deutschen Post AG mit kostenlosen Aktien verwöhnt werden soll.
Das ist auf alle Falle abzulehnen, weil dazu nicht der geringste Anlaß besteht.
Der beste Deal (der Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank) wurde nicht vom jetzigen Vorstand der Deutschen Post eingeleitet. Ich frage mich, welche Zeitungen Herr Frank Appel in der letzten Zeit gelesen hat (Finanzkrise usw.). Diese Wünsche passen nicht in die heutige Zeit; nachahmenswert ist die Einstellung des Chefs der Deutschen Bank, Herrn Josef Ackermann.
Der Postvorstand wird so anständig bezahlt, dass er seine eigenen Aktien über die Börse kaufen kann, was sich auch kurssteigernd auswirken würde.
Mit freundlichen Grüßen
Rudi Schirmer
Wir halten die Gegenanträge für unbegründet und werden dazu - soweit erforderlich - in der Hauptversammlung Stellung nehmen.
Deutsche Post AG
Der Vorstand