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- 19. Apr. 08: Tarifverhandlung 2008: Deutsche Post legt attraktives Angebot vor
Deutsche Post legt attraktives Angebot vor
Düsseldorf, 19.04.2008, 11:30 MESZDie Deutsche Post hat der Gewerkschaft verdi nach eigenen Worten ein attraktives Angebot vorgelegt.
Danach wird der Kündigungsschutz bis zum 30. Juni 2011 verlängert. Die Löhne der tariflichen Mitarbeiter sollen in den nächsten zwei Jahren um rund 5,5 Prozent ansteigen. Im Gegenzug würden die Arbeitszeiten der Mitarbeiter moderat angehoben. Das bedeutet, dass die Arbeitnehmer künftig eine halbe Stunde pro Woche länger arbeiten; das sind sechs Minuten am Tag.
Die Beamten sollen künftig 40 statt 41 Stunden arbeiten; das ist eine Stunde weniger als bei allen Bundesbeamten üblich und seit dem 1. April bei der Post ebenfalls gültig. Verdi hat dieses Angebot ausgeschlagen.
Dazu sagte Personalvorstand Walter Scheurle: "Wer 39 Monate Kündigungsschutz bei einer angemessenen Lohnerhöhung für sechs Minuten längere Arbeitszeit am Tag ausschlägt, vertritt nicht wirklich die Interessen unserer Mitarbeiter."
Die Deutsche Post sei weiter uneingeschränkt gesprächsbereit
Die Deutsche Post betonte ihre Bereitschaft zur Fortsetzung des Beschäftigungspaktes und damit zum Erhalt der Arbeitsplatzsicherheit sowie zu einer für die Arbeitnehmer attraktiven, aber auch wirtschaftlich angemessenen Lohnerhöhung. Dies setze aber voraus, dass der Sozialpartner bereit sei, über eine Erhöhung der Arbeitszeit zu sprechen.
Nach Einschätzung der Deutschen Post entsprechen Arbeitsplatzsicherheit und Einkommenserhöhung den vorrangigen Interessen der Beschäftigten. Die starre Haltung von verdi in der Arbeitszeitfrage sei offensichtlich eher dogmatisch und in strategischen und Imagezielsetzungen begründet.
Personalvorstand Walter Scheurle sagte zudem: "Es sollte das gemeinsame Interesse beider Seiten sein, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in einem liberalisierten und hochkompetitiven Markt zu erhalten. Die Deutsche Post bleibt bei ihrer konstruktiven Grundhaltung und ist uneingeschränkt gesprächsbereit. Jetzt ist es an Verdi sich zu bewegen, um zu einer friedlichen Lösung des Tarifkonflikts beizutragen."
Für weitere Informationen für Journalisten stehen Ihnen unsere Pressesprecher gerne zur Verfügung.