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Hintergrund zum Unternehmensbereich BRIEF
Auch anderthalb Jahre nach der vollständigen Öffnung des deutschen Briefmarkts hat die Deutsche Post eine starke Stellung im Markt: Über 95 Prozent aller Brief kommen am Tag nach ihrer Aufgabe an sechs Tagen in der Woche beim Empfänger an.
Die Dienste der Deutschen Post können heute an mehr Stellen als jemals zuvor in Anspruch genommen werden. So betreibt die Deutsche Post allein rund 14.000 Filialen in Deutschland. Hinzu kommen 2.000 Packstationen, 1.000 Paketboxen und 2.500 Verkaufspunkte für Brief- und Paketmarken. Dank ihres einzigartigen Leistungsportfolios und des hohen Qualitätsniveaus konnte die Post auch ihren Marktanteil im vergangenen Jahr stabil bei fast 90 Prozent halten.
Um diese starke Stellung auch in Zukunft zu behaupten, muss die Deutsche Post jetzt die richtigen Weichen stellen. Der Rückgang im EBIT vor Einmaleffekten von rund 30 Prozent im ersten Halbjahr ist nicht allein auf die Wirtschaftskrise, sondern auch auf höhere Lohnkosten sowie die veränderte Nachfrage zurückzuführen. Im Rahmen der Strategie 2015, die darauf abzielt, die beiden Säulen Deutsche Post und DHL zu stärken, hat der Unternehmensbereich BRIEF daher ein umfangreiches Zukunftsprogramm aufgelegt.
Worum es geht: Ziel ist auf der einen Seite Arbeitsplätze und auf der anderen Seite die Profitabilität zu sichern - mit Hilfe von Maßnahmen zur Kostensenkung sowie innovativen Produkten. Bereits im ersten Halbjahr hat der Unternehmensbereich BRIEF seine direkten Kosten um 180 Millionen Euro reduziert, indem er unter anderem die Produktivität weiter erhöht hat. Im zweiten Halbjahr sollen weitere Einsparungen hinzukommen, so dass sich die Maßnahmen insgesamt mit rund 300 Millionen Euro auf das diesjährige EBIT auswirken.
Um die Kostenbasis nachhaltig zu senken, plant die Deutsche Post, die wöchentliche Arbeitszeit ohne Lohnausgleich von derzeit 38,5 auf 40 Stunden zu erhöhen und die tariflich vereinbarte Lohnerhöhung zu verschieben. Außerdem sollen sich die Einstiegslöhne für neue Mitarbeiter am Mindestlohn orientieren. Mittelfristig wird die Deutsche Post darüber hinaus ihre Mitarbeiterzahl reduzieren, allerdings mit dem Ziel, keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen.
Auf der anderen Seite stehen die neuen Produkte: Hier ist die Deutsche Post bereits jetzt mit Produkten wie Stampit, Internetmarke, Plusbrief Individuell oder Handyporto Vorreiter. Um aber zum Rundum-Anbieter für Kommunikation zu werden, will der Konzern seine Kunden zukünftig auch bei der Digitalisierung ihrer Kommunikation unterstützen: Mit dem "Brief im Internet" überträgt die Deutsche Post die Sicherheit des physischen Briefs und das Briefgeheimnis ins Netz. Ein interner Testversuch läuft bereits seit Mitte Juli, ein Markttest ist für das vierte Quartal geplant.
Für weitere Informationen für Journalisten stehen Ihnen unsere Pressesprecher gerne zur Verfügung.
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