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Glossar
Bei der ABC-Analyse sollen Kunden, Produkte oder auch Lieferströme in Abhängigkeit zu einem bestimmten Wert (Umsatz, Verbrauch etc.) in drei Klassen eingeteilt werden. Die Klassen erhalten Prioritäten. So lässt sich ein grobes Bild des Ist-Zustands ermitteln.
Ein Beispiel:
Klasse A: Kunden mit einem hohen Umsatz-Beitrag - sie stellen ca. 20% des Kundenbestands
Klasse B: Kunden mit mittlerem Umsatz-Beitrag - sie machen ca. 40% aller Kunden aus und sind potenzielle A-Kunden
Klasse C: Kunden mit einem niedrigen Umsatz-Anteil - das sind ca. 40% des gesamten Kundenbestands
Anhand des Ergebnis ließen sich nun Aufwand und Mittel für Marketing-Aktionen abschätzen. Darüber hinaus kann die ABC-Analyse die Basis für eine selektive Lagerhaltung sein.
Vorteil der Analyse: Sie lässt sich meist schnell umsetzen, da der Zugang zu den benötigten Daten leicht ist. So führt die ABC-Analyse schnell zu einer Gewichtung des Wesentlichen. Allerdings ist die Methode relativ begrenzt und lässt viele Faktoren außen vor. Im Beispiel bleiben die Gewinn-Margen und auch die Neukunden unberücksichtigt.
Der Anschlussmarkt umfasst bestimmte Leistungen und Angebote nach dem Vertrieb eines Produkts. Dazu gehören beispielsweise Ersatz oder Wartung von Teilen. Besonders ausgeprägt ist der Anschlussmarkt in der Automobilindustrie.
APS (dt.: Erweitertes Planungssystem) haben sich zur Simulation insbesondere im Supply Chain Management etabliert und ergänzen Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme (PPS-Systeme) sowie ERP-Systeme bei der unternehmensübergreifenden Planung und Steuerung. Das Aufgabenspektrum von Advanced Planning Systemen umfasst die lang-, mittel- und kurzfristige Planung in den Bereichen Beschaffung, Produktion, Distribution und Absatz.
ATA ist das Carnet (Zollbegleitscheinheft) für die vorübergehende Einfuhr.
Audits (Prüfungen, Revisionen) sind ein Verfahren, um nahezu jeden Bereich eines Unternehmens auf Kosten, Fortschritt, Effizienz oder Qualität hin zu untersuchen. Dabei werden Ist- und Soll-Zustand verglichen und Abweichungen von gesteckten Zielen ermittelt. Audis dienen so zur Qualitäts- und Kostenverbesserung. In- oder externen Auditoren sollen sie dazu regelmäßig durchführen. Für Qualitätsaudits gibt es die ISO-Norm: DIN ISO 9000:2000.
Ein Lieferant garantiert dem Kunden mit ATP, dass eine Ware zu einem verbindlichen Termin geliefert wird. Es ist also Teil eines kundenorientierten Logistiksystems und heißt übersetzt "frei lieferbar".
Die Auftragsabwicklung umfasst Übermittlung, Bearbeitung und Kontrolle von Aufträgen vom Zeitpunkt der Auftragsannahme beim Kunden bis zur Ankunft der Sendungsdokumente sowie Rechnung beim Kunden. Es wird zwischen technischer und kaufmännischer Auftragsabwicklung unterschieden. Zur technischen zählen unter anderem Konstruktion, Beschaffung und der Versand. Die kaufmännische Auftragsabwicklung beinhaltet Kalkulation, Einkauf und Finanzbuchhaltung.
Der Bahnfrachtbrief ist das Frachtdokument, das ausschließlich bei Bahnverladungen für den Transport auf der Schiene ausgestellt wird. Wie bei jeder Art von Frachtbrief erhält der Absender eine Kopie des Briefs, während das Original mit der Lieferung auf die Reise geht.
Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein Steuerungs- und Kommunikationsinstrument für Unternehmen und Organisationen. Es dient dazu, Unternehmensstrategien zu formulieren, umzusetzen und zu prüfen.
Die US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Robert S. Kaplan und David P. Norton haben die Balanced Scorecard Anfang der 90er Jahre entwickelt. Die beiden entwarfen das Konzept, um die Kluft zwischen der Vision einer Strategie (entworfen durch die Unternehmensführung) und der häufig abweichenden Umsetzung (durch die Mitarbeiter) zu schließen.
Kaplan und Norton gehen von vier grundsätzlichen Perspektiven aus: die finanzwirtschaftliche, die Kunden-, die interne Prozess- und die Lern- und Entwicklungsperspektive. Für jede Perspektive gilt es Ziele, Kennzahlen, Vorgaben und Aktivitäten zu definieren, die mit der jeweiligen Strategie konform sind. Während eine Strategie umgesetzt wird, lässt sich so der Fortschritt ermitteln und einschätzen; gegebenenfalls Fehlentwicklungen korrigieren.
Mit diesem Strich- oder Balkencode lassen sich Artikel jeder Art kennzeichnen, identifizieren und zurückverfolgen. Er wird mit Hilfe von Barcode-Scannern maschinell ausgelesen. Diese Lesegeräte müssen sich dazu in Sichtkontakt des Strichcodes befinden.
Der Befrachter ist ein Begriff aus der Seefahrt. Er ist derjenige, der die Güter dem Verfrachter zum Transport anbietet und mit ihm den Seefrachtvertrag abschließt. Der Befrachter kann auch Spediteur sein und ist, verglichen mit dem Landfrachtrecht, frachtbriefmäßiger Absender.
Begegnungsverkehr ist ein Organisationsprinzip im Transportgeschäft. Zwei Transportmittel fahren zeitlich abgestimmt aufeinander zu. An ihrem Treffpunkt tauschen sie die Ladung. Nach demselben Prinzip können die Fahrer ihre Plätze oder ganze Sattelzugmaschinen tauschen. Der Begegnungsverkehr hilft Leerfahrten zu reduzieren, die Auslastung der Fahrzeuge zu erhöhen und generell die Tourenplanung zu optimieren.
Ein Benchmarking ist ein Vergleich bestimmter Kennwerte innerhalb eines oder zwischen konkurrierenden Unternehmen. Der Fokus liegt auf Funktions- und Prozessbereichen. Als Kennwerte kommen Faktoren wie Kosten, Leistung, Kundenzufriedenheit oder Organisationsstrukturen in Frage. In der Regel werden die Kennzahlen des besten Wettbewerbers als Maßstab genommen.
Die Beschaffungslogistik stellt die Verbindung zwischen der Distributionslogistik des Lieferanten und der Produktionslogistik eines Unternehmens dar. Aufgabe der Beschaffungslogistik ist es, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Kaufteile und Handelswaren dem Unternehmen bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen.
Bordero ist ein im Spediteursammelgutverkehr übliches Begleitdokument zur Ladung. Dort sind die einzelnen Sendungen aufgelistet (ähnlich einer Ladeliste) und der Empfangsspediteur erhält eine Übersicht der Kosten, die er von den Empfängern zu erheben hat. Umgekehrt ist das Dokument die Grundlage für die Rückrechnung des Empfangsspediteurs über die ihm entstandenen Kosten an den Versandspediteur.
Ein Budget ist ein in qualitativen Größen formulierter Plan, der einem Verantwortlichen einer Entscheidungseinheit im Rahmen einer Jahresplanung vorgegeben ist. In der Unternehmenspraxis werden hauptsächlich monetäre Größen verwendet. Der Prozess der Budgeterstellung wird als Budgetierung bezeichnet.
Die Bundesnetzagentur ist die deutsche Regulierungsbehörde für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen. Diese staatliche Einrichtung überwacht insbesondere die Einhaltung des Postgesetzes und die aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen.
B2B beschreibt den Austausch von Waren, Dienstleistungen und Informationen zwischen Unternehmen.
B2C beschreibt den Austausch von Waren, Dienstleistungen und Informationen zwischen Unternehmen und Endverbrauchern.
Ein Campus ist ein Standort, an dem mehrere Verteilzentren gemeinsam Ressourcen wie Personal und Transportmittel nutzen. Dadurch sollen Zeit- und Kostenaufwand optimiert werden.
Berichtigung von Konsulatsfakturen, ist vielfach insbesondere lateinamerikanischen Konsulaten vorzulegen, wenn eine Konsulatsfaktura Fehler enthält.
Bei der Chaotischen Lagerung werden Waren und Güter ohne weitere Systematik auf gerade verfügbarem Lagerplatz abgestellt. Das optimiert die Lagerkapazität vor allem bei Gütern, die einer stark schwankenden Nachfrage unterliegen. Eine elektronische Lagerplatzverwaltung steuert die chaotische Lagerung.
City-Logistik umfasst alle Aktivitäten zur Belieferung eines Stadtzentrums mit Gütern.
CMR ist die Abkürzung für die französische Bezeichnung "Convention relative au contrat de transport international de marchandises par route". Dieser völkerrechtliche Vertrag regelt die Haftung und Verantwortlichkeiten im internationalen Straßengüterverkehr.
Eine Kühlkette ist die Kühlung von Waren wie Lebensmitteln, Medikamenten oder Impfstoffen ohne Unterbrechungen entlang der gesamten Lieferkette.
CKD (dt.: vollständige Zerlegung) ist ein Prozess in der Outbound Logistik und beschreibt die komplette Zerlegung eines Produkts vor dem Transport in ein anderes Land. Er beinhaltet außerdem die Montage im Zielland. Besonders verbreitet ist CKD beim Transport von Fahrzeugen. So lassen sich hohe Importzölle für komplette Fahrzeuge sparen.
In der Logistik sind Container abschließbare, genormte Großbehälter mit einem Volumen von mehr als drei Kubikmetern und einem Fassungsvermögen von mehr als fünf Tonnen. Sie dienen zum Transport unterschiedlicher Ladungen wie Stück-, Kühl- oder Schüttgut, eignen sich aber auch für Tankladungen. Die Bezeichnung und Ausstattung variiert je nach Einsatzbereich. So gibt es unter anderem Binnen-, Entsorgungs- und ISO-Container.
Wenn ein Spediteur ein FIATA-FBL (oder Through-B/L) ausstellt, handelt er als "Contracting Carrier" (vertraglicher Verfrachter).
Das Contract Packaging, auch Co-Packaging oder Lohnverpackung genannt, ist eine individuelle Verpackung von Waren, um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Zum Contract Packaging gehören zum Beispiel Aufkleber, Auslagen und saisonabhängige Sonderangebote.
Cross-Selling ist eine Verkaufsstrategie, die darauf abzielt, bestehende Kunden mit zusätzlichen Dienstleistungen zu versorgen. Dazu erfasst ein Unternehmen den Bedarf eines Kunden und versucht diesen so weit wie möglich mit eigenen Angeboten abzudecken. Ein Beispiel für Cross-Selling ist der Verkauf von Autos inklusive der passenden Winterreifen.
Das CRM ist eine kundenorientierte Unternehmensphilosophie/-politik. Sie versucht mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologien langfristig profitable Kundenbeziehungen durch ganzheitliche und differenzierte Marketing-, Vertriebs- und Servicekonzepte aufzubauen und zu festigen.
Cross-Docking beschreibt den Umschlag von Gütern ohne Zwischenlagerung beziehungsweise mit möglichst wenigen Lagerkontakten. So sollen der Durchfluss von Gütern beschleunigt und durch die gesparte Lagerhaltung die Kosten gesenkt werden. Diese Methode kommt bei Gütern mit hoher Umschlaggeschwindigkeit (auch "Fast Moving Consumer Goods") wie Nahrungsmitteln zum Einsatz.
Der CTO (dt.: Gesamtfrachtführer) ist der Aussteller des Combined Transport-B/L und verantwortlich für den Gesamttransport. Er kann den Transport auf einer Teilstrecke selbst und auf den übrigen Abschnitten mit verschiedenen Unterfrachtführern durchführen.
Transport und Zollabfertigung von Stoffen und Modeerzeugnissen nach einem Verfahren, bei dem Zollzahlungen vermieden werden.
Der C-TPAT ist eine Sicherheitspartnerschaft, die die US-Zollbehörde nach den Anschlägen auf das World Trade Center ins Leben gerufen hat. Jedes Logistik- oder Transport-Unternehmen, das sich ihr anschließt, versichert der US-Zollbehörde, sich an höhere, vertraglich geregelte Richtlinien und Sicherheitsstandards zu halten. Im Gegenzug bietet die Behörde unter anderem eine schnellere Zollabfertigung.
Eine Delivery Order ist für Warengeschäfte nötig, bei denen ein Importeur zur Auslieferung die Hilfe einer dritten Person benötigt. Das ist etwa der Fall, wenn auf Grund eines Konnossements mehrere Partien für verschiedene Empfänger verladen werden. Der Verkäufer nutzt die Delivery Order, damit der Käufer eine Auslieferungskontrolle nicht umgeht. Mit ihr darf die Ware nur unter Aufsicht des Konnossementhalters angenommen werden.
Depot wird häufig als Synonym für Lager verwendet. Besonders bei der Tourenplanung für Transportmittel wird der Start- und der Endpunkt als Depot bezeichnet.
Bei der Deregulierung werden staatlich geregelte Aktivitäten oder Unternehmen in den freien Markt überführt. In Deutschland waren die Deutsche Bundesbahn und die Deutsche Bundespost früher in staatlichem Besitz. Seit der Deregulierung hält die Bundesrepublik Deutschland nur noch anteilig Aktien an den neuen, privaten Unternehmen "Deutsche Bahn AG", "Deutsche Telekom AG" und der "Deutschen Post AG".
Beim Direktlieferung werden Waren vom Hersteller direkt zum Händler oder Verbraucher transportiert. Der Großhandel wird dabei umgangen.
Distribution (Verteilung, Auslieferung) beinhaltet alle Aufgaben und Maßnahmen zur Vorbereitung und Durchführung von Warenverteilung.
Die Distributionslogistik befasst sich mit allen physischen, bürokratischen und planerischen Prozessen der Warenverteilung von einem Industrie- oder Handelsunternehmen zur nächsten Wirtschaftsstufe oder zum Endverbraucher. Dabei geht es maßgeblich darum, die richtige Ware in der geforderten Qualität und Menge zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort zu bringen.
Distributions- oder Absatzmittler sind eigenständige Unternehmen und Unternehmer etwa Speditionen, die in der Absatzkette zwischen Lieferant und Kunde aktiv sind. Im Gegensatz zu Distributionshelfern erwerben sie einen Teil der Güter. Typische Distributionsmittler sind Groß- und Einzelhändler.
Distributionszentren sind Knotenpunkte innerhalb eines logistischen Netzwerks. In der Regel handelt es sich um Lager, in denen große Mengen Ware umgeschlagen werden.
Das Dokumenten-Akkreditiv ist eine der wichtigsten Zahlungsmethoden im internationalen Zahlungsverkehr. Der Importeur (Akkreditivsteller) beauftragt seine inländische Bank ein Guthaben bei einer ausländischen Bank zugunsten des Exporteurs einzurichten. Diese Art des Zahlungsversprechens tritt in Kraft, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind, etwa wenn der Frachtbrief vorgelegt wird.
Dual-Use-Güter sind Güter, die sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke verwendet werden können. Um die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und das Anhäufen konventioneller Rüstungsgüter beispielsweise in Krisengebieten zu verhindern, unterliegen sie strengen Exportkontrollen. Für den Export ist eine Ausfuhrgenehmigung des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) notwendig.
Der EIRAC ist der 2005 gegründete Beirat der intermodalen (LINK) Industrie. Er leitet das aktuelle Europäische Forschungsrahmenprogramm (Research Framework Programme) der Europäischen Kommission. Aufgabe des EIRAC ist es, Forschung und Entwicklung in der intermodalen Industrie voranzutreiben, Forschungsprojekte zu begleiten und zu initiieren. Zu den Zielen gehört der Abbau von Handelsbarrieren.
Der EAN-Code ist ein bestimmter Standard des Barcodes. Er setzt sich normalerweise aus der Länderkennzeichnung, einer Teilnehmer- und der Artikelnummer zusammen. Für die Logistik ist die wichtigste Variante der EAN-128-Standard. Er umfasst 128 Zeichen und dient zur Kennzeichnung von Versand- und Handelseinheiten. Der EAN-Code ist mittlerweile auch über die Grenzen Europas hinaus anerkannt und wird unter anderem in Japan und den USA eingesetzt.
Ein System, das in Echtzeit arbeitet, ermöglicht die sofortige Reaktion auf externe Ereignisse. Ein Beispiel sind Systeme zur Sendungsverfolgung, bei denen der Kunde sehen kann, wo sich seine Fracht augenblicklich - also in Echtzeit - befindet.
E-Commerce (Elektronischer Handel) bezeichnet sämtliche Geschäfte, die elektronisch abgewickelt werden und zum Kauf beziehungsweise Verkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung führen. Ein Hauptgebiet des E-Commerce ist der Handel per Internet.
EDI systems (dt.: Elektronische Datenaustauschsysteme) dienen dem Informationsaustausch zwischen Unternehmen. Sie bieten z.B. die Möglichkeit Point-of-Sale-Daten der gesamten Supply Chain jederzeit einzusehen, was die Planungs- und Dispositionssicherheit erhöht. Neben diesen Daten lassen sich dank internationaler EDI-Kommunikationsstandards Dokumente wie Lieferscheine und Rechnungen auch digital transferieren. Zu den wichtigsten Standards zählt EDIFACT.
In der Wirtschaft beschreibt der Ausdruck "Economies of Scale" den Effekt, der erzielt wird, wenn ein Unternehmen seine Kosten senkt, indem es die Menge einer Leistung oder eines Produkts steigert. Beispielsweise verringern sich die Produktionskosten, wenn ein Unternehmen nicht 100 Stück einer Ware pro Tag, sondern 100.000 Stück pro Tag herstellt.
Eisenbahngüterverkehr ist der Transport jeglicher Güter mit Zügen auf dem Verkehrsträger Schiene.
Der Begriff End-of-life beschreibt Güter, die das Ende ihrer Lagerfähigkeit erreicht haben. Dabei kann es sich um veraltete oder um nicht mehr instandsetzungsfähige Waren handeln.
Ende-zu-Ende beschreibt den kompletten Zyklus von Logistiktätigkeiten. Das Ende-zu-Ende-Lieferkettenmanagement umfasst die Beschaffung und den Transport von Waren vom Ursprungspunkt bis zum Bestimmungsort des Endkunden.
Entsorgungslogistik umfasst alle logistischen Aktivitäten, die Sekundärrohstoffe und Abfälle betreffen. Neben ökonomischen Zielen orientiert sich die Entsorgungslogistik an ökologischen Zielen. Die Entsorgungslogistik trägt durch die Übernahme spezifischer Aufgaben der Entsorgung aktiv zur Lösung ökologischer Probleme bei und zeigt die Rolle der Logistik im Umweltschutz auf.
ERP (dt.: Unternehmensresourcen-Planung) ist ein umfassendes EDV-System, das Geschäftsprozesse und Ressourcen in einem Unternehmen abbildet und zur Steuerung der Prozessabwicklung dient. ERP-Systeme können dabei neben der Materialwirtschaft und Produktion auch das Finanz- und Rechnungswesen, die Personalwirtschaft, die Forschung und Entwicklung, das Marketing und die Stammdatenverwaltung steuern. Der größte Anbieter von ERP-Systemen ist SAP.
Die Ersatzteillogistik ist ein spezieller Bereich der Logistik in der Industrie. Viele Produktionsketten müssen kontinuierlich mit Ersatzteilen versorgt werden. Deshalb handelt es sich meist um eigenständige Systeme mit zentralen Lagern.
Die erste Meile bezeichnet den ersten Teil des Transportwegs vom Versender zum Empfänger, wenn zum Beispiel ein Kurier beim Kunden ein Pakets abholt.
Die EFTA (engl.: European Free Trade Association) wurde 1960 von Staaten gegründet, die nicht der damaligen Europäischen Gemeinschaft (EG) angehörten. Sie sollte die Handelsinteressen der teilnehmenden Staaten schützen. Mittlerweile sind einige dieser Staaten der heutigen EU beigetreten. Die aktuellen Mitglieder sind Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz.
EAN ist der Name für den Standard europäischer Artikelnummern. Früher war es der Name der "European Numbering Association", einer Organisation, die Kennzeichnungsstandards für Barcodes entwickelt hat. Heute heißt die Organisation "EAN International", hat ihren Sitz in Brüssel und rund 100 nationale EAN-Organisationen sind ihr weltweit angeschlossen.
Bei "Ex Works"- (dt.:Ab-Werk-) Verkäufen bestimmt der Auftraggeber (z.B. Spediteur, Frachtführer) alle logistischen Leistungen und übernimmt alle dafür anfallenden Logistikkosten. Die Leistungen des Versenders (Verkäufer oder Hersteller) enden mit der Beladung des Transportmittels. EXW gehört zu den Incoterms.
Expressdienste befördern meist hochwertige Sendungen zuverlässig und mit hoher Geschwindigkeit. Der Transport erfolgt im Gegensatz zum Kurierdienst nicht exklusiv und persönlich, wird aber "aus einer Hand" abgewickelt.
Die FAS ist eine international gültige Handelsklausel im See- und Binnenschifftransport. Sie regelt die Lieferbedingungen im internationalen Handel. Durch die FAS ist der Verkäufer verpflichtet die verschifften Waren längsseits des Schiffes am Kai des vereinbarten Zielhafens zu entladen. Bis zu diesem Zeitpunkt trägt er die Transportkosten und die Verantwortung für die Waren.
Die Fiata combined bill of lading ist ein vom internationalen Verband der Spediteure entwickeltes, veräußerbares Dokument für den kombinierten Verkehr mit mehreren Verkehrsträgern. Der Aussteller (meist der Spediteur) haftet für Verlust oder Beschädigung mit zwei Sonderziehungsrechten je Kilogramm (= internationale, universelle Recheneinheit der Weltbank) beziehungsweise er haftet wie der Verursacher des Schadens, wenn dieser feststellbar ist.
FCA ist eine international gültige Handelsklausel im Rahmen der Incoterms (International Commercial Terms, dt.: Internationale Handelsklauseln). Sie gilt für jede Transportart. Ist für eine Ladung FCA-Klausel vereinbart, endet die Lieferpflicht des Verkäufers für die transportierten Waren erst, wenn diese an einem vereinbarten Ort an einen festgelegten Frachtführer übergeben wurden.
Das FCR ist eine Art Sperrpapier. Der Spediteur bescheinigt mit dem FCR, dass er die Sendung zum unwiderruflichen Transport an den genannten Empfänger bekommen hat. Widerruf ist nur gegen Rückgabe des Original-Dokuments möglich. Der Text einer Spediteur-Übernahmebescheinigung muss durch die FIATA autorisiert sein, die Frankaturvorschrift gemäß den Incoterms. Das FCR ist ein akkreditivfähiges Dokument.
Fertigungsinseln sind Produktionseinheiten, an denen vom Ausgangsmaterial bis zum Endprodukt alle Arbeitsschritte erfolgen. In der Regel findet die Produktion an Fertigungsinseln in einem Raum statt. Sie ermöglichen die Bearbeitung einander ähnlicher Güter und verkürzen so den Transportweg sowie die Bearbeitungszeit einer Lieferung.
FIFO ist eine Art, ein Lager zu organisieren. Waren, die zuerst eingelagert werden, also als "erste da waren" (first in), sollen demnach als Erstes verbraucht oder wieder ausgelagert (first out) werden. Dieses Prinzip soll eine Überalterung der Lagerbestände verhindern. Häufig kommt FIFO bei verderblichen Waren zum Einsatz.
First Choice ist ein konzernweites Programm von Deutsche Post DHL. Ziel ist es, für Kunden weltweit zur ersten Wahl zu werden, indem die Mitarbeiter bei allem, was sie tun, den Kunden in den Mittelpunkt stellen. Die Mitarbeiter werden dabei unter anderem zu Verbesserungsvorschlägen ermuntert, wenn sie Optimierungspotenzial bei Prozessen erkennen.
Das Flottenmanagement sorgt für die nötige Anzahl an Fahrzeugen, den Einkauf sowie Wartung und Kontrolle der Flottenfahrzeuge. Weitere Aufgaben sind die Einsatz- und Tourenplanung, die Verfolgung der Flotte und der Ladung sowie das Controlling.
Ein Flüster-Lkw ist ein Lastwagen, der geräuschärmer ist als herkömmliche Lastwagen. Er wird bereits zu Testzwecken im Bereich der Citylogistik in Innenstädten eingesetzt.
Flughafenlogistik umfasst alle logistischen Prozesse, Ressourcen und Einrichtungen, die für die Abfertigung von Fracht, Post und Gepäck und die Ver- und Entsorgung von Material im Luftverkehr notwendig sind. Die Flughafenlogistik bildet die Schnittstelle zwischen Luft- und Landverkehr.
Anbieter von 4PL sind eine Art Dienstleistungsagenten. Sie suchen für einen Auftraggeber individuell nach Dienstleistern entlang der kompletten Logistik- oder Lieferkette. Ihre Aufgabe ist es, dem Auftraggeber ein möglichst effektives und kostengünstiges logistisches Komplettpaket zu zusammenzustellen. Häufig besitzen 4PL Provider keine eigenen Anlagen und Ressourcen, sondern handeln ausschließlich als unabhängige Vermittler.
Als Frachtbrief werden die Begleitpapiere eines Frachtguts bezeichnet. Der Verlader (Absender) stellt sie aus und gibt sie an den Frachtführer weiter. Der Frachtbrief enthält Angaben zur Art der Fracht, zu Gewicht und Volumen, zum Empfänger und Frankatur. Außerdem werden in ihm die rechtlichen Bedingungen des Frachtvertrags geregelt.
Er ist derjenige, der gewerbsmäßig den Transport von Gütern zu Land, auf Flüssen oder sonstigen Binnengewässern ausführt (sinngemäß auch auf den Luftfrachtführer - carrier - zu übertragen). Im nationalen Güterfernverkehr mit Kfz nennt man den Frachtführer auch "Unternehmer", im Seefrachtgeschäft "Verfrachter".
Beim Frachtmanagement geht es um die Koordinierung von Fremdfrachtunternehmen, die der schnellen, sicheren und kostengünstigen Auslieferung von Sendungen, häufig mit Integration einer ganzen Reihe von Leistungen, dient.
Die Frankatur sind bestimmte Klauseln in einem Beförderungsvertrag zwischen Auftraggeber und Beförderer. Sie regeln, wer die Kosten des Transports trägt. Ist eine Sendung "franko" oder "frei" trägt der Versender die Kosten. Bei einer "unfreien" Sendung entrichtet sie der Empfänger.
Die Fraunhofer Gesellschaft ist die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa mit Hauptsitz in München. Zu ihren Arbeitsgebieten gehören unter anderem Logistik, Maschinenbau, Automatisierungs-, Produktions- sowie Systemtechnik. Die meisten Forschungseinrichtungen betreibt die Fraunhofer Gesellschaft in Deutschland und Europa. Es gibt zusätzliche Niederlassungen in den USA, Asien und dem Nahen Osten.
Alle logistischen Leistungen bis zur Übernahme des Seeschiffs hat der Versender zu erbringen. Die Gefahren- und Kostenübernahme erfolgt an der Schiffsreling im Ladehafen. FOB gehört zu den Incoterms.
Es gibt verschiedene Arten von Freihandelszonen. Sie können einerseits der Zusammenschluss mehrerer Staaten sein, mit dem Ziel Handelshemmnisse wie Zölle zu beseitigen. Außerdem gibt es nationale Freihandelszonen, die sich häufig in der Nähe von großen Umschlagsplätzen wie Häfen befinden. Ziel solcher Freihandelzonen ist es in der Regel, ausländische Investoren zu gewinnen und die Industrie in den Gebieten zu stärken.
Beim FCL wird der Container komplett von einem Versender beladen und an den Frachtführer übergeben.
Full-Truck-Load nennt sich der Zustand eines Lkw, der komplett mit Gütern beladen ist. FTL macht den Transport besonders wirtschaftlich, da die komplette Kapazität des Transportmittel ausgeschöpft wird.
Bei Fahrerlosen Transportsystemen handelt es sich um computergesteuerte, automatisch angetriebene, gleisgebundene Transportmittel. Sie werden vorzugsweise für den internen Transport eingesetzt, beispielsweise in Lagerhallen.
Ein gedeckter Güterwagen ist ein geschlossener Eisenbahnwaggon zum Transport von Fracht.
Als Gefahrgut werden alle Stoffe und Gegenstände bezeichnet, von denen während eines Transports Gefahren ausgehen können. Dazu gehören radioaktive, explosive, leicht brennbare, giftige und ätzende Chemikalien.
Global Sourcing ist eine Beschaffungsstrategie, die Lieferanten auf der ganzen Welt als potenzielle Anbieter von Produkten und Dienstleistungen in Betracht zieht. Durch die große Auswahl an Lieferanten sollen Kosten- und Standortvorteile erzielt werden.
Das GPS (Global Positioning System) ist ein satellitengestütztes Navigationssystem des US-Verteidigungsministeriums. Es dient zur weltweiten Positionsbestimmung und wird mittlerweile auch im zivilen Leben genutzt. Das System basiert auf den Informationen von insgesamt 24 Satelliten in rund 20 Kilometern Höhe.
Globalisierung beschreibt die Internationalisierung des Handels.
Die Güterverkehrswirtschaft umfasst alle Einrichtungen, die primär logistische Dienstleistungen für die verladende Wirtschaft erbringen. Dabei lassen sich drei Leistungsbereiche unterscheiden: 1. reine Transporte; 2. Leistungen, die an einem festen Standort erbracht werden wie Umschlag, Lagerung, Verpackung und Kommissionierung; 3. Angebote, die Beratung, Vermittlung, Organisation und Verkauf von Verkehrsleistungen beinhalten.
Ein GVZ dient als logistischer Knotenpunkt im Transportnetz. Es verbindet mindestens zwei, in der Regel aber drei verschiedene Arten des Transports (Straße, Schiene, Wasser, Luft). Dadurch sollen unter anderem stark genutzte Transportwege wie die Straße entlastet werden. Durch die Möglichkeit, auf Schienen- oder Schiffverkehr umzusteigen, soll außerdem die Umweltbelastung sinken.
Das Güterverteilzentrum dient als Verbindung zwischen Güternah- und Güterfernverkehr. Dabei handelt es sich meist um großflächige Lagersysteme von einem oder mehreren Unternehmen.
Die Handelsrechnung ist Teil der Versanddokumente einer Ware im Außenhandelsgeschäft. Sie beinhaltet alle Einzelheiten wie Name und Anschrift des Empfängers (Käufer), eine genaue Beschreibung, Gewicht (brutto und netto) und Preis (Einzel- und Gesamtpreis). Dazu gehören auch die Zahlungsbedingungen, gegebenenfalls der Name des Transportschiffs oder die Nummer des Bahnwaggons und die rechtsverbindliche Unterschrift des Verkäufers.
Der Hauptlauf ist ein Prozess in der Distributionslogistik und bezeichnet beim kombinierten Verkehr das zentrale Element des Transports. So holen im Vorlauf verschiedene Verlader Güter ab und bringen diese ins Warenlager. Im Hauptlauf werden die Waren gebündelt und an weitere Lager versandt. Im Nachlauf findet die Sortierung nach Empfängern statt sowie der Transport der Waren zum Empfänger.
Bei dieser Art des Transports werden Güter direkt vom Versender zum Empfänger transportiert. Es findet keine Lagerung statt. Ein Wechsel der Transportmittel ist möglich.
Die Heimlieferung ist ein logistisches Konzept, bei dem die Lieferkette bis zum Endverbraucher reicht und deshalb ein wichtiges Element des Home Shoppings. Die Transportketten sind auf Bestellungen des Kunden abgestimmt. Dabei wird zwischen Unternehmen unterschieden, die ganz auf Heimlieferung setzen (z.B. Vertrieb von Tiefkühlware) und denen, die den Service zusätzlich zum klassischen Geschäftsbetrieb anbieten (z.B. Online-Shopping von Kaufhäusern).
Hub ist die Abkürzung für Hauptumschlagbasis. Sie dient als Sammel- und Knotenpunkt für den Umschlag und die Zusammenfassung von Warenströmen in alle Richtungen. Im Postwesen handelt es sich bei Hubs häufig um Paketzentren. Die Transportmittel zur weiteren Beförderung variieren (Schiffe, Flugzeuge, Lkws).
Diese Transportart ist eine Variante des kombinierten Verkehrs. Straßenfahrzeuge wie Last- und Sattelzüge werden mit Hilfe von Rampen oder per Kran auf ein Schienenfahrzeug verfrachtet und setzen so ihren Weg fort.
Ein Hybridfrachter ist ein Frachtschiff, das mit einem vollautomatischen Drachensegel zur Verstärkung des herkömmlichen Antriebs ausgestattet ist. Bei optimalen Wetter-Bedingungen spart der Frachter bis zu 20 Prozent Treibstoff.
Bei der Inbound Logistik geht es um die Versorgung von Fertigungs- und Montagestandorten. Die Supply Chain reicht von den Lieferanten bis zu den einzelnen Arbeitsplätzen in einem Werk. Die Inbound Logistik umfasst Planung, Transport, Zwischenlagerung, Vormontage und die Lieferung bis zum Band.
Inbound-to-Manufacturing ist die Beschaffung von Gütern und deren Transport vom Herkunfts-/Herstellungsort zur Fertigungsanlage.
Incoterms sind internationale Handelsklauseln, die den zwischenstaatlichen Warenverkehr regeln. Sie legen die Lieferbedingungen, also Rechte und Pflichten von Käufer und Verkäufer fest. Incoterms sind in vier Gruppen (C-, D-, E- und F-Klauseln) unterteilt, die regeln wer ab wann Transportkosten und - risiken übernimmt.
Die In-Store-Logistik umfasst Leistungen, die vor dem eigentlichen Verkauf von Waren an den Verbraucher vorgelagert sind. Zu diesen Leistungen können Bestandsauffüllung, Lagerung und Verpackung gehören. Meistens findet In-Store-Logistik in den Räumen oder Lagern eines Geschäfts statt.
Insourcing beschreibt die Übernahme von Leistungen ins eigene Unternehmen, die bisher von externer Seite geleistet wurden.
Der Integrated Carrier verfügt über eigene Flugzeuge. Er bietet unter anderem von Haus-zu-Haus Paketdienste und die Beförderung klassischen Luftfrachtguts an.
Die IATA ist ein internationaler Verband der Luftverkehrsgesellschaften. Er regelt die Tarife für die Beförderung und dient der Abstimmung von Flugplänen zwischen den Ländern. Die IATA entstand 1945 und hat ihren Sitz im kanadischen Montreal.
Intermodalverkehr ist der Transport einer Ladung mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln, also einer Kombination von Lkw, Schiff, Flugzeug oder Ähnlichem.
"Just-in-Time" (dt.: gerade zur rechten Zeit) ist ein Transportservice bei dem die Auslieferung von Waren zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgeführt wird. Der Kunde legt vorher fest, wann und wohin die Güter geliefert werden sollen. Häufig wird JIT in der Produktionslogistik eingesetzt, um eine produktionssynchrone Beschaffung umzusetzen. Mit diesem Prinzip lassen sich beispielsweise Zwischenlager sparen und somit Kosten senken.
Wenn Waren "Just-in-sequence" (dt.: zeitlich in der richtigen Reihenfolge) geliefert werden, bringt der Lieferant sie zu einem bestimmten Zeitpunkt und in einer festgelegten Reihenfolge zum Empfänger. Diese Art der Anlieferung wird besonders in der Automobilbauindustrie eingesetzt. Ein Beispiel sind Lenkräder, die in derselben Reihenfolge ans Band geliefert werden, wie sie eingebaut werden sollen.
KANBAN ist ein System zur Steuerung des Teile-Nachschubs in Produktionsketten. Wer neue Einzelteile benötigt, meldet es dem Zulieferern, indem er entweder leere Behälter an einem Übergabeplatz bereitstellt oder den Nachschub per Bestellkarte (japanisch: Kanban) ordert. Ziel ist es, die lokalen Bestände möglichst klein zu halten und flexibel auf veränderten Bedarf zu reagieren. Dieses verbrauchsgesteuerte System wurde 1947 von Toyota entwickelt.
Mit Kennzahlen lassen sich Effizienz und Effektivität logistischer Systeme messen. Sie stellen empirisch beobachtbare und messbare Sachverhalte dar, die das Logistikziel möglichst genau beschreiben (z.B. Anteil Logistikkosten am Umsatz, Transportkosten, Lagerbestandskosten, Durchlaufzeit, Liefertermintreue). In einem Kennzahlensystem werden unterschiedliche Kennzahlen hierarchisch aufgebaut.
In der Regel transportieren KEP-Dienste Sendungen mit relativ geringem Volumen und Gewicht (bis zu 31 Kilogramm) - beispielsweise Briefe, Päckchen und Dokumente. Diese Dienstleister zeichnen sich in der Regel durch hohe Zuverlässigkeit und vor allem Schnelligkeit beim Transport aus. Häufig bieten sie Zusatzleistungen wie Lieferungen am gleichen Tag (Same-Day) oder über Nacht (Overnight Delivery) an.
"Kerbside" beschreibt die Auslieferung oder Abholung von Waren am Straßenrand. Dieses Verfahren wird beispielsweise von bei der Verteilung von Werbebroschüren oder kostenlosen Anzeigenblättern eingesetzt.
Der Begriff Kitting stammt aus der Beschaffungs- und Produktionslogistik und leitet sich vom englischen Wort "kit" für Bausatz ab. Beim Kitting stellt der Logistiker Bauelemente für den Kunden zusammen und liefert sie wahlweise als Bausatz oder bereits vormontiert. Dadurch benötigt der Kunde weniger Lagerplatz und das Endprodukt wird schneller gefertigt. Voraussetzungen sind termingenaue Lieferungen und exakte Bedarfsangaben.
Der KHV oder auch "hängende Kleiderversand" ist ein Spezialbereich der Logistik. Dazu werden Standardcontainer mit Stangen und Seilen ausgestattet und die Kleidung daran zum Transport aufgehangen. Kleidung lässt sich so knitterfrei an die jeweiligen Geschäfte liefern.
Kohlendioxid (CO2) ist ein farb- und geruchloses, nicht brennbares Gas, das hauptsächlich durch die Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Materialien wie Holz oder Kohle entsteht. Das Gas gilt als umweltschädliches Treibhausgas. Mit dem Klimaschutzprogramm GoGreen will Deutsche Post DHL ihre CO2-Effizienz verbessern und die CO2-Emissionen pro Brief oder Paket, pro Tonne transportierter Fracht und pro Quadratmeter Immobilienfläche verringern.
Beim kombinierten Ladungsverkehr werden Güter auf einer Route mit verschiedenen Verkehrsmitteln transportiert. Spezielle Formen des KLV sind unter anderem der Container-, der Huckepackverkehr und das RoRo-Verfahren (Straße/Schiene + Schiff). Bei diesen Varianten wird das komplette Fahrzeug oder Teile des Verkehrsmittels (Container, Wechselbrücken) auf ein anderes Verkehrsmittel geladen und weiter transportiert.
Kommissionieren ist das Zusammenstellen von Einzelpositionen oder Teilaufträgen zu einem (Gesamt-)Auftrag. Gängige Kommissionierungsverfahren sind Pick-by-Light, Pick-by-Vision und Pick-by-Voice.
Konsolidierung ist gleichbedeutend mit Bündelung. In der Logistik werden zwei Arten unterschieden: zeitliche und räumliche Konsolidierung. Bei der zeitlichen oder Bestandskonsolidierung wird die Lieferung hinausgezögert, um Güter zur besseren Auslastung von Transportkapazitäten zu bündeln. Bei der räumlichen Konsolidierung werden Verkehrsströme zusammengeführt: So werden auf einer Tour mehrere Abhol- und Abladestationen angefahren.
Das Konnossement - auch Seefrachtvertrag - beinhaltet Belege über den zwischen Verlader und Verfrachter (Reederei) abgeschlossenen Seefrachtvertrag.
Generell bedeutet Konsolidierung Bündelung. In der Logistik wird prinzipiell zwischen zwei Arten unterschieden: der zeitlichen und der räumlichen Konsolidierung. In beiden Fällen geht es darum, Waren und deren Transport wirtschaftlicher zu gestalten. Bei der zeitlichen Konsolidierung oder auch Bestandskonsolidierung, werden Güter am Ort der Absendung, etwa durch das Hinauszögern einer Lieferung, gebündelt. Damit soll eine bessere Auslastung der Transportkapazitäten gewährleistet werden.
Bei der räumlichen Konsolidierung geht es darum, Verkehrsströme zu bündeln. Das bedeutet beispielsweise bei einer Tour nicht nur Güter von einem Absender oder Lieferanten zu einem Empfänger zu bringen, sondern auf einer Strecke mehrere Abhol- und Abladestationen anzusteuern.
Eine Konsulatsfaktura ist die Auflistung von Waren, deren Handelsbezeichnungen nach den Vorschriften des Einfuhrlandes, den Einzelgewichten und Rechnungsbeträgen, wie sie auch auf den Handelsrechnungen stehen. Sie ist nur im Schiffsverkehr im Einsatz. Das Konsulat des jeweiligen Einfuhrlandes muss die Papiere beglaubigen. Viele Vertragspartner des Welthandelsabkommens der WTO empfehlen die Abschaffung der Konsulatsfakturen als unnötige Formalitäten.
Kontraktlogistik umfasst die Organisation von Produktströmen, Lagerung, Transport und Informationsübermittlung. Logistiker übernehmen diese Aufgaben für Firmen, die die Dienste benötigen, aber nicht selber leisten können/wollen. In der Regel basiert die Zusammenarbeit auf langfristigen Verträgen; die Vertragspartner begeben sich dabei in eine starke gegenseitige Abhängigkeit. Vorteile des Kunden: weniger Verwaltung, mehr Zeit für das Kerngeschäft.
Wenn Güter, meist einer Sorte, zum Transport, Umschlag oder zur Lagerung auf einem Ladeträger (z.B. einer Palette) zusammengefasst sind, wird von einer Ladeeinheit gesprochen. Die Ladeeinheiten bilden die Grundlage für Transportketten; die Ladungsträger sind im Idealfall genormt.
Der Ladeschein ist das "Konnossement" des Flussverkehrs. Er ist eine vom Frachtführer (vom Schiffer, nicht vom Schiffseigner) ausgestellte Urkunde, die ihn verpflichtet, das Frachtgut an den legitimierten Besitzer des Scheines abzuliefern.
Lager sind die Räume in einem Unternehmen, in denen sich Bestände von beweglichen Sachmitteln befinden. Das können Zwischen- und Endprodukte oder auch Ersatzteile und Grundstoffe zur Weiterverarbeitung sein. In einzelnen Fällen dienen Lager auch zur Veredelung von Produkten (Käse, Wein, Whiskey). Es gibt zahlreiche Arten von Lagern entlang der Wertschöpfungskette - hier ein paar Beispiele:
- Produktionslager - Bei Unternehmen zu finden, die etwas herstellen. Sie dienen zur Lagerung von fertigen Produkten und sind direkt an die Fertigung angeschlossen.
- Zentrallager - Standort, an dem Artikel unterschiedlicher Produktionsstätten zur Weiterverteilung gelagert werden.
- Hochregallager - Sind Palettenlager mit einer Höhe von bis zu 40 Metern. In diesen Lagern sind spezielle Geräte, wie Hochregalstapler und so genannte Regalförderfahrzeuge, im Einsatz.
- Quarantänelager - Dort werden Materialien aufbewahrt, die noch nicht auf ihre Qualität hin geprüft wurden.
- Satellitenlager - Dort werden Paletten in Kanälen auf Schienen gelagert. Spezielle Satellitenfahrzeuge transportieren die Lagerbestände von A nach B. Da nur auf die vorderste Palette zugegriffen werden kann, eignen sich diese Lager besonders für Sortimente mit hohem Umschlag und geringer Anzahl an Artikeln.
Zum Lagerbestand gehören Rohstoffe, Komponenten, unfertige Erzeugnisse und/oder Endprodukte. Der Lagerbestand bezieht sich wahlweise auf einzelne Lager, Lagerbereiche oder alle Lagerartikel eines Unternehmens.
Lagerhaltung oder auch Bestandsmanagement befasst sich mit allen Entscheidungen, die Einfluss auf die Lagerbestände haben. Dazu gehört beispielsweise die Frage, welches Gut in welcher Menge gelagert werden soll. Ein weiterer Aspekt ist das Auffüllen der Lagerbestände und entsprechende Terminabsprachen.
Grundsätzlich wird zwischen einer festen und einer freien Lagerplatzzuordnung, sowie der Kombination beider Varianten unterschieden. Bei der festen Lagerplatzzuordnung wird jedem Artikel ein fester Lagerort zugewiesen. Demgegenüber kann bei einer freien Lagerplatzzuordnung (auch chaotische Lagerung) jeder Artikel an jedem gerade freien Platz gelagert werden, sodass der Lagerraum optimal genutzt werden kann. Variationen sind die Querverteilung, bei der mehrere Ladeeinheiten eines Artikels über verschiedene Gänge verteilt werden sowie die freie Lagerplatzzuordnung innerhalb fester Bereiche. Bei dieser Methode werden Ladeeinheiten innerhalb vorgegebener Bereiche frei eingelagert.
Filialinterne Lagerräume sind Bereiche von Kaufhäusern und Läden, wo Warenbestände gelagert, außerdem die Logistik sowie Services abgewickelt werden.
Wenn eine Ware eingelagert wird, bescheinigt der Lagerhalter die Übernahme des Gutes mit einem Lagerschein. Lagerhalter ist, wer gewerbsmäßig die Lagerung und Aufbewahrung von Gütern übernimmt. Die Abgabe von Order-Lagerscheinen ist den staatlich dazu ermächtigten Lagerhäusern vorbehalten. Am häufigsten verwendet wird der Namenslagerschein, der durch Abtretungserklärung (Zession) übertragbar ist. Im internationalen Handel wurde das FIATA-Warehouse-Receipt (FWR) als handelbares Dokument geschaffen.
LCL bezeichnet Teilladungen, beziehungsweise Kleinsendungen von unterschiedlichen Versendern, die entlang einer Transportkette in Transportcontainer geladen werden. An den Zielorten entladen wiederum unterschiedliche Empfänger die Güter. Der Begriff LCL stammt aus dem Containerverkehr und wird meist in Zusammenhang mit dem Transport per Schiff benutzt.
LTL beschreibt einen Lkw, dessen Kapazität durch seine Fracht nicht ausgeschöpft wird. LTL ist prinzipiell weniger rentabel als Full-Truck-Load, allerdings häufig nicht zu vermeiden.
Als letzte Meile wird der letzte Abschnitt der Transportkette verstanden, welcher unmittelbar zum Kunden, beziehungsweise zu dessen Haushalt führt.
Der Grad der Lieferflexibilität orientiert sich am Auslieferungssystem des Lieferanten. Besteht die Möglichkeit auf besondere Bedürfnisse des Kunden einzugehen dann ist der Grad hoch. Im Gegensatz dazu gibt es auch Systeme bei denen sich der Kunde mit seiner Beschaffungslogistik nach starr vorgegebenen Regeln der Distributionslogistik des Lieferanten zu richten hat. Die Lieferflexibilität hängt im Wesentlichen von drei Einflussfaktoren ab - Auftragsmodalitäten, Liefermodalitäten und Information des Kunden.
Die Lieferqualität beschreibt den Zustand, in dem die Waren beim Kunden ankommen. Dabei ist einerseits von Interesse, ob Art und Menge der Waren korrekt sind. Andererseits geht es um etwaige Schäden, die während des Transports entstanden sind.
Der Lieferservice setzt sich im Wesentlichen aus Lieferzeit, Lieferzuverlässigkeit, Lieferungsbeschaffenheit und Lieferflexibilität zusammen.
Die Lieferungsbeschaffenheit erfasst zwei Merkmale, mit denen die Qualität einer Lieferung von Kundenseite beurteilt wird: die Liefergenauigkeit und den Zustand der Lieferung.
Die Liefergenauigkeit gibt an, inwieweit die bestellten Produkte in gewünschter Art und Menge ausgeliefert werden. Der Zustand der Lieferung hängt im Wesentlichen von der Verpackung ab und inwieweit ihre Schutzfunktion bei der Auslieferung den Gütern gerecht wird.
Die Lieferzuverlässigkeit (Liefertreue, Termintreue) beschreibt die Zuverlässigkeit (Wahrscheinlichkeit), mit der die Lieferzeit eingehalten wird. Die Lieferzuverlässigkeit hängt von zwei (endogenen) Einflussfaktoren ab: der Zuverlässigkeit des Arbeitsablaufs und der Lieferbereitschaft.
Die in den einzelnen Phasen der Lieferzeit anfallenden Arbeitsabläufe müssen planmäßig in der dafür vorgesehenen Zeit realisiert werden. Die Lieferbereitschaft gibt an, inwieweit die jeweils nachgefragte Menge ausgeliefert werden konnte.
Die Lieferzeit umfasst den Zeitraum vom Auftragseingang beim Lieferanten bis zum Eingang der Waren beim Empfänger. Sie beinhaltet die Bearbeitung des Auftrags, die Kommissionierung und Ladungssicherung sowie das Verladen, den Transport und das Entladen am Zielort.
Logistics Reengineering (Innerbetrieblicher Strukturwandel logistischer Abläufe) ist die Untersuchung und Umgestaltung von logistischen Prozessen. Ziel ist die Steigerung der Leistung und die Senkung der Kosten.
Logistik umfasst die Planung, Umsetzung und Steuerung der möglichst effizienten und kostengünstigen Beförderung und Lagerung von Gütern. Dazu gehören Rohstoffe, unfertige Erzeugnisse, Fertigprodukte und die damit verbundenen Informationen. Der Transport erfolgt im Auftrag des Kunden vom Ursprungsort zum Ort des Verbrauchs. Es ist sozusagen die Wissenschaft und Kunst, Waren und Güter in der richtigen Menge sowie in einem bestimmten Zustand zum richtigen Zeitpunkt mit möglichst geringem Kostenaufwand an den richtigen Ort zu bringen.
Mittlerweile beinhaltet Logistik neben der klassischen Lagerhaltung und dem Transport häufig auch Mehrwert-/Pre-Retailing-Services sowie IT-Lösungen in Bezug auf eingehende, abgehende, interne, internationale und reverse Logistikströme.
Das Logistikcontrolling ist ein spezielles Gebiet des allgemeinen Controllings. Es dient zur Unterstützung des Logistikmanagements. Zu den wichtigsten Instrumenten des Logistik-Controllings gehören Ziele und Kennzahlen, Budgets, Kosten- und Leistungsrechnung, die Balanced Scorecard, die Ökologieorientierung, Audits sowie die Systemanalyse.
Eine Logistikplattform ist eine neutrale Schnittstelle, bei der die EDV-Systeme verschiedener Logistikunternehmen miteinander verbunden sind. Arbeiten mehrere Unternehmen an einem Auftrag, ermöglicht sie einen reibungslosen und transparenten Datenaustausch, ohne dass die Unternehmen ihre Systeme aneinander anpassen müssen.
Luftfracht umfasst den Transport von Gütern per Flugzeug.
Der Luftfrachtbrief (Air Waybill) dokumentiert den Abschluss und den Inhalt eines Beförderungsauftrags im Luftverkehr.
Das Mate's Receipt ist ein vorläufiger Empfangsschein des Ladungsoffiziers über Güter, die auf ein Schiff verladen wurden. Das Mate's Receipt ist mit dem Anspruch verknüpft, die Konnossements später an den Inhaber zu übergeben. Es kommt häufig im Transithandel zum Einsatz, wenn ein Exporteur in verschiedenen Häfen Zuladungen vornimmt.
Die Maut ist eine Abgabe für die Nutzung von Bauwerken, meist Straßen, Brücken, Autobahnen und Tunneln. In Deutschland gibt es die so genannte Lkw-Maut für Fahrzeuge mit einem Gewicht ab zwölf Tonnen seit 2005.
Ein MicroCarrier ist die Kleinversion eines Schleppfahrzeugs mit elektronischem Antrieb, das beispielsweise an Flughäfen zum Einsatz kommt. Zum schnelleren Transport von Paketen in Innenstädten wurden modifizierte MicroCarrier getestet. Sie haben eine Reichweite von acht bis zehn Kilometern und können bis zu drei kleine Anhänger mit Sendungen ziehen.
Der Milk Run ist eine spezielle Form des Direkttransports. Dabei sind die Route, die Zeit und die zu transportierende Menge der Güter festgelegt. Die Empfänger werden auf der Route direkt angesteuert. Dort wird wahlweise ein Gut abgeholt oder abgeladen. Es gibt in der Regel keine Umschlagsanlage. Das Prinzip führt zu einer gleichmäßigen Auslastung im Tagesverlauf und ermöglicht eine Senkung der Sicherheitsbestände.
- MRP I (Material Requirements Planning)
MRP I ist ein in der Produktionsplanung und -steuerung (PPS) eingesetztes Programmsystem zur Mengenplanung, welches von einem vorgegebenen Produktionsprogramm ausgeht. - MRP II (Manufacturing Resource Planning)
MRP II kennzeichnet eine höhere Integrationsstufe von Planungen als MRP I, weil die Ergebnisse in zusätzliche betriebliche Pläne eingehen. Durch Rückkopplung der Planungsergebnisse auf die vorangegangenen Planungsschritte werden diese für die Planung des Produktionsprogramms weiterverwendet.
Der MTO ist der Gesamtbeförderer bei Transporten mit mehreren Verkehrsträgern und mehrmaligem Umladen. Der Spediteur stellt dafür das bankfähige FIATA-Combined Transport Bill of Lading (FBL) aus.
Beim Multiple Sourcing, zu deutsch Mehrlieferanten-Prinzip, werden industrielle Roh-, Hilfs- oder Betriebsstoffe von mehreren Lieferanten bezogen. Die Beschaffungsstrategie ist sehr marktorientiert und setzt auf Preisvorteile durch den Wettbewerb konkurrierender Lieferanten. Das vermeidet die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten, ist aber auch zeitaufwendig, da permanenter Kontakt zu mehreren Anbietern und stetige Preisvergleiche notwendig sind.
MIME (Mehrzweck-Erweiterung für E-Mails) ist eine Erweiterung des klassischen Internetprotokolls für E-Mails. Sie erlaubt es, multimediale Objekte wie Animationen, Geräusche oder Videos in E-Mails einzubinden.
Ein Multi-User Warehouse ist ein spezielles Distributionszentrum, das von mehreren Herstellern oder Unternehmen genutzt wird. Häufig steht das Zentrum an einem strategisch wichtigem Standort.
Bei einem Versand per Nachnahme bekommt der Empfänger eine Ware erst dann ausgehändigt, wenn er sie bei der Übergabe bezahlt. Der Zusteller nimmt das Geld entgegen und überweist es an den Absender. Der hat bei diesem Verfahren ein hohes Maß an Sicherheit, dass seine Ware bezahlt wird.
Als No-read-Teil (Nicht lesbares Teil) wird alles bezeichnet, was einen fehlerhaften oder fälschlicherweise keinen Barcode trägt (Güter, Ladungen etc.). Die Teile können mit dem entsprechenden Barcode-Scanner "nicht gelesen" werden.
NAFTA (Nordamerikanisches Freihandelsabkommen) definiert die Nordamerikanische Freihandelszone. Das Abkommen besteht zwischen den USA, Kanada und Mexiko und trat 1994 in Kraft. Neben dem Europäischen Wirtschaftsraum ist die NAFTA die weltweit wichtigste Freihandelszone.
Ein NVO ist ein Carrier, der Schiffe chartert, aber selbst nicht Reeder ist. Das können auch Unternehmen sein, die Transporte mit eigenen Containern durchführen, aber keine eigenen Schiffe besitzen.
Die Bezeichnung stammt aus den USA. Sie beschreibt Unternehmen, die sich als Consolidator weltweit betätigen. Sie sammeln im Verkehr mit den USA Übernahmesätze und hinterlegen sie beim FMC (Federal Maritime Commission in USA). Sie haben keine eigenen Schiffe. In Europa sind NVOCC meist aus dem speditionellen Bereich des Sammelverkehrs hervorgegangen.
Das Offene Register ist ein Begriff aus der Schifffahrt. Er beschreibt Seeschiffsregister von Staaten, die auch ausländischen Unternehmen beziehungsweise Personen erlauben, sich in das nationales Seeschiffsregister einzutragen. Wer das macht, erhält die Erlaubnis, unter der Flagge des jeweiligen Landes in See zu stechen.
Operator sind Spediteure, die im internationalen Verkehr die durchgehende Transportkette mit durchgehender Haftung auf Frachtführerbasis anbieten.
Origin Services sind Support/Mehrwertleistungen am Herkunftsort von Waren oder Materialien. Das kann Einkauf, Auftragsbearbeitung, Vendor Compliance (Überprüfung des Lieferanten auf Einhaltung von Bedingungen), Qualitätsprüfung, Dokumentenmanagement, Containeroptimierung, Pick & Pack, Palettenbeladung, Zollbehandlung und Konsolidierung beinhalten.
Die Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) ist eine internationale Einrichtung mit derzeit 30 Mitgliedsstaaten und engen Beziehungen zu 70 weiteren Ländern (Stand: 05/2009). Zu ihren Aufgaben gehören: die Währungsstabilität zu sichern, den Welthandel zu fördern und Entwicklungshilfe zu koordinieren. Unter anderem gibt die OECD regelmäßig Länder- und Wirtschaftsberichte heraus und veranstaltet wirtschaftspolitische Konferenzen.
Outbound-Logistik umfasst die komplette Logistikkette (Supply Chain) von Gütern: Beginnend mit der Herstellung über den Handel bis zum Endkunden. Dazu gehören unter anderem die Fertigungsentsorgung, Verpackung, Zwischenlagerung, Kommissionierung, Konfektionierung, Endmontage, Versand und Ersatzteil-Management.
Beim Outsourcing (Fremdvergabe) werden Aufgaben oder Dienstleistungen, die nicht zum Kerngeschäft eines Unternehmens gehören, ausgelagert, das heißt an externe Unternehmen abgegeben. Die Ausgliederung von Logistikaktivitäten ist mit die häufigste Form des Outsourcing.
Das Wort leitet sich von "outside" und "resourcing" ab.
Ein Overcarrier ist eine einer Gemeinschaft angeschlossene Reederei, die in einem bestimmten Zeitraum eine größere Ladungsmenge befördert als es ihre rechtmäßige Quote erlaubt. Das Gegenteil ist der so genannte Undercarrier. In einer Redeereigemeinschaft muss der Overcarrier den Undercarrier entschädigen, solange die jeweilige Reederei den Fahrplan eingehalten hat.
Die Packliste (Packing list) ist eine detaillierte Aufstellung aller Frachtstücke mit Markierung, Art, Gewichten und Inhalt.
Paletten sind Lademittel, auf denen sich Güter lagern und transportieren lassen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Bauarten (z.B. Flach- und Boxpaletten). Als Paletten-Material werden unter anderem Holz, Kunststoff und Metall verwendet. Die so genannte Europool-Palette (120 x 80 Zentimeter) ist am weitesten verbreitet.
Der Palettierer ist ein Automat, der häufig in Lagern und Umschlagplätzen eingesetzt wird. Er stapelt Packstücke und Pakete nach einem vorgegebenen Muster auf Paletten, wobei möglichst ein Ladungsverbund aus Stabilitätsgründen erreicht werden soll.
Pick-by-Light ist ein Verfahren zur Kommissionierung in Lägern, das über Signallampen an den Lagerfächern funktioniert. Wenn Waren aus einem Lagerfach entnommen werden sollen, leuchtet eine entsprechendes Lämpchen auf. Gleichzeitig zeigt das Display die zu entnehmende Stückzahl an. Der Kommissionierer bestätigt den Vorgang durch Drücken einer Quittiertaste. Gleichzeitig wird die Bestandsänderung an das Lagerverwaltungssystem gemeldet.
Pick-by-Vision ist ein Verfahren zur Kommissionierung in Lägern. Der Kommissionierer trägt eine Datenbrille auf die via W-LAN (lokales, kabelloses Datennetzwerk) Informationen eingespielt werden. Nachdem der Anwender über ein Sensorensystem geortet wurden, weist eine optische Zielführung den Weg zum richtigen Lagerplatz und optisch eingeblendete Pfeile führen den Blick des Anwenders zum Fach, aus dem er die Ware entnehmen soll.
Pick-by-Voice ist eine Methode zur Kommissionierung in einem Lager. Der Kommissionierer erhält alle nötigen Informationen via Headset: Zunächst die Nachricht, an welchem Regal Ware entnommen werden soll. Am Regal angekommen, nennt er eine dort angebrachte Prüfziffer. Dann erfährt er, welche Menge zu entnehmen ist und bestätigt den Vorgang durch ein Passwort. Gleichzeitig speichert das Lagerverwaltungssystem die Bestandsänderung.
Der Point of Sale (POS) ist eine Art Informations-Sammelpunkt an der elektronischen Schnittstelle zwischen Kunde und Handelsunternehmen. Dazu gehören Scannerkassen, die artikelbezogen Verkäufe erfassen, und der Einkauf über elektronische Zahlungssysteme (Kredit-, EC-Karte). Die Informationen sollen in Kombination mit weiteren Daten (z.B. aus Warenwirtschaftssystemen) Rationalisierungsmöglichkeiten aufzeigen und den Kundenservice verbessern.
Der Posteinlieferungsschein ist die Empfangsbescheinigung der Postfiliale für eine Postsendung an einen bestimmten Empfänger. Mithilfe des Posteinlieferungsscheins kann bewiesen werden, dass etwas auf dem Postweg verschickt wurde. Das Datum des Poststempels gibt den Tag der Auslieferung des Postgutes an. Wird es per Luftpost auf den Weg gebracht, so ist das entsprechende Dokument der Luftpost-Einlieferungsschein.
Postponement bezeichnet Produkte, die möglichst lange am Anfang des Logistikkanals in einem neutralen Zustand ohne Zuordnung zu einem Kunden oder Teilmarkt gehalten, also aufgeschoben, werden. Die kundenindividuelle Differenzierung des Produkts erfolgt erst spät. Postponement ist insbesondere bei einer großen Anzahl an Produktvarianten und weit verstreuten Kunden sinnvoll, da in diesem Fall kaum prognostiziert werden kann, wie viel, wann und wo von einer Produktvariante benötigt wird.
Beispielsweise können die kundenspezifischen Fertigungs- und Montageinhalte aufgeschoben werden (Manufacturing Postponement). Ein weiteres Beispiel ist die Lagerung von Beständen in einem Zentrallager und die Zustellung über die entsprechenden Kanäle des Distributionssystems erst bei Vorliegen eines Kundenauftrags (Logistics Postponement).
Das Gegenteil zum Postponement ist die Strategie des Spekulierens. Hierbei wird ein Produkt frühzeitig aufgrund prognostizierter Kundennachfragen an das Ende des Logistikkanals gebracht.
In der Logistik ist das Präfix die Bezeichnung für die Länderkennzeichnung innerhalb des EAN-Codes. Diese kann zwei oder dreistellig sein. Zum Beispiel stehen die Zahlen von 400 bis 440 für Deutschland, 00 bis 13 für die USA und Kanada sowie 45 und 49 für Japan.
Die Produktionslogistik ist ein wichtiger Bestandteil des logistischen Systems in produzierenden Unternehmen. Diese Form der Logistik umfasst Planung, Steuerung und Kontrolle des Materialflusses - vom Rohmateriallager über die verschiedenen Fertigungsstufen bis hin zum Lager für die fertigen Waren. Im kompletten Wertschöpfungskreislauf kommt die Produktionslogistik nach der Beschaffungs- und vor der Distributions- und Entsorgungslogistik.
Die Prozesskostenrechnung erfasst und verfolgt prozessorientiert die Gemeinkosten für Produkte, Lieferkanäle, Kunden und Logistik. Die Methode ermöglicht es, die Kosten indirekter Leistungsbereiche auszuweisen. Die Identifizierung der Prozessgrößen, Bezugsgrößen oder Kostentreiber ("Cost Driver") steht dabei im Mittelpunkt.
Das Pull- oder dt.: Hol-Prinzip ist eine Methode um Produktionsabläufe zu steuern. Der Nachschub von Material erfolgt dabei nachfrage-orientiert. Dazu ist der gesamte Produktionsfluss in Segmente aufgeteilt. Das bedeutet etwa bei einer Fertigungsstrecke, dass jedes Segment seinen Nachschub beim vorgelagerten Segment oder dem Lager nach Bedarf eigenständig anfordert. Ziel des Pull-Prinzips ist es, die Produktion in einem permanenten Fluss zu halten.
Im Förder- und Lagerwesen beschreibt die Quelle den Entstehungsort von Gütern.
Quick Response Systems sind Bestellsysteme, die umgehend auf Kundenanfragen und -wünsche reagieren können. Solche Systeme sind meist EDV-gestützt und arbeiten mit artikelgenauen Strichcodesystemen. Sie zeichnen sich durch ein hohes Maß an Bedarfs- und Kundenorientierung aus und funktionieren im Idealfall synchron zur Nachfrage. Vorteile: kleine Lagerbestände und mehr Planungssicherheit bei der Belieferung von Lägern und Filialen.
Re-Insourcing ist der Prozess, bei dem Unternehmen eine bisher von externer Seite erbrachte Leistung wieder selber übernimmt. Häufig ist das der Fall, wenn ein Outsourcing-Vertrag ausläuft und der Auftraggeber feststellt, dass er die Aufgabe vorher effizienter oder preisgünstiger im eigenen Haus bewältigt hat.
Retourenlogistik spielt im Versandhandel eine große Rolle. Geht eine Sendung "retour", schickt der Empfänger eine Ware zurück an den Händler. Gründe dafür können Mängel oder Nichtgefallen im Rahmen der Rücknahmegarantie sein. Die nötigen Logistikprozesse stellen den Handel vor besondere Herausforderungen: Dazu gehören zeitnahe Gutschriften für Kunden, bzw. Reparatur oder Ersatz der Ware, neue Verpackungen und der Weg zurück in den Lagerbestand.
Reverse Logistik oder Rückwärtslogistik umfasst Abholung, Umschlag und Transport von gebrauchten, beschädigten oder nicht benötigten Produkten sowie von End-of-Life-Produkten und deren Verpackung. Die Güter werden entweder entsorgt, wieder aufbereitet (Recycling) oder repariert. Reverse Logistik kann auch die Rücksendung wieder verwendbarer Transportmittel (Paletten, Behälter usw.) an einen vorgelagerten Punkt in der Lieferkette beinhalten.
RFID ist ein auf Funktechnik basierendes System, um Waren, Ladeeinheiten oder Transportmittel zu lokalisieren, zu identifizieren und zu steuern. Dazu tragen die Güter elektronische Funketiketten (nennen sich auch Tag, Label oder Transponder). Durch diese ist die automatische Verfolgung entlang einer gesamten Lieferkette möglich. RFID soll den Verwaltungsaufwand verringern, Produktivität erhöhen und die Lager optimieren.
Routing ist der Planungsprozess, der für den Gütertransport vorgesehenen Strecken.
Die RSU-Analyse ist ein Verfahren, um Artikelbestände zu optimieren. Dazu wird das Sortiment in drei Klassen unterteilt: Die Buchstaben RSU stehen für den regelmäßigen, saisonalen und unregelmäßigen Verbrauch - entsprechend wird das Sortiment in R-,S- und U-Artikel unterschieden. Die Bestände an R-Artikeln lassen sich letztlich mit wenig Aufwand optimieren, da sich ihr Verbrauch am besten kalkulieren lässt.
Bei der Same-Day-Delivery werden Waren innerhalb von 24 Stunden ab Bestellung geliefert. Meist fallen wegen des erhöhten Transportaufwands zusätzliche Kosten für den Kunden an.
Beim Sammelladungsverkehr - auch Sammelgut- oder Stückgutverkehr genannt - geht es meistens um den Transport kleinerer Sendungen. Der Versandspediteur sammelt zunächst Frachtstücke bei verschiedenen Versendern ein. Die befördert er als Sammelladung (Sammelgut) zum Empfangsspediteur. Der verteilt die Sendungen wiederum an die jeweiligen Empfänger. Die Aufgaben müssen nicht zwingend in der Hand mehrerer Spediteure liegen, sondern können auch von einem Spediteur angeboten werden.
Ein Sammelladungszentrum ist ein Lager, in dem Güter für den weiteren Transport zu größeren Einheiten zusammengefasst werden.
Schüttgüter gibt es in Form von Körnern, Stäuben oder stückweise in verschiedenen Größen. Dazu gehören Erze, Sand, Kohle und Getreide. Charakteristisch für Schüttgüter ist, dass sie während des Transports ihre Form behalten und sich ohne Hilfsmittel nicht zu einer Einheit zusammenfassen lassen.
Seefracht ist der Transport von Gütern in Form von Schüttgut, Stückgut oder gesamten Transporteinheiten (Containern) auf dem Seeweg - wahlweise im Binnen- oder im internationalen Seeverkehr. Dieser Transportweg bietet sich besonders bei Ladungen mit hohem Gewicht, großem Volumen oder in großen Mengen und/oder geringem Warenwert an. Zwar dauert die Beförderung zur See verhältnismäßig lange, ist aber im Vergleich zur Luftfracht häufig günstiger.
Der Seefrachtbrief ist ein nicht begebbares Dokument und Nachweis eines Vertrages über den Transport von Waren per See. Gleichzeitig weist es den Verfrachter aus, der die Waren übernommen oder an Bord genommen hat sowie der Verpflichtung desselben, die Waren dem auf dem Dokument aufgeführten Empfänger zu zustellen. Es wird nicht zur Legitimation des rechtmäßigen Empfängers am Bestimmungsort benötigt.
Service-Logistik beschreibt Logistikaktivitäten in Verbindung mit Teilelieferungen vom und zum Kunden.
Der Sicherheitsbestand ist der Warenbestand, unter den ein Lagerbestand planerisch nie fallen sollte. Durch ihn lassen sich mengenmäßige und terminliche Schwankungen der Lagerzu- und -abgänge auffangen. Die Größe des Sicherheitsbestandes ist unter anderem abhängig von der Länge der Wiederbeschaffungszeit und der Lieferbereitschaft.
Single Sourcing ist eine Beschaffungsstrategie. Dabei bezieht ein Hersteller seine industriellen Roh-, Hilfs- oder Betriebsstoffe von einem einzigen Lieferanten. Dementsprechend strebt der Produzent eine langfristige Bindung zum Lieferanten an. Vorteile: mögliche mengenbezogene Preisnachlässe, geringere Kosten für Transaktionen und Abwicklung. Ein Nachteil für den Hersteller ist die relative Abhängigkeit vom Lieferanten.
Solution Sets sind Pakete mit Kerndienstleistungen, die eine ganze Reihe von Aktivitäten entlang der Lieferkette abdecken. Lösungspakete beruhen auf standardisierten Prozessen und vorkonfigurierten Ist-Produkten.
Der Spediteur ist ein Kaufmann, der den Versand von Gütern organisiert. Wahlweise beauftragt er dazu einen Frachtführer oder er übernimmt den Transport selbst - dann wird von einem "Selbsteintritt" des Spediteurs gesprochen. Spediteure nehmen Aufträge in der Regel von der Seite entgegen, die Fracht verschicken möchte. Zu den Aufgaben des Spediteurs gehören auch die Wahl und Kontrolle der Lagerhalter und sonstiger involvierter Dienstleister.
Das FCR (Forwarding Agents Certificate of Receipt) ist ein dem Frachtbriefdoppel der Bahn vergleichbares Sperrpapier. Der Spediteur bescheinigt mit dem FCR, dass er die Sendung zum unwiderruflichen Transport an den genannten Empfänger bekommen hat. Widerruf ist nur gegen Rückgabe des Original-Dokuments möglich. Der Text einer Spediteur-Übernahmebescheinigung muss durch die FIATA autorisiert sein, die Frankaturvorschrift gemäß den Incoterms. Das FCR ist ein akkreditivfähiges Dokument.
Die Spedition ist ein Unternehmen, das Abholung, Konsolidierung, Versand und Distribution von Waren übernimmt. Typischerweise übernimmt der Spediteur die Zollabwicklung der Güter, erstellt die Papiere und sorgt für Transport, Lagerung und Auslieferung.
Straßengüterverkehr beschreibt den Transport von Gütern mit Kraftfahrzeugen auf der Straße. In erster Linie wird zwischen Werkverkehr, bzw. Transportverkehr für das eigene Unternehmen (Straßengüternahverkehr) und dem gewerblichen Gütertransport von spezialisierten Logistikdienstleistern (Straßengüterfernverkehr) unterschieden. Der gewerbliche Verkehr ist wiederum in den Binnen-, den grenzüberschreitenden und den Transitverkehr unterteilt.
Als Stückgut werden Frachtstücke mit einem Gewicht bis etwa drei Tonnen bezeichnet. Sie sind nach Menge, Volumen und Gewicht eher von kleinerem Umfang, können stückweise befördert werden und mit den üblichen Fördermitteln (z.B. Gabelstaplern, Hubwägen) bewegt werden. Charakteristisch für eine Stückgutsendung ist, dass sie das Transportmittel nicht auslastet.
Deutsche Post DHL hat für seine Geschäftspartner einen Verhaltenskodex erarbeitet, der sich am "Global Compact" der Vereinten Nationen orientiert. Lieferanten von Deutsche Post DHL dürfen beispielsweise keine Kinder unter 15 Jahren und keine Zwangsarbeiter beschäftigen, sie müssen sich an Arbeits- und Gesundheitsschutzbestimmungen sowie an internationale Antikorruptionsstandards halten.
Das Supplier Relationship Management (SRM) oder auch Lieferantenbeziehungs-Management kann spiegelbildlich zum Kundenbeziehungsmanagement gesehen werden. Es umfasst die strategische Planung und zentrale Beziehungen eines Unternehmens zu seinen Lieferanten. Ziel ist es, die Lieferanten eng an das Unternehmen zu binden und den Einkauf während der gesamten Ausführung der Beschaffungsprozesse zu unterstützen.
Supply Chain Management dient der Organisation und Optimierung von Lieferketten innerhalb und zwischen Unternehmen. Dazu zählen Verflechtungen des Materialflusses: Intern sind das etwa Produktion, Lagerung, Transport; unternehmens-übergreifend beispielsweise Supply Chains zwischen Milchbauer, Großhändler, Joghurthersteller, Einzelhandel und Kunde. Weitere Supply Chains im Sinne des SCM sind Informationsflüsse und Geldströme.
Tara bezeichnet das Gewicht der Verpackung einer Ware. Es lässt sich berechnen, in dem das Brutto- vom Nettogewicht der Ware abgezogen wird. Zollrechtlich handelt es sich um das Gewicht aller Umschließungen einer Ware.
Der Begriff Telematik setzt sich aus den Wörtern Telekommunikation und Informatik zusammen und bezeichnet die Einbindung von Sprach-, Daten-, und Kommunikationstechnik in den Transportverkehr. Ein Beispiel ist die zentrale Sammlung von aktuellen Verkehrsinformationen per GPS, um bei Staus alternative Routen anbieten zu können.
Beim Transport oder der Lagerung einiger Güter, wie beispielsweise Obst, Fleisch und Gemüse, muss die Temperatur möglichst konstant sein und darf nicht über einem bestimmten Wert liegen. In diesem Fall handelt es sich um temperaturgeführte oder -geregelte Transporte oder Lagerung.
TEU bedeutet soviel wie "Standardcontainereinheit". Das ist eine Maßeinheit für die Container-Transportkapazität von Schiffen und Hafeneinrichtungen. Ein TEU entspricht einer Länge von 20 Fuß (6 Meter) und einer Breite von acht Fuß (2,40 Meter).
Ein 3PL-Provider ist ein Anbieter von Logistikleistungen, der in der Regel eigene Anlagen, Transportmittel und Ressourcen einsetzt. Er stellt die "dritte Partei" zwischen Hersteller oder Händler und dem Endkunden dar.
Time-definite ist ein zeitlich definierter Fracht- oder Zustelldienst, bei dem Tag oder Uhrzeit der Auslieferung spezifiziert oder garantiert sind.
TIR ist ein Zollverfahren für den internationalen Straßengüterverkehr, das den bürokratischen Aufwand bei internationalen Transporten verringert. Wer es nutzt, muss nicht an jeder Grenze mit einer Kontrolle rechnen, da die Ladung nur in Ausnahmefällen begutachtet wird. Für die Zahlung der Zölle und anderer Abgaben bürgt in jedem teilnehmenden Land mindestens ein nationaler Verband. Er genehmigt meist auch die entsprechenden TIR-Papiere.
TQM (dt.: vollständiges Qualitätsmanagement) ist eine Führungsstrategie, die ein Unternehmen mit allen Aktivitäten und Mitarbeitern einbezieht. Es beinhaltet neben der Anwendung verschiedener Methoden und Techniken des Qualitätsmanagements insbesondere eine vom gesamten Management vorgelebte Unternehmenskultur (Qualitätskultur), die Qualität auf allen Ebenen in den Mittelpunkt des Denkens und Handelns stellt.
Track 'n' Trace (auch: Tracking and Tracing) ist ein häufig Barcode- oder RFID-gestütztes System zur Sendungsverfolgung. Das Tracking beantwortet die Frage "wo ist eine Sendung jetzt?". Tracing ist die Möglichkeit, den Weg der Sendung zu rekonstruieren. Das System dient einerseits zur Überwachung und Schwachstellenanalyse von Logistikprozessen und andererseits als Kundenservice.
Der Begriff Transponder setzt sich zusammen aus den Wörtern Transmitter (Sender) und Responder (Empfänger). Sie werden auch Funketiketten, Tags, Label genannt und sind Teil von RFID-Systemen, in denen sie als interaktive Informationsspeicher dienen. Mit ihnen lassen sich Daten, beispielsweise über Inhalt und Zielort einer Ware, berührungsfrei via Funk abfragen oder auch aktualisieren. Sie bestehen meist aus einer Antenne und einem Mikrochip.
TUL-Prozesse beschreiben die grundlegenden, physischen Abläufe der Logistik.
Im internationalen Geschäftsverkehr ist es bei bestimmten Ländern üblich, den Frachtpapieren einen vom Exporteur ausgestellten, auf den Importeur bezogenen Wechsel (Sichttratte) beizufügen. Für den zur Zahlung Verpflichteten ist eine Sichttratte nichts anderes als die Quittung des Empfängers. Sichttratten werden verwendet, wenn dem Käufer kein Kredit eingeräumt werden soll; Zieltratten, wenn der Verkäufer ein Zahlungsziel einräumen will.
Als Umladung wird der Transfer von 40-Fuß-Containerladungen in LKW-Container von 53 Fuß (1 Fuß = 30 cm) Länge bezeichnet. Das Prozedere soll die Stückkosten reduzieren und eine schnellere und genauere Auslieferung bewirken.
In einem Umschlagslager werden Güter sehr kurzfristig zum Wechsel von einem auf das nächste Transportmittel verwahrt. Das reduziert die Anzahl der Transportrelationen zwischen Liefer- und Empfangspunkten. Im Vordergrund stehen Bewegungsprozesse. Von daher steht in der Regel nicht eine hohe Lagerkapazität, sondern eine hohe Umschlagleistung beziehungsweise eine hohe Umschlaggeschwindigkeit im Vordergrund. Typische Umschlaggüter sind Halb- und Fertigwaren sowie Handelswaren.
Der UPC (dt.: Universeller Produktcode) ist ein unternehmensübergreifender Standard für einen Strichcode. Er wurde 1973 in den USA eingeführt und gilt als Mutter der EAN (European Article Number).
Das Ursprungszeugnis ist eine Urkunde, in der der Ursprung der Ware durch eine dazu berechtigte Stelle bescheinigt oder beglaubigt ist. Dafür sind in der Bundesrepublik Deutschland bei der Warenausfuhr die Industrie- und Handelskammern zuständig. Für die Einfuhr muss es vom einem entsprechenden Pendant des Ausfuhrlandes ausgestellt sein. Der Bundeswirtschaftsminister gibt die berechtigten Stellen im Bundesanzeiger bekannt.
Value Added Service bezeichnet Dienstleistungen, die nicht zum Kerngeschäft, aber zum Angebot eines Unternehmens gehören und so einen Mehrwert für den Kunden erbringen. Beispiele in der Logistik sind der Verpackungsservice oder die Abholung der Sendungen beim Kunden.
VMI ist ein Lagerkonzept, bei dem der Lieferant den Warenbestand des Kunden verwaltet. Das Augenmerk liegt für den Lieferanten auf der Lieferbereitschaft und der Bestandshöhe. Häufig ist das Lager auch in den Räumlichkeiten des Kunden, der die Waren erhält.
Verbundeffekte entstehen, wenn die Herstellung oder der Vertrieb unterschiedlicher Produkte durch ein einzelnes Unternehmen kostengünstiger ist, als die Fertigung oder der Vertrieb einzelner Produkte durch mehrere Unternehmen. Bei Reifenhändlern beispielsweise werden Reifen und Felgen häufig zusammen gekauft. Ein Händler, der nur Felgen vertreibt, verkauft entsprechend weniger.
Die Verpackung ist die lösbare, vollständige oder teilweise Umhüllung eines Gutes (Packgutes), um es zu schützen oder andere Funktionen zu erfüllen. Grundsätzlich hat eine Verpackung vier Aufgaben: Produktions-, Marketing-, Verwendungs- und Logistikfunktionen. Für die logistischen Funktionen der Verpackung lassen sich folgende fünf Bereiche unterscheiden: Schutz-, Lager-, Transport-, Manipulations- und Informationsfunktion.
Die Versicherungspolice (oder Versicherungsschein) ist eine vom Versicherer unterzeichnete Urkunde über den Abschluss eines Versicherungsvertrages. Während die Einzelpolice für einzelne Warensendungen gilt, ist die Generalpolice der Nachweis des Versicherungsschutzes für alle durchgeführten und beim Versicherer angemeldeten Warensendungen über einen längeren Zeitraum. Der Versicherer ist nur gegen Vorlage der Police zur Zahlung verpflichtet.
In Verteilzentren kommen verschiedene Güter wie Rohstoffe, Komponenten oder Fertigprodukte an. Die Ladungen werden aufgebrochen und neu zusammengestellt, bevor sie an den jeweiligen Empfänger ausgeliefert werden. Viele Verteilzentren verfügen über spezielle Bearbeitungs-/Lagereinrichtungen und IT-Systeme.
Visibility ist ein Begriff aus dem Supply Chain Management. Visibility beschreibt die Möglichkeit, detaillierte Informationen verschiedener Abläufe innerhalb einer Supply Chain einsehen zu können. Dies geschieht in Echtzeit oder annähernd in Echtzeit. Durch die Transparenz wird es einfacher, die Abläufe zu untersuchen und gegebenenfalls zu verbessern.
Bei der Vormontage werden Teile, so genannte Baugruppen, eines späteren Endprodukts zusammengebaut. Die Vormontage ist beispielsweise ein wichtiger Bestandteil der Automobilindustrie. Dort werden verschiedene Baugruppen wie Motor, Getriebe und Ähnliches benötigt, um schließlich ein Auto zusammenzusetzen.
Das Waren-Kontoll-Zertifikat wird aus Gründen der Sicherheit verlangt. Es bescheinigt, dass die Lieferung auch effektiv in Güte, Anzahl, Zusammensetzung, Preis oder äußerer Beschaffenheit der Bestellung entspricht. Hintergrund ist der abstrakte Charakter der zahlungsmäßigen Abwicklung von Akkreditivgeschäften, der sich rein auf die dokumentäre Seite beruft und losgelöst ist von dem zu Grunde liegenden Warengeschäft.
Warenverteilzentren oder auch Transiterminals sind eine spezielle Form von Distributionszentren. Sie zeichnen sich durch eine bestandslose Führung aus. Die eingehenden Waren werden also nicht gelagert, sondern nach ihrer Ankunft direkt in filialgerechte Einheiten (Einzelkommissionen) umgewandelt. Dementsprechend ist die Hauptaufgabe eines Warenverteilzentrums die Kommissionierung.
Wechselaufbauten - auch Wechselbehälter oder Wechselbrücke genannt - sind abstellbare Behälter, die zur Ladegutbeförderung im Straßen/Schienengüterverkehr genutzt werden. Sie sind nicht stapelbar. Die WABs lassen sich durch Liftsysteme absetzen, die über eine Luftfederung das Fahrzeug oder über spezielle Stützkonstruktionen den Wechselaufbau anheben und absenken.
Die WTO (World Trade Organization) gilt als Dachorganisation für internationale Handelsabkommen. Sie wurde 1994 gegründet, der Hauptsitz befindet sich in Genf und ihr gehören zurzeit 153 Staaten (Stand: 05/2009) an. Durch die WTO sollen Handelshemmnisse abgebaut und der Welthandel liberalisiert werden. Neben der einvernehmlichen Überwachung der Handelspolitik der Mitgliedsstaaten und fungiert die WTO im Streitfall als Schlichter.
Die XYZ-Analyse ist eine Methode Material nach dem Grad ihres Bedarfs einzuteilen. Bei X-Teilen handelt es sich um Material mit gleich bleibendem Bedarf und hoher Produktionsgüte. Y-Teile haben einen trendförmigen Bedarf und mittlere Produktionsgüte. Als Z-Teile wird Material bezeichnet, das einen unregelmäßigen Bedarf hat und dessen Verbrauch am wenigstens vorhersagbar ist.
Der Begriff Yield-Management stammt aus dem Bereich der Preispolitik. Nach diesem Konzept sollen Preise abhängig von der Auslastung so genannter Servicesysteme (z.B. Liniennetze) gestaltet werden. Konkret bedeutet das: in Zeiten hoher Auslastung, hohe Preise zu verlangen. Umgekehrt sinken die Preise, wenn das System weniger ausgelastet ist.
Die Zollfaktura enthält im wesentlichen dieselben Merkmale wie die Konsulatsfaktura. Nur die Legalisierung durch ein Konsulat ist nicht erforderlich. In vielen Fällen muss jedoch die Unterschrift des Exporteurs durch einen Zeugen beglaubigt sein. Zollfakturen werden vor allem für Exporte in Länder, die dem britischen Commonwealth angehören oder angehörten (Ausnahme: Großbritannien), benötigt.
Zollmakler sind Spezialisten in Sachen Zoll-Bürokratie. Da Zollvorschriften von Land zu Land stark variieren, kann der Service der Zollmakler helfen, Güter schneller und reibungsloser über eine Grenze zu transportieren.
In einem Zolllager werden unverzollte Waren verwahrt. Sie liegen dort unter dem so genannten amtlichen Zollverschluss. Die Waren dürfen das Lager erst verlassen, wenn Zölle und sonstige Abgaben gezahlt wurden oder die Güter in ein anderes Zolllager gebracht werden.
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