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- 28. Apr. 10: Deutsche Post DHL zeigt sich zuversichtlich für laufendes Geschäftsjahr
Deutsche Post DHL zeigt sich zuversichtlich für laufendes Geschäftsjahr
- Vorstandsvorsitzender Frank Appel auf der heutigen Hauptversammlung: "Wir werden überdurchschnittlich von der Belebung der Weltwirtschaft profitieren"
- Wirtschafts- und Finanzmarktkrise 2009 erfolgreich gemeistert, unveränderte Dividende von 60 Euro Cent je Aktie vorgeschlagen
- Um weitere Nachhaltigkeitskomponente ergänztes Vergütungssystem den Aktionären vorgestellt
Vor dem Hintergrund des Anstiegs der weltweiten Handelsvolumina erwartet der weltweit führende Post- und Logistikkonzern, Deutsche Post DHL, für das laufende Jahr höhere Umsätze und ein verbessertes Konzernergebnis. Das bekräftigte der Vorstandsvorsitzende Frank Appel auf der heutigen Hauptversammlung des Unternehmens in Frankfurt am Main.
"Wir haben die Krise erfolgreich gemeistert und unsere Position als weltweit führender Logistikdienstleister und Europas größtes Postunternehmen in einem sehr widrigen Umfeld weiter gefestigt. Diese einzigartige Positionierung wird es uns ermöglichen, überdurchschnittlich von der zunehmenden Belebung der Weltwirtschaft zu profitieren", erklärte Appel. Die in den ersten Monaten des laufenden Jahres beobachtete spürbare Volumenerholung zeuge von einem zunehmenden wirtschaftlichen Aufschwung, so der Vorstandsvorsitzende. Dies stütze den grundsätzlichen Optimismus für die weitere Entwicklung des Konzerns im laufenden Jahr. Details zur Volumen- und Geschäftsentwicklung wird Deutsche Post DHL mit dem Zwischenbericht für das erste Quartal am 11. Mai 2010 veröffentlichen.
Rückblick 2009: Ergebnisziel übertroffen
Im Geschäftsjahr 2009 hatte die Deutsche Post DHL die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise erfolgreich gemeistert und ihre selbst gesetzten Ziele in einem sehr herausfordernden Marktumfeld übertroffen. Das EBIT vor Einmaleffekten belief sich auf 1,47 Milliarden Euro und lag damit über der im Jahresverlauf angehobenen Prognose. Der Konzerngewinn erreichte 644 Millionen Euro; 2008 war ein Verlust von 1,7 Milliarden Euro angefallen. Unter anderem spiegeln sich darin die zur Sicherung der Profitabilität in allen Bereichen umgesetzten Maßnahmen wider. So hat das IndEx-Programm bis Ende des vergangenen Jahres Einsparungen von mehr als 1,1 Milliarden Euro erbracht - 100 Millionen Euro mehr und ein ganzes Jahr früher als ursprünglich geplant. Das Ergebnis je Aktie stieg von minus 1,40 Euro im Vorjahr auf 0,53 Euro im Geschäftsjahr 2009.
Auch im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung konnte Appel von erheblichen Fortschritten im vergangenen Jahr berichten: "Unser Konzern ist heute besser positioniert als je zuvor." Hierzu hätten vor allem die Portfolio-Bereinigungen und die konsequente Umsetzung der im vergangenen Jahr vorgestellten Strategie 2015 einen erheblichen Beitrag geleistet. Zu Beginn des vergangenen Jahres hatte der Konzern mit dem Verkauf der Postbank seinen Fokus auf die Kerngeschäftsfelder Brief und Logistik gerichtet. Ende 2009 habe man sich darüber hinaus von dem nationalen Expressgeschäft in Großbritannien getrennt, ließ Appel verlauten.
Stabile Dividende als Signal für Verlässlichkeit
Basierend auf den positiven Resultaten für das vergangene Jahr und der Zuversicht hinsichtlich der künftigen Entwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung für 2009 eine unveränderte Dividende von 60 Euro Cent je Aktie vor. Diese wird auch in diesem Jahr steuerfrei ausgeschüttet. Bezogen auf den Jahresschlusskurs der Aktie ergibt sich daraus eine Netto-Dividendenrendite von 4,4 Prozent. Für die Zukunft strebt der Konzern als einen zentralen Bestandteil seiner neuen, auf Kontinuität ausgerichteten Finanzstrategie eine Ausschüttungsquote von 40 bis 60 Prozent an. In seinen Ausführungen machte Appel deutlich, dass dieses Bekenntnis als ein klares Signal für Verlässlichkeit und Berechenbarkeit in der Zukunft zu verstehen sei.
Vorstellung des angepassten Vergütungssystems für Vorstandsmitglieder
Auf der Tagesordnung der Hauptversammlung stehen daneben unter anderem die Erneuerung der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien - auch durch Derivate - sowie die Billigung des Ende vergangenen Jahres angepassten Vergütungssystems für Vorstandsmitglieder. Die für alle nach dem 5. August 2009 geschlossenen Verträge und Vertragsverlängerungen geltende Neuerung zeichnet sich vor allem durch die Ergänzung um eine weitere Nachhaltigkeitskomponente aus. Danach wird künftig die Hälfte der Jahreserfolgsvergütung in eine Mittelfristkomponente mit dreijährigem Bemessungszeitraum überführt. Die Auszahlung erfolgt erst nach drei Jahren und nur dann, wenn die Nachhaltigkeitsziele erreicht werden. Mit diesem Schritt soll die Ausrichtung der Vorstandsvergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung weiter erhöht werden.
Ausblick
Für das Gesamtjahr wird eine Steigerung des EBIT vor Einmaleffekten auf 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro erwartet. Dabei soll der Ergebnisbeitrag der DHL-Unternehmensbereiche erstmals etwa gleich hoch ausfallen wie derjenige des Unternehmensbereichs BRIEF. "Wir setzen für die Zukunft auf DHL als treibende Kraft für die Steigerung des Konzerngewinns", sagte Appel. Insgesamt werde die Deutsche Post DHL im laufenden Jahr "mit innovativen Produkten, einer hohen Servicequalität und der kontinuierlichen Entwicklung spezifischer Lösungen das Leben unserer Kunden weiter vereinfachen", so Appel. Nur so könne das Unternehmen Wachstum generieren und die Profitabilität des Konzerns nachhaltig verbessert werden. Auch für das Jahr 2011 erwartet Appel eine Fortsetzung des positiven Ergebnistrends.
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