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- Hintergrund: Auswirkungen der isländischen Vulkanasche-Wolke
Ein leistungsfähiges Netzwerk - auch in der Krise
Fast eine Woche lang legte die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull Mitte April weite Teile des europäischen Luftraums lahm. Während sich das öffentliche und mediale Interesse vor allem auf die dadurch verursachten Ausfälle im Passagier-Flugverkehr und den wirtschaftlichen Schaden für die Fluggesellschaften konzentrierte, kam es auch im weltweiten Frachtverkehr zu erheblichen Behinderungen.
Die Aschewolke des isländischen Vilkans Eyjafjallajökull stellte Logistikunternehmen wie DHL vor eine schwierige Herausforderung.
Die Deutsche Post DHL als weltweit führender Post- und Logistikkonzern hat diese Herausforderung schnell angenommen und erfolgreich gemeistert. Sie hat damit die Leistungsfähigkeit ihres nationalen und internationalen Netzwerks auch in einer ungewöhnlichen Lage einmal mehr unter Beweis gestellt. Dabei kam den DHL-Mitarbeitern die reichhaltige Erfahrung des Unternehmens mit der logistischen Bewältigung von Ausnahmesituationen rund um den Globus zugute.
Im Fall der Aschewolke war das weltweit führende Logistikunternehmen vom ersten Tag an handlungsfähig. Bereits wenige Stunden nach Schließung des Luftraums in etlichen europäischen Ländern setzte DHL einen in internationaler Teamarbeit entwickelten Notfallplan mit alternativen Flugrouten und Ausweichlösungen über Straßentransporte in Kraft. Mit Hilfe dieses Notfallplans sollten große Rückstande beim Warentransport im Interesse der Kunden so weit wie möglich verhindert werden. Dank der schnellen Reaktion und der hohen Flexibilität in der Organisation wurde dieses Ziel in den Folgetagen erreicht.
Im Rahmen des Notfallplans hat DHL rund 100 Flüge, die ursprünglich für das Drehkreuz in Leipzig/Halle vorgesehen waren, zum Beispiel nach Rom, Bergamo oder Vittoria umgeleitet. Sendungen, die per Luftfracht von Leipzig aus starten sollten, wurden teilweise auch auf dem Landweg transportiert. Dafür wurden kurzfristig eine große Anzahl Lkw nach Leipzig beordert. Tägliche Telefonkonferenzen und Lageberichte gewährleisteten einen regelmäßigen Informationsfluss unter den einzelnen DHL-Landesgesellschaften und machten immer wieder flexible Anpassungen an kurzfristige Veränderungen der Situation im europäischen Luftraum möglich.
Die gute Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden - z.B. am Flughafen Leipzig/Halle - hat hierzu ebenfalls einen wichtigen Beitrag geleistet. So war DHL in der Lage, an jedem Tag der Krise einen angepassten Ablaufplan für interkontinentale und innereuropäische Transporte aufrecht zu erhalten. Lieferungen aus den USA oder Asien (oder umgekehrt) verspäteten sich zwar um wenige Tage, aber sie wurden auch in Zeiten des Flugverbots zugestellt - meist von Ausweichflughäfen über die Straße. Bei innereuropäischen Transporten kam es ebenfalls nur zu geringen Verspätungen.
DHL musste alle Flüge vom und zum europäischen Hub in Leipzig zu anderen Flughäfen umleiten.
Neben der Entwicklung und Umsetzung von Ausweichlösungen stand im Zuge der Krisenbewältigung ein weiterer Aspekt im Vordergrund: den Kunden zu jeder Zeit größtmögliche Transparenz über ihre Sendungen zu bieten. In der Praxis hieß das, die Sendungen trotz alternativer Transportwege weiterhin lückenlos zu scannen. Darüber hinaus erhielten die Kunden regelmäßig aktuelle Informationen über Entwicklung, Vorgehen und Lösungsmöglichkeiten. Durch die besonders intensive Betreuung gelang es den Kundenverantwortlichen bei DHL in den allermeisten Fällen, Verständnis bei ihren Ansprechpartnern für unvermeidliche Verzögerungen zu wecken. Kundenverluste wegen der Krisenfolgen hatte der Konzern nicht zu beklagen. Im Gegenteil: Viele Kunden haben das Engagement und die Kreativität von Deutsche Post DHL während dieser unerwarteten Ausnahmesituation positiv zur Kenntnis genommen und ausdrücklich gelobt.
Als der europäische Luftraum wieder geöffnet wurde, war DHL bereits am gleichen Tag in der Lage, die meisten der insgesamt rund 100 innereuropäischen Express-Flüge am europäischen Luftfrachtdrehkreuz in Leipzig/Halle wieder durchzuführen. Der interkontinentale Betrieb nach Asien, in die USA sowie in den Nahen Osten und Afrika verlief bereits vorher wieder normal. Auch in den anderen europäischen Ländern kehrte DHL binnen kürzester Zeit wieder zum Normalbetrieb zurück.
Ebenso krisenerprobt wie im Express-Geschäft erwies sich DHL auch im internationalen Frachtgeschäft: Durch ein globales Krisenmanagement und den bereichsübergreifenden Austausch mit den Express-Kollegen konnte DHL Global Forwarding, Freight schnell und proaktiv auf die sich laufend verändernde Situation reagieren und die verfügbaren Kapazitäten bestmöglich nutzen. So war es möglich, mehr als 60 Charterflüge über Ausweichrouten unter anderem über Flughäfen wie Saragossa und Madrid abzufertigen und damit den Rückstau von Waren für die Kunden zu begrenzen.
Auch in der Briefzustellung verhinderten erfolgreich umgesetzte Ausweichpläne größere Rückstände. In der Zeit, als das Nachtluftpostnetz der Deutschen Post still stehen musste, wurde der Brieftransport per Lkw über die Straße organisiert. Damit konnten auch zusätzliche Kosten vermieden werden. Beim Internationalen Postzentrum (IPZ) in Frankfurt am Main startete bereits einen Tag vor der offiziellen Öffnung des Luftraums die erste Maschine mit IPZ-Sendungen in Richtung Chicago.
Zum Gesamtschaden, den die Aschewolke aus Island direkt und indirekt verursacht hat, gibt es noch keine zuverlässigen Berechnungen. Der internationale Luftfahrtverband IATA bezifferte die Kosten für die Fluggesellschaften auf mehr als 1,7 Milliarden Dollar. Für die Deutsche Post DHL waren die finanziellen Schäden dank des schnellen und effizienten Krisenmanagements dagegen vernachlässigbar.
Für weitere Informationen für Journalisten stehen Ihnen unsere Pressesprecher gerne zur Verfügung.
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