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Geschichte
500 Jahre Postgeschichte - von der Gründung des neuzeitlichen Postwesens bis hin zum Aufbau der weltweit führenden Logistikgruppe.
Erster Nachhaltigkeitstag von Deutsche Post DHL
Die Deutsche Post DHL lädt erstmals zu einem Nachhaltigkeitstag ein. In ihrer Bonner Unternehmenszentrale diskutieren Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über unternehmerische Verantwortung im 21. Jahrhundert, die sich wandelnden Anforderungen der Arbeitswelt an Arbeitgeber und Arbeitnehmer und die Erwartungen von Investoren an eine nachhaltige Unternehmensführung.
"Wir wollen als global tätiges Unternehmen nicht nur Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernehmen, sondern auch den Dialog über nachhaltiges unternehmerisches Handeln mit allen gesellschaftlichen Akteuren vorantreiben", betont Konzernchef Frank Appel.
E-Postbrief
Die Deutsche Post beginnt eine neue Ära der Briefkommunikation: Der E-Postbrief geht an den Start. Von nun an können sich Kunden ihre persönliche E-Postbrief-Adresse sichern. Mit dem E-Postbrief können Privatpersonen, Unternehmen und Verwaltungen sicher im Internet miteinander kommunizieren. Zudem können Unternehmen und Verwaltungen mit dem E-Postbrief ihren Kundenservice deutlich verbessern und Geld einsparen.
Der E-Postbrief ist genauso verbindlich, vertraulich und verlässlich wie der Brief - dabei aber so schnell wie eine E-Mail. "Wir bringen das Briefgeheimnis ins Internet", sagt Jürgen Gerdes, Konzernvorstand BRIEF. "Mit dem E-Postbrief machen wir unser erfolgreichstes Produkt, den Brief, noch besser. Es bleibt ein Brief, aber er wird noch schneller."
Strategie 2015
Der Konzern tritt ab sofort unter dem Namen Deutsche Post DHL auf. Der neue Name steht für übersichtliche Strukturen, eine neue Durchlässigkeit im Konzern und integrierte Lösungen für die Kunden.
Die neue Konzernstrategie beinhaltet im Wesentlichen eine auf die Deutsche Post und DHL ausgerichtete Konzernstruktur und eine engere Verzahnung der DHL Geschäftsfelder, unter anderem durch die Schaffung eines zusätzlichen übergreifenden Führungsgremiums. Hinzu kommen Programme zur Vereinfachung der Planungsprozesse, eine noch stärkere Fokussierung auf die sich verändernden Bedürfnisse der Kunden sowie die Untermauerung der von Frank Appel propagierten offenen Führungskultur mit einem Anreizsystem, das Leistung und respektvolles Miteinander in den Mittelpunkt stellt.
Verkauf Postbank
Die Deutsche Post AG verkauft eine Minderheitsbeteiligung von 22,9 Prozent an der Postbank an die Deutsche Bank. Die Transaktion wird am 14. Januar 2009 abgeschlossen und ist die erste Tranche des Verkaufsprozesses. Der Anteil von 22,9 Prozent entspricht 50 Millionen Postbank-Aktien. Damit zieht sich die Deutsche Post schrittweise aus dem Bankengeschäft zurück. In den folgenden drei Jahren hat die Deutsche Bank die Option zur Übernahme weiterer 27,4 Prozent an der Postbank.
Luftfrachtdrehkreuz Leipzig/Halle eröffnet
DHL nimmt das europäische Luftfrachtdrehkreuz am Flughafen Leipzig/Halle in Betrieb. "Unser neues Drehkreuz ist ein logistisches Zentrum von Weltformat", sagt Postchef Frank Appel. "Damit bauen wir langfristig unsere führende Position im globalen Expressgeschäft aus und geben mit diesem Tor zur Welt den Menschen und der Wirtschaft in einer aufstrebenden Region Ostdeutschlands wichtige Impulse."
Entscheidende Kriterien für die Standortwahl waren die Lage des Flughafens mit Nähe zu den Wachstumsmärkten im Osten Europas, die langfristige Planungssicherheit durch eine umfassende Nachtflugerlaubnis, das Potenzial an motivierten und gut ausgebildeten Arbeitskräften sowie eine Infrastruktur, die eine zukunftsorientierte Kombination der Verkehrsträger Luft, Straße und Schiene ermöglicht.
Das Luftdrehkreuz ist der erste Konzern-Standort, der seinen Bedarf an Strom, Heiz- und Kühlenergie zum großen Teil selbst decken kann. Dafür sorgen ein Blockheizkraftwerk zur Kraft-Wärme-Kopplung und 1.000 Quadratmeter Solarzellen auf der Dachfläche der Werkstatt am Hangar zur Stromgewinnung aus Sonnenenergie. Darüber hinaus stellen zwei unterirdische Zisternen jährlich rund 3.000 Kubikmeter Regenwasser bereit, das statt Trinkwasser für die Flugzeugwäsche verwendet wird.
Konzern startet Klimaschutzprogramm GoGreen
Deutsche Post DHL hat sich als erstes großes Unternehmen der Logistikbranche ein messbares Klimaschutzziel gesetzt: Pro verschicktem Brief, pro transportiertem Container und genutztem Quadratmeter Fläche soll der CO2-Ausstoß bis 2020 um 30 Prozent gesenkt werden.
Die wesentlichen Hebel des Klimaschutzprogramms GoGreen sind die Optimierung der Luft- und Bodenflotten, die Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden und Anlagen, die Entwicklung innovativer Technologien, die Motivation der Mitarbeiter sowie die Einbeziehung der Subunternehmer. Darüber hinaus wird das Unternehmen die Palette seiner GoGreen-Produkte und -Dienstleistungen weiter ausbauen und in neuen Märkten einführen.
Frank Appel wird neuer Postchef
Nachdem Klaus Zumwinkel sein Amt als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post niedergelegt hat, wird Frank Appel am 18. Februar vom Aufsichtsrat zum Nachfolger bestimmt.
Appel ist seit 2002 Vorstandsmitglied und war bislang für den Unternehmensbereich Logistik, für Brief International, das Regulierungsmanagement sowie als Querschnittsverantwortung für die 100 größten Kunden (Global Customer Solutions) zuständig.
Eröffnung des DHL Innovation Centers
Mit der Errichtung des DHL Innovation Centers in Troisdorf bei Bonn baut der Konzern seine Rolle als Innovationsführer in der weltweiten Logistik aus.
Das hochmoderne Forschungs- und Entwicklungszentrum soll aus logistischen Zukunftstrends heraus neue, marktfähige Produkte mit hohem Innovationsgrad entwickeln.
Die im DHL Innovation Center vorangetriebenen Projekte werden gemeinsam mit Innovationspartnern aus der Wirtschaft wie IBM, Intel und SAP realisiert. Daneben pflegt das DHL Innovation Center Forschungspartnerschaften mit den Logistikinstituten des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston und Saragossa und den deutschen Fraunhofer-Instituten. Zusätzlich wird Kunden, Geschäftspartnern und interessierten Bürgern in angeschlossenen Ausstellungsräumen ein Einblick in die neuesten Technologien der Logistikbranche ermöglicht.
Konzern präsentiert Kapitalmarktprogramm "Roadmap to Value"
Mit dem Kapitalmarktprogramm "Roadmap to Value" will der Konzern seine herausragende Marktposition noch besser nutzen, um zusätzlichen Wert für seine Aktionäre zu schaffen. So soll die Deutsche Post DHL nicht nur die Nummer eins für Kunden und Mitarbeiter sein, sondern auch das attraktivste Investment der Branche werden.
"Nach einer Phase der Expansion und der Schaffung des führenden Logistikdienstleisters stehen wir nun am Beginn einer neuen Ära", sagt der Vorstandsvorsitzende Dr. Klaus Zumwinkel. "Wir werden eine Reihe von langfristigen Maßnahmen einführen, die dabei helfen sollen, die Profitabilität zu verbessern, mehr Cash zu generieren, unsere Aktionäre stärker am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen und die Transparenz zu erhöhen."
Serviceoffensive "First Choice"
Mit der Serviceoffensive "First Choice" will der Konzern mit seinen Marken DHL, Deutsche Post und Postbank für jeden Kunden die erste Wahl werden. Der Weg zu diesem Ziel besteht in der konsequenten Orientierung jedes einzelnen Mitarbeiters an der Kundenzufriedenheit.
Insgesamt sollen im Rahmen von First Choice weltweit mehr als 1000 Einzelprojekte angestoßen werden. Im Fokus steht die Frage, wie Kundenzufriedenheit erhöht werden kann, sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft.
Übernahme von Exel
Für 5,5 Milliarden Euro übernimmt die Deutsche Post im Dezember 2005 den britischen Logistik-Konzern Exel. Rund 111.000 Mitarbeiter sind für Exel in 135 Ländern tätig.
Exel bietet vor allem Transport- und Logistiklösungen für Großkunden. Das erste Halbjahr 2005 schließt das Unternehmen mit einem Gewinnsprung um 55 Prozent auf 172 Millionen Pfund (251 Millionen Euro) ab.
DHL führt neue Unternehmensbekleidung ein
Nach umfangreichen Mitarbeiterbefragungen und Praxistests in den verschiedenen Klimazonen sowie unter Berücksichtigung kultureller Unterschiede führt DHL ab August 2005 eine neue, einheitliche Unternehmensbekleidung ein.
Innerhalb von neun Monaten erhalten 110.000 DHL-Mitarbeiter in über 200 Ländern und Territorien rund 1,4 Millionen Kleidungsstücke. Die Kollektion umfasst über 60 Einzelteile und bietet drei bis fünf verschiedenen Längen, 19 Weiten und bis zu 113 Größen.
Deutsche Post nicht mehr mehrheitlich im Staatsbesitz
Im Juni 2005 veräußert die KfW Bankengruppe 126,5 Millionen Aktien der Deutschen Post, nunmehr befinden sich über 53,8 Prozent aller Post-Aktien im Streubesitz. Fünf Jahre nach dem Börsengang ist der Konzern somit nicht mehr mehrheitlich im Staatsbesitz.
DHL Global Mail: Die Marke für internationale Briefdienstleistungen
Die internationalen Briefdienstleistungen außerhalb Deutschlands werden unter ein neues Markendach gestellt. Aus Deutsche Post Global Mail wird DHL Global Mail. Mit dieser Entscheidung verfolgt der Konzern konsequent sein One-Stop-Shopping Konzept und bietet weltweit Brief-, Express- und Logistiklösungen aus einer Hand an.
Die neue Marke wurde am 18. Oktober in Amerika und im asiatisch-pazifischen Raum eingeführt. In einem zweiten Schritt erfolgt im Januar 2005 die Umstellung in Europa.
In den USA heißt die neue Marke DHL Smart&GlobalMail. Die Kombination aus Smart und Global verbindet die nationalen Services der in den USA etablierten Marke SmartMail mit dem Know-how der Global Mail im internationalen Briefversand.
Deutsche Post legt ersten Personal- und Sozialbericht vor
Die Deutsche Post hat den ersten Personal- und Sozialbericht in der Unternehmensgeschichte vorgelegt. "Der Mensch. Kreative Kraft des Unternehmens", lautet der Titel des Berichts. Im Mittelpunkt stehen Inhalte und Ziele der Personalstrategie sowie die Aufgaben und Leistungen der Mitarbeiter.
"In den letzten 14 Jahren hat sich die Deutsche Post von einer nationalen Behörde zu einem der größten und leistungsfähigsten Logistikunternehmen der Welt entwickelt. Der Personal- und Sozialbericht ist einerseits Rückschau, wie die Personalarbeit - insbesondere im vergangenen Jahr - gestaltet worden ist. Gleichzeitig ist er Arbeitsgrundlage für laufende und künftige Herausforderungen, etwa vor dem Hintergrund der Konzernintegration", so der Personalvorstand der Deutschen Post, Walter Scheurle.
Ein wesentlicher Bestandteil der Aufgabe der "Human Resources" ist der regelmäßige Dialog mit den Sozialpartnern, den Betriebsräten und der Gewerkschaft. Dieses Prinzip des Dialogs wird auch vor dem Hintergrund der internationalen Integration weiter verfolgt.
Die Postbank geht an die Börse
Der Börsengang der Postbank war die größte Neuemission in Deutschland seit der Börseneinführung der Deutschen Post AG im November 2000 und zählt darüber hinaus zu einem der größten Börsengänge am deutschen Kapitalmarkt überhaupt. Seit Juni 2004 ist die Postbank Aktie unter dem Börsenkürzel DPB an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie allen deutschen Regionalbörsen frei handelbar.
Die Aktie wurde mehr als zweieinhalbfach gezeichnet. Sie wurde bei institutionellen Anlegern im In- und Ausland sehr gut angenommen, der Emissionspreis wurde nach Abschluss des Bookbuilding auf 28,50 Euro festgelegt.
DHL in neuem Design: Neue Marke für das weltweite Express- und Logistikgeschäft
Die Deutsche Post ihr gesamtes Express- und Logistikgeschäft unter der Marke DHL. Am 1. April 2003 startet der Konzern in Deutschland mit bundesweit rund 20.000 umgestalteten Paket-Zustellfahrzeugen im neuen DHL-Design. Die Beteiligung am Weltmarktführer im Kurier- und Expressgeschäft hatte die Deutsche Post AG im Dezember 2002 auf 100 Prozent aufgestockt.
Mit der neuen international bekannten Marke DHL unterstreicht der Konzern seine Entwicklung zum Global Player. Die Express-Kurier-Marke DHL steht für Schnelligkeit und Modernität und gehört zu den bekanntesten Logistikmarken weltweit.
Das Zusammenführen des weltweiten Paket- und Logistikgeschäfts unter der Marke DHL ist die konsequente Umsetzung des globalen "One-stop-shopping"- Konzepts des Konzerns, nämlich die gesamte Leistungspalette aus einer Hand zu bieten.
Weltweit werden das Kurier- und Expressgeschäft (bisher DHL), das Paketgeschäft (bisher Euro Express) und das Logistikgeschäft (bisher Danzas) unter der neuen Marke zusammengeführt.
Deutsche Post legt ersten Umweltbericht vor
Die Deutsche Post stellt in Bonn ihren ersten Umweltbericht der Öffentlichkeit vor. Unter dem Titel "Natürlich vernetzt" präsentiert der Konzern neben einer klassischen Umweltbilanz auch Produktbilanzen für einige beispielhafte Brief- und Paketprodukte auf Basis der durch sie verursachten Treibhausgasemissionen. Der Konzern bringt damit zusätzliche Fakten in die laufende Diskussion um die Umweltauswirkungen von Logistik und Verkehr ein.
In seinem Umweltprogramm setzt der Konzern auf die weitere Integration der internationalen Logistiknetze, die Qualifizierung und Motivation der Mitarbeiter und die konsequente Ausschöpfung des Potenzials technischer Innovationen. In den vom Vorstand beschlossenen konzernweiten Leitlinien zählen neben dem Schutz der Umwelt auch soziales und humanitäres Engagement zu den wesentlichen Bausteinen für eine nachhaltige Unternehmenspolitik. Koordiniert werden die Umweltschutzmaßnahmen in dem seit 2001 in der Konzernzentrale bestehenden Zentralbereich Politik und Umwelt.
Konzern übernimmt DHL
Die Partnerschaft mit DHL International, die mit einer Minderheitsbeteiligung im Jahre 1998 begann, wird im Jahr 2000 erweitert und intensiviert. Der Abschluss der Verhandlungen ermöglicht der Deutschen Post, ab dem 1. Januar 2002 eine Mehrheitsbeteiligung zu halten. Im Juli 2002 erwirbt der Konzern den 25-prozentigen DHL-Anteil von Lufthansa Cargo und erhöht seine Mehrheitsbeteiligung auf 75 Prozent.
Zu diesem Zeitpunkt hat DHL Worldwide Express weltweit über 71.000 Mitarbeiter. Das internationale Netz dieses Vorreiters im globalen Expressversand verbindet über 220 Länder und Territorien. Im Dezember 2002, nachdem die Deutsche Post AG die verbleibenden Anteile von zwei Investmentfonds und Japan Airlines erworben hatte, wird DHL eine 100-prozentige Tochtergesellschaft.
Konzernzentrale zieht in den neuen Post-Tower
Die Fahrt in einem der Aufzüge des Post-Tower ist ein Erlebnis. Die Aufzüge scheinen zu fliegen. Mit sechs Metern pro Sekunde geht es bis ins 40. Stockwerk hinauf. Dem Besucher bietet sich von den oberen Etagen ein atemberaubender Blick über Bonn und weit über die ehemalige Bundeshauptstadt hinaus. Bei gutem Wetter ist sogar der rund 30 Kilometer entfernte Kölner Dom zu sehen.
Vom Boden aus betrachtet bietet der Post-Tower einen spektakulären Anblick. Der mit viel Glas gebaute Turm im ehemaligen Regierungsbezirk besticht durch seine moderne Architektur. Zudem hat das Gebäude nicht nur für Bonner Verhältnisse gigantische Ausmaße: Der Turm ist 162 Meter hoch, 82 Meter lang und 41 Meter breit.
Konzernweites Programm für Integration und Wertsteigerung
Mit dem Wertsteigerungsprogramm STAR macht der Konzern einen entscheidenden Schritt zur weltweiten Nr. 1 im Markt für Express und Logistik. Durch STAR werden Wertsteigerung und Integration über alle Funktionen, alle Organisationseinheiten, alle Standorte und alle Mitarbeiter hinweg zur Maxime der folgenden Jahre.
Die Aktionäre profitieren, da durch STAR die im Konzern vorhandenen Potenziale besser ausgeschöpft werden, die Kunden genießen die Vorteile optimierter Prozesse und den Mitarbeitern eröffnen sich Karrierechancen in einem weltweit einheitlich strukturierten Konzern.
Erste Hauptversammlung der Deutschen Post AG nach dem Börsengang
Am 27. Juni 2001 findet in der Kölnarena die erste Hauptversammlung der Deutschen Post AG nach dem Börsengang vor rund 6000 Aktionären statt. Der Vorstandsvorsitze Klaus Zumwinkel bekräftigt das Ziel, den Konzern in den kommenden Jahren konsequent zum "Global Player Nummer eins" in der Logistik auszubauen - die Basis hierfür sind umfassende Logistik- und Finanzdienstleistungen für unsere Kunden in aller Welt.
Börsengang der Deutschen Post AG
Am 20. November 2000 geht die Deutsche Post AG an die Börse. Die größte Börseneinführung des Jahres in Deutschland und die drittgrößte weltweit wird ein voller Erfolg. Anfänglich werden insgesamt 29 Prozent des Aktienkapitals der Deutschen Post AG verkauft. Die gewaltige Nachfrage, eine achtfache Überzeichnung der bei der Börseneinführung angebotenen Aktien, zeigte deutlich, dass die Strategie des Konzerns die Investoren und den Kapitalmarkt gleichermaßen überzeugt hatte.
Die Mitarbeiter beteiligen sich in starkem Maße an der Zeichnung. Circa 145.000 inländische Mitarbeiter des Konzerns zeichnen über 6 Prozent des Gesamtvolumens und erwerben damit etwa 400 Millionen Euro Aktienkapital.
Vorläufig krönt die Börseneinführung den Privatisierungsprozess des zuvor öffentlichen Unternehmens.
Durch Fusion entsteht Exel plc
Durch die Fusion der rasch wachsenden britischen Unternehmen Ocean Group und NFC (National Freight Consortium) entsteht "Exel plc", einer der weltweit größten globalen Logistikkonzerne. John Allan, CEO der Ocean Group, wird Chef des neuen Unternehmens.
Nach der Übernahme von Exel plc durch die Deutsche Post im Jahr 2005 wird John Allan zunächst Konzernvorstand Logistik und 2007 dann Finanzvorstand.
Akquisition von Danzas und AEI
Die Akquisition des Schweizer Logistikunternehmens Danzas sowie des größten amerikanischen Dienstleisters im Bereich internationale Luftfracht, Air Express International (AEI), zieht die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich. Der angesehene, im Jahre 1815 gegründete Danzas Konzern gilt als eines der weltweit führenden Logistikunternehmen. Mit circa 29.000 Mitarbeitern zur Zeit der Akquisition verfügt das Unternehmen auf allen Kontinenten über ein starkes Logistiknetz.
Bei der Akquisition von AEI verhält es sich ebenso. AEI hat ein Netz von Niederlassungen in 135 Ländern und bietet zusätzlich zu integrierter Logistik und multimodalem Verkehr auch Lagerhaltung, Distribution, Zollabfertigung und IT-gestützte Logistikdienstleistungen. AEI wird bei Danzas in den Unternehmensbereich Intercontinental integriert. Als Full Service Provider verschaffen die fusionierten Unternehmen der Deutschen Post nicht nur ein eng verflochtenes Transportnetz, sondern auch einen großen Bestand an Mehrwertdiensten.
Übernahme der Postbank
Im Dezember 1998 verkauft der Bund seine Postbank-Anteile an die Deutsche Post AG. Die Übernahme der Postbank, die am 1. Januar 1999 in Kraft tritt, ist die Grundlage für eine gemeinsame Vertriebsstrategie.
Beteiligung an DHL
Die Deutsche Post beteiligt sich mit einem Anteil von rund 25 Prozent am Express-Unternehmen DHL International Ltd.
Damit ist die Basis geschaffen für eine strategische Kooperation zwischen Europas größtem Postunternehmen und dem weltweiten Marktführer für internationale Kuriersendungen.
Start Euro Express
Durch Eigenaufbau und Beteiligung an führenden europäischen Unternehmen startet die Deutsche Post umfassende Paket- und Expressdienste in ganz Europa. Bis Jahresende baut die Deutsche Post ein europaweites Distributionsnetz unter der Marke Euro Express auf. Das Netz wird zur Erfolgsstory, da die Deutsche Post neben ihren eigenen Stärken vor Ort von der Kompetenz und dem nationalen Know-how ihrer Partner und Tochtergesellschaften in mittlerweile über 20 europäischen Ländern profitiert.
Mit Euro Express verfügt die Deutsche Post über einen klaren Wettbewerbsvorteil, da sie den Kundenbedarf an grenzüberschreitenden Lösungen aus einer Hand abdecken kann. Wenige Jahre nach Einführung der Euro Express-Dienste erreicht die Deutsche Post die angestrebte Marktführerschaft bei Paket- und Expressdienstleistungen für Geschäftskunden in Europa.
Erwerb von Global Mail (USA)
Im Unternehmensbereich BRIEF stellt die Akquisition von Global Mail (USA), dem größten privaten Anbieter internationaler Briefdienste in den USA, einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Internationalisierung dar.
Die Akquisition des florierenden Unternehmens öffnet der Deutschen Post den Zugang zum wachsenden nordamerikanischen Briefmarkt und trägt dem steigenden Kundenbedarf an internationalen Briefdiensten Rechnung.
Konzept "Brief 2000" ist Realität
Am 4. Dezember 1998 weiht die Deutsche Post in Regensburg das letzte von bundesweit 83 Briefzentren ein. Damit verfügt sie über eines der modernsten Transportnetze für Briefe weltweit. Vorteil für die Kunden sind die erheblich verbesserten Brieflaufzeiten: 95 von 100 Briefen erreichen in Deutschland in nur einem Tag ihren Empfänger ("E + 1"), über 99 Prozent sind nach zwei Tagen am Ziel.
Die neuen Briefzentren ersetzen rund 1000 Briefbearbeitungsstellen, in denen noch bis Anfang der 90er Jahre vorwiegend in Handarbeit Briefe sortiert wurden. Nun können über 85 Prozent aller Briefe maschinell bearbeitet werden. Die modernen Briefsortieranlagen können bis zu 36.000 Briefe pro Stunde automatisch lesen und sortieren. Ihre größten Briefzentren hat die Deutsche Post in den Ballungsräumen Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Düsseldorf errichtet.
Das Globalisierungszeitalter der Deutschen Post beginnt
Nach erfolgreicher Umstrukturierung des Unternehmens im Inland setzt die Deutsche Post AG die Hebel für eine globale Expansion in Bewegung. Mit der Globalisierung der Geschäftsaktivitäten wird auf den Bedarf einer wachsenden Zahl von Kunden reagiert, die einen einzigen Serviceprovider für ihre nationalen und internationalen Versandgeschäfte wünschen.
Die Strategie lautet: mit gezielten Akquisitionen, Beteiligungen und Kooperationen auf internationaler Ebene Fuß zu fassen und erworbene Marktpositionen unter dem Vorzeichen integrierter Dienstleistungen stetig auszubauen. Der Weg zum weltweiten Logistiker Nummer eins ist geebnet.
Neues Postgesetz verabschiedet
In Deutschland wird im Dezember ein neues Postgesetz verabschiedet. Es führt nicht nur eine weitere Öffnung des Wettbewerbs herbei, sondern macht Deutschland darüber hinaus zum Vorreiter der Liberalisierung der europäischen Postmärkte.
Schnelle Paketzustellung durch umfangreiche Investitionen
Eine massive Investition in modernste Logistiktechnologie ebnet den Weg für eine schnellere Brief- und Paketzustellung in ganz Deutschland. Dank der Neuorganisation und Modernisierung der Produktion in 33 Paketzentren kann die Deutsche Post den Distributionsprozess wesentlich beschleunigen.
Ein weiteres umfassendes Investitionsprogramm zielt auf die Modernisierung der Infrastruktur der Briefzentren ab. Bei Abschluss der Investitionen im Jahr 1998 besteht ein Netz aus 83 hochtechnisierten Produktionszentren.
Ein hohes Maß an Automatisierung und Standardisierung trägt zu verbesserter Servicequalität und Produktivität bei. Beispiel Brief: Während noch Anfang der neunziger Jahre weniger als 25 Prozent der Briefe mit Maschinen sortiert wurden, bearbeiten die Briefzentren heute 90 Prozent aller Sendungen vollautomatisch. 95 Prozent der in Deutschland verschickten Briefe, die vor der letzten Leerung eingeworfen werden, erreichen jetzt nach nur einem Tag ihre Empfänger.
Gründung von Deutsche Post AG, Deutsche Postbank AG und Deutsche Telekom AG nach dem Postneuordnungsgesetz
Die zweite Postreform tritt zum Jahresbeginn 1995 in Kraft. Sie ist überwiegend eine Verwaltungsreform. Die drei Postunternehmen werden in die privatrechtliche Rechtsform von Aktiengesellschaften überführt. Vorerst behält der Bund alle Aktien, private Anteilseigner werden aber grundsätzlich zugelassen. Ein Verkauf der Aktien soll erst langsam erfolgen. Der Bund behält die Aktienmehrheit für mindestens fünf Jahre.
Gleichzeitig wird die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation gegründet. Sie soll die Interessen des Bundes als Anteilseigner an den drei Aktiengesellschaften vertreten sowie Kontroll- und Koordinierungsaufgaben erfüllen. Die weiterhin notwendigen staatlichen Regulierungsaufgaben werden zunächst von einer Abteilung im Bundesministerium für Post und Telekommunikation (1997 aufgelöst) wahrgenommen. Die zweite Postreform ist geprägt von der Privatisierung und der Vorbereitung für weitere Liberalisierung auf den Postmärkten.
Die Deutsche Post steht am Anfang einer Entwicklung, die von einer staatlich kontrollierten, defizitären Behörde zum profitablen Global Player und schließlich zum weltweiten Logistiker Nummer eins führt.
Die Deutsche Post der DDR wird in die Deutsche Bundespost eingegliedert
Die Deutsche Post der DDR wird in die Deutsche Bundespost eingegliedert.
Aus dem Poststrukturgesetz gehen Deutsche Bundespost Postdienst, DBP Postbank und DBP Telekom hervor
Mit dem Poststrukturgesetz vom 1. Juli 1989 wird die ehemalige Deutsche Bundespost neu strukturiert ("Postreform I"). Folgende organisationsrechtliche bzw. ordnungspolitische Änderungen bringt die neue Struktur mit sich:
- Aufteilung der Deutschen Bundespost in die Sektoren Deutsche Bundespost Postdienst, Deutsche Bundespost Postbank und Deutsche Bundespost Telekom
- Trennung des hoheitlich/politischen Bereiches vom unternehmerisch/betrieblichen Bereich
- Etablierung von Vorständen und Aufsichtsräten der öffentlichen Unternehmen
- Schaffung eines Direktoriums, dem die Vorstandsvorsitzenden der drei Unternehmen angehören
- Einrichtung eines Infrastrukturrats beim zuständigen Ministerium
- Umwandlung der Kundenbeziehungen der Unternehmen von öffentlich-rechtlichen in privatrechtliche Vertragsverhältnisse
- Auflösung des Monopols für Telekommunikationsendgeräte
Die Marke Exel wird aus der Taufe gehoben
Das britische National Freight Consortium (NFC) gründet die Marke Exel mit dem Ziel, ein globales Logistikunternehmen aufzubauen.
NFC ist das größte Transport-, Umzugs- und Kontraktlogistikunternehmen in Großbritannien. Der Logistikbereich Exel konzentriert sich auf Distribution und Lagerhaltung für Hersteller und Einzelhändler.
Im Jahr 2005 wird Exel Teil der Deutschen Post.
DHL in China
DHL geht ein Joint Venture mit der Volksrepublik China ein und wird somit das erste Expressunternehmen, das in China tätig ist.
DHL bietet Paketzustellung an
DHL erweitert seinen Service um die Paketzustellung. Bis zu diesem Zeitpunkt bot das Unternehmen lediglich einen Dokumentenzustellungsservice an.
DHL baut Netzwerk auf
DHL erweitert sein Netzwerk mit großer Geschwindigkeit. Nach der Expansion in den Fernen Osten und den pazifischen Randgebieten (1971) bietet DHL seine Leistungen auch in Japan, Hongkong, Singapur und Australien (1972) an. Später auch in Europa (1974), Lateinamerika (1977), dem Mittleren Osten und Afrika (1978).
Die Gründung von DHL
Nur wenige Monate nachdem Neil Armstrong die ersten Schritte auf dem Mond gegangen ist, unternehmen Adrain Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn in San Francisco ihrerseits einen Schritt, der die Wirtschaftswelt verändern soll: 1969 gründen sie das Unternehmen DHL - die drei Buchstaben stehen für die Initialen ihrer Nachnamen.
Mit einer neuen Geschäftsidee legen sie den Grundstein für ein weltweit operierendes Unternehmen.
Die Firmengründer befördern zunächst persönlich Frachtdokumente mit dem Flugzeug von San Francisco nach Honolulu. Dadurch kann die Verzollung einer Schiffsfracht vor der eigentlichen Ankunft der Sendung beginnen, wodurch die Wartezeit im Hafen erheblich reduziert wird.
Den Kunden spart das eine Menge wertvoller Zeit. Gleichzeitig ist ein neuer Industriezweig entdeckt: der Internationale Luftexpress-Service - der schnelle Transport von Dokumenten und Frachtpapieren per Flugzeug.
Im Jahr 2002 wird DHL hundertprozentige Tochtergesellschaft der Deutschen Post.
Gründung der Deutschen Bundespost
Die Deutsche Bundespost ist die Nachfolgerin der Deutschen Reichspost. Sie nimmt als Behörde die Aufgaben des Post- und Fernmeldewesens im nationalen und internationalen Bereich wahr. Der Teilbereich Postwesen besteht dabei nicht nur aus dem eigentlichen Postdienst. Dazu gehören auch etliche weitere Dienste wie Postscheckdienst, Postsparkassendienst, Postzeitungsdienst, Postrentendienst, Rundfunkdienst und Postreisedienst.
Gründung der Deutschen Reichspost als selbstständiges Unternehmen
Die Deutsche Reichspost wird nach dem Reichspostfinanzgesetz vom 18. März 1924 als selbstständiges Unternehmen in die Verwaltung des Reichspostministeriums eingegliedert.
Reichskanzler Bismarck vereint Reichspost und Telegrafenverwaltung zu einer obersten Reichsbehörde
Schon im Jahr 1876 denkt man über effektive Verwaltungsstrukturen nach - Reichskanzler Bismarck vereint Reichspost und Telegrafenverwaltung zu einer obersten Reichsbehörde, der "Reichs-Post und Telegraphenverwaltung" unter der Leitung von Heinrich von Stephan. Weitere Gründe für die Zusammenführung in staatlicher Hand sind die Nachrichtenhoheit und Kommunikationskontrolle im deutschen Kaiserreich als grundlegender Bestandteil der nationalstaatlichen Souveränität sowie die Gewährleistung einer flächendeckenden kommunikativen Grundversorgung der Bevölkerung.
Heinrich von Stephan initiiert die Gründung des Weltpostvereins
Vom Generalpostdirektor des Norddeutschen Bundes Heinrich von Stephan initiiert, wird am 9. Oktober 1874 ein international gültiges Abkommen für den gegenseitigen Postverkehr von 22 Nationen unterschrieben - der "allgemeine Postverein" ist gegründet, aus dem 1878 der Weltpostverein hervorgeht.
Seit 1948 ist der Weltpostverein eine Sonderorganisation der UNO mit Sitz in Bern. Er fördert internationale Postdienste und erarbeitet Bestimmungen für den Postverkehr. Ebenso hilft der Weltpostverein Entwicklungsländern beim Aufbau effizienter eigener Postdienste. Etwa sechs Millionen Postmitarbeiter versorgen gegenwärtig in über 700.000 Posteinrichtungen weltweit mehr als sechs Milliarden Menschen mit rund 440 Milliarden Postsendungen pro Jahr.
Gründung von Danzas
Marie Mathias Nicolas Louis Danzas, Leutnant der Grande Armée Napoleons, tritt nach der Schlacht von Waterloo in das Speditions- und Transportgeschäft ein. Die Firma im französischen Elsass trägt einige Jahre später seinen Namen und nimmt aktiv an der Entwicklung der Eisenbahn- und Dampfschifffahrt des 19. Jahrhunderts teil. 1854 wird der erste Spediteur-Sammelverkehr angeboten (auf der Strecke Zürich-Basel/St. Louis). 1884 übernimmt Danzas im Auftrag der Schweizerischen PTT den internationalen Postverkehr. Für die Strecke Schweiz-England wird eine Lieferfrist von 24 Stunden garantiert.
Im Jahr 1999 wird Danzas Teil der Deutschen Post.
Gründung einer Preußischen Staatspost durch Kurfürst Friedrich Wilhelm von Preußen
Am 21. April 1646 erlässt Kurfürst Friedrich Wilhelm eine Postordnung, die einen regelmäßigen Postdienst zwischen Berlin, Münster, Osnabrück, Kleve und Königsberg einrichtet. Anlass für dieses neue Dekret ist das Interesse des Kurfürsten, ständig über den aktuellen Stand der Friedensverhandlungen in Osnabrück und Münster, die den 30jährigen Krieg beenden sollen, unterrichtet zu werden.
Zugleich wird mit dem Erlass Privatpersonen, insbesondere Kaufleuten, das Recht eingeräumt, ihre Briefe mit der kurfürstlichen Post zu befördern. Der Kurfürst setzt sich damit über das vom Kaiser verliehene Reichspostmonopol der Generalpostmeister des Hauses von Thurn und Taxis hinweg.
Gründung des neuzeitlichen Postwesens durch Franz von Taxis
Als Begründer des neuzeitlichen Postwesens gilt Franz von Taxis. Er und seine Nachfolger aus dem Hause Taxis richten im Auftrag der weit verzweigten Habsburgischen Familiendynastie ein Kuriernetz ein, welches bis Mitte des 16. Jahrhunderts so ausgebaut wird, dass es den gesamten Westen Europas überzieht.
Im Abstand von je einer Tagesreise werden feste Poststationen aufgebaut. Diese Stationen bekommen im Laufe der Zeit erhebliche wirtschaftliche Bedeutung: Sie sind Treffpunkt, Gasthaus, Herberge, Pferdestall, Tausch- und Handelsplatz. Poststationen werden zu wichtigen Zentralpunkten bei der Entwicklung von Dörfern und Städten.