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- 20. Mär. 07: Deutsche Post World Net mit gutem Jahresabschluss 2006
Deutsche Post World Net mit gutem Jahresabschluss 2006
Die Deutsche Post World Net hat in Bonn eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2006 gezogen und eine Dividendenerhöhung auf 75 Cent in Aussicht gestellt. Für 2007 kündigte der Konzern eine leichte Steigerung des Umsatzes sowie des operativen Gewinns ohne Sondereffekte an. "Unsere gute operative Performance in 2006 - vor allem im vierten Quartal - zeigt, dass unsere Strategie der Internationalisierung aufgeht", sagte Konzernchef Dr. Klaus Zumwinkel. "Schon heute erwirtschaften wir rund 60 Prozent unserer Umsätze im Ausland und mehr als die Hälfte des operativen Gewinns mit Dienstleistungen außerhalb des Unternehmensbereichs BRIEF."
Die Integration des britischen Logistikers Exel mit 110.000 Mitarbeitern ist im Berichtsjahr reibungslos vorangekommen; die Bausparkasse BHW konnte früher als geplant in den Konzern integriert werden. Zumwinkel: "Wir haben mit Exel die größte Integration unserer Industrie und zusammen mit BHW die größte unserer eigenen Konzerngeschichte vollzogen und das mit großem Erfolg - was man an den Zahlen ablesen kann." Mit der Übernahme von Williams Lea wurde darüber hinaus das Angebot an Mehrwertleistungen im Unternehmensbereich BRIEF ausgebaut. Insgesamt verfügt der Konzern heute über eine stabile und in der Branche einmalige Basis für profitables organisches Wachstum. Diese Plattform wird durch die Anfang 2007 gestartete strategische Konzerninitiative "First Choice" weiter gestärkt. In den kommenden zwei Jahren wird "First Choice" im gesamten Konzern mehr als 5.000 Projekte umfassen, die entscheidend zur Erreichung der für 2009 gesetzten Ziele beitragen sollen.
Um die Zukunft der Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern, müssen die weiteren Liberalisierungsschritte beim Brief vernünftig und verantwortungsbewusst vollzogen werden. "Wir sind besorgt angesichts der politischen Rahmenbedingungen bei der vollständigen Öffnung des deutschen Briefmarktes", sagte Zumwinkel. Die aktuelle Situation, in der die Liberalisierung im europäischen Gleichklang nicht geregelt ist und die Konkurrenten ungehindert Lohndumping betreiben können, verhindert einen fairen Wettbewerb. "Die Deutsche Post wird weiterhin den Universaldienst in Deutschland flächendeckend gewährleisten", so Zumwinkel.
Finanzkennzahlen
Im Geschäftsjahr 2006 stieg das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit auf EBIT-Basis um 2,9 Prozent von 3,76 Milliarden auf 3,87 Milliarden Euro, einschließlich der kommunizierten positiven Sondereffekte. Der Konzernumsatz wuchs um 35,8 Prozent auf 60,55 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn ging um 14,3 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro zurück. Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Deutsche Post World Net im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Anteil an der Postbank auf 50 Prozent plus eine Aktie verringert hat. Das Ergebnis je Aktie fiel um 19,6 Prozent auf 1,60 Euro.
Unternehmensbereich BRIEF
Im Unternehmensbereich BRIEF hat der Konzern die erwarteten Umsatzrückgänge im Heimatmarkt durch Wachstum im internationalen Geschäft mehr als ausgleichen können. Der Umsatz ist nach einem erfreulich starken vierten Quartal um 3,2 Prozent auf 13,29 Milliarden Euro gewachsen. Das EBIT stieg, auch durch erfolgreiches Kostenmanagement, leicht von 2,03 Milliarden Euro auf 2,05 Milliarden Euro.
Unternehmensbereich EXPRESS
Der Unternehmensbereich EXPRESS hat seinen Umsatz um 2,2 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro gesteigert. Nachdem in der zweiten Jahreshälfte die Trendwende in den USA eingeleitet wurde, hat EXPRESS im Berichtsjahr ein EBIT von 325 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Jahr 2005 hatte der Unternehmensbereich noch einen Verlust von 23 Millionen Euro verbucht.
Der Vorstand des Konzerns (v.l.): Frank Appel, John Mullen, Walter Scheurle, Wulf von Schimmelmann, Klaus Zumwinkel, Hans-Dieter Petram, Edgar Ernst, John Allan
Unternehmensbereich LOGISTIK
Der Bereich LOGISTIK konnte seinen Umsatz im Berichtsjahr noch stärker als erwartet steigern. Der Umsatz hat sich auf 22,74 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Dazu haben alle drei Geschäftsfelder mit nachhaltigem organischen Wachstum beigetragen. Die Akquisitionseffekte beliefen sich auf 11,64 Milliarden Euro, wovon der größte Anteil aus dem Erwerb von Exel stammt. Das EBIT stieg auf 762 Millionen Euro von 346 Millionen Euro.
Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN
Das EBIT des Unternehmensbereichs FINANZ DIENSTLEISTUNGEN, der im Wesentlichen aus der Postbank besteht, ist im Jahr 2006 erstmals auf 1 Milliarde Euro von 863 Millionen Euro gestiegen.
Ausblick
Für das laufende Jahr geht die Deutsche Post World Net von einem insgesamt positiven Geschäftsverlauf aus. Der Konzern erwartet einen leicht steigenden Umsatz. Das EBIT sollte bei mindestens 3,6 Milliarden Euro liegen. Das entspricht einer Steigerung von mindestens 3 Prozent zum vergleichbaren Wert des Vorjahres, in dem sich Sondereffekte wie die Ausübung der Umtauschanleihe auf Postbank-Aktien sowie der damit verbundene Verkauf von Anteilen an der Deutschen Postbank (insgesamt 276 Millionen Euro) positiv auf das Ergebnis ausgewirkt haben.
Im Unternehmensbereich BRIEF wird ein stabiler bis leicht steigender Umsatz erwartet. Der Konzern rechnet damit, Umsatzverluste im nationalen Briefgeschäft durch die übrigen Geschäftsfelder mehr als auszugleichen. Das EBIT sollte bei 2 Milliarden Euro stabil bleiben. Im Unternehmensbereich EXPRESS ist für das Jahr 2007, ohne die Sondereffekte aus dem Aufbau des neuen Luftdrehkreuzes in Leipzig, von einem EBIT von mehr als 500 Millionen Euro auszugehen. Inklusive dieser Aufwendungen sollte das EBIT bei mindestens 400 Millionen Euro liegen.
Für den Unternehmensbereich LOGISTIK erwartet der Konzern für 2007 ein prozentual hohes einstelliges Umsatzwachstum. Der EBIT-Anstieg sollte bei rund 15 Prozent liegen. Im Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN sollen die Erlöse auch durch kontinuierlich steigende Beiträge der BHW zunehmen. Der Konzern rechnet damit, dass das EBIT im Bereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN, einschließlich Sonderaufwen-dungen von rund 100 Mio. Euro, um mindestens 5 Prozent ansteigen wird.
Für weitere Informationen für Journalisten stehen Ihnen unsere Pressesprecher gerne zur Verfügung.