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- Interview mit Jürgen Gerdes zum GoGreen-Versand
Klimaschutz für Privatkunden inklusive
Vier Fragen an Jürgen Gerdes, Konzernvorstand BRIEF und verantwortlich für das Paketgeschäft der Deutschen Post DHL, zur Bedeutung umweltfreundlicher Versandservices für Privatkunden:
Konzernvorstand BRIEF Jürgen Gerdes
Herr Gerdes, Sie bieten ab sofort den "grünen" Paketversand für Privatkunden deutschlandweit ohne Aufpreis an. Was sind Ihre Gründe?
Jürgen Gerdes: Klimaschutz und ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Umwelt - das geht uns alle an. Als führendes Logistikunternehmen sehe ich uns hier besonders in der Verantwortung, die Auswirkungen unseres Geschäfts auf die Umwelt zu minimieren. Und mit dem grünen Paketversand kann jetzt jeder ganz einfach und unkompliziert einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten - einfach indem er seine privaten Pakete mit der Deutschen Post DHL versendet.
Trifft das Thema "klimaneutraler Versand" überhaupt den Nerv der Kunden?
Jürgen Gerdes: Auf jeden Fall. Wir haben bislang sehr gute Erfahrungen mit dem klimaneutralen Versand gemacht. Allein im vergangenen Jahr hat die Deutsche Post DHL weltweit rund 1,7 Milliarden GOGREEN-Sendungen transportiert. Insgesamt konnten wir so mehr als 50.000 Tonnen CO2 für unsere Kunden ausgleichen. Das Angebot kommt also an. Das belegt auch unsere Marktforschung. Laut unserer Studie "Delievering Tomorrow: Zukunft Nachhaltige Logistik" wären sogar 57 Prozent unserer Geschäftskunden und 51 Prozent der Privatkunden bereit, einen Aufpreis für den klimaneutralen Versand von Briefen und Paketen zu bezahlen.
Beim CO2-Ausgleich werden die Emissionen nicht verringert, sondern ausgeglichen. Genügt das?
Jürgen Gerdes: Durch Investitionen in anerkannte und zertifizierte Klimaschutzprojekte können wir den CO2-Ausstoß neutralisieren. Grüne Logistik, für die die Deutsche Post DHL steht, geht aber weiter. Deshalb reduzieren wir auch unseren effektiven CO2Ausstoß. Die Deutsche Post DHL hat sich als erster weltweit agierender Logistikkonzern ein CO2-Effizienzziel gesetzt: Bis zum Jahr 2020 werden wir die CO2-Effizienz gegenüber 2007 um 30 Prozent verbessern. Wie wir das schaffen? Wir setzen umweltfreundliche Fahrzeuge in unserer Straßenverkehrsflotte ein - schon heute gibt es über 3.000 gelbe Fahrzeuge mit Hybrid- oder Elektromotor; wir verbessern die Energieeffizienz in unseren Gebäuden; wir investieren in moderne Flugzeuge und unsere zahlreichen Briefzusteller in den deutschen Städten sind traditionell umweltfreundlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs.
Packstation
Mit der DHL Packstation können Sie Städte im Kampf gegen das steigende Verkehrsaufkommen und die zunehmenden CO2- und Feinstaub-Emissionen unterstützen. Allein in Köln wurden im Jahr 2005 insgesamt über 40.000 km und elf Tonnen an CO2-Emissionen durch die Nutzung der 33 über das Stadtgebiet verteilten Packstationen eingespart. Gleichzeitig konnte die Feinstaubbelastung durch Zustellverkehre um ein Prozent gesenkt werden.
Sieht der Bürger, was die Deutsche Post für den Klimaschutz tut?
Jürgen Gerdes: Das tut er allenthalben: Wir setzen schon jetzt in ersten Zustellbezirken - beispielsweise in der Berliner Innenstadt - klimafreundliche Elektrofahrzeuge in der Paketzustellung ein. Auch die Packstation ist ein sehr gutes und in jeder Beziehung erfolgreiches Beispiel. Sie ist für die Kunden nicht nur bequem, weil sie ihre Pakete 24 Stunden - wann immer sie wollen - abholen können. Mit den Packstationen hat sich auch der Wegeaufwand für die Zusteller und für die Kunden verringert. Weniger Wege bedeuten weniger CO2 und weniger Feinstaub-Belastungen in den Städten.
Die durchschnittliche CO2-Emission pro Paket ist seit 2007 von 630 Gramm auf unter 500 Gramm gesunken. Das ist eine Reduzierung von mehr als 20 Prozent in vier Jahren. Zum Vergleich: Mit einem Wert von 500 Gramm CO2 kommt ein modernes Mittelklasse-Fahrzeug nicht einmal 3,5 km weit. Bei der Deutschen Post DHL kommt ein Paket damit durch ganz Deutschland.
Für weitere Informationen für Journalisten stehen Ihnen unsere Pressesprecher gerne zur Verfügung.
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