- Startseite
- Presse
- Specials
- Glücksatlas Deutschland 2011
- Methodik der Studie
Wie sich Lebenszufriedenheit messen lässt
Der Glücksatlas 2011 ist die umfangreichste und aktuellste Bestandsaufnahme zur Lebenszufriedenheit in Deutschland. Er analysiert, wie stark Faktoren wie Einkommen, Beruf, Familie, Gesundheit und Kultur zur Lebenszufriedenheit beitragen und wie sie regional verteilt sind.
Der Glücksatlas 2011 basiert vor allem auf den Daten des sozio-oekonomischen Panel (SOEP). Das SOEP führt seit 1984 jährliche, repräsentative Umfragen durch, in denen mehr als 12.000 Haushalte über ihre allgemeine subjektive Lebenszufriedenheit befragt werden. Die Kernfrage lautet: "Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig, alles in allem, mit Ihrem Leben?" Antwortvorgabe ist eine Skala von 0 = ganz und gar unzufrieden; 10 = ganz und gar zufrieden. Der umfassende Fragenkatalog erfasst ökonomische, soziale und subjektive Variablen. Unter anderem wird auch nach der Zufriedenheit mit der Arbeit und der Gesundheit gefragt.
In Regressionsanalysen wurde ermittelt, welcher Zusammenhang beispielsweise zwischen Alter, Geschlecht, Familienstand und der allgemeinen Lebenszufriedenheit besteht. Somit spiegelt der Glücksatlas 2011 auch den aktuellen Forschungsstand in der Glücksökonomie wider. Neben dem SOEP basiert der Glücksatlas auch auf Daten des Statistischen Bundes-amtes inklusive der Einkommens- und Verbraucherstichprobe (EVS) sowie auf Daten des Instituts für Demoskopie Allensbach vom Frühjahr 2011. Das Institut hat in einer repräsentativen Umfrage 1.800 Deutsche in der Bevölkerung nach ihrer Arbeitszufriedenheit befragt.
Wichtig für die Lektüre des Glücksatlas ist die Unterscheidung zwischen Korrelation einerseits und Kausalität andererseits. So zeigt sich z.B., dass Menschen mit höherer Schulbildung signifikant glücklicher sind als Menschen ohne Schulabschluss. Die höhere Bildung muss aber nicht die Ursache der größere Zufriedenheit sein, denn eine gute Ausbildung verschafft höhere Einkommen und bessere Beschäftigungschancen, was seinerseits die Zufriedenheit erhöht. Erst eine Regressionsanalyse schließt statistisch diese indirekten Effekte aus. Dabei ergibt sich, dass Bildung für sich so gut wie keinen glückssteigernden Wert hat.