Zur Erläuterung der Finanzlage wurden die wesentlichen Bestandteile der Kapitalflussrechnung (Postbank at Equity) zusammengefasst.
Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit hat sich um 921 Mio € auf 1.657 Mio € verringert (im Vorjahr 2.578 Mio €). Dies ist in erster Linie auf höhere nicht zahlungswirksame Erträge zurückzuführen, die im Ergebnis vor Steuern enthalten sind. Zudem müssen im Geschäftsjahr 2005 gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegene Steuerzahlungen ausgewiesen werden.
Im Berichtsjahr betrug der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit 3.860 Mio €. Dies resultiert vor allem aus Investitionen in langfristige Vermögenswerte (Capital Expenditure) in Höhe von 1.795 Mio € sowie dem Kauf von Anteilen an Unternehmen in Höhe von 4.135 Mio €. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um den Erwerb von Exel (3.720 Mio €). Dagegen stehen Einzahlungen aus Desinvestitionen in Höhe von 1.663 Mio €, die im Wesentlichen aus dem Verkauf von Unternehmensanteilen resultieren, vor allem dem der Deutsche Post Retail GmbH (986 Mio €). Im Vorjahr wurde der Cashflow aus Investitionstätigkeit besonders vom Mittelzufluss in Höhe von 1,5 Mrd € aus dem Börsengang der Deutsche Postbank AG geprägt, so dass insgesamt ein Mittelzufluss aus Investitionen in Höhe von 357 Mio € realisiert werden konnte.
Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit ist von 519 Mio € auf 1.149 Mio € gestiegen. Während im Vorjahreszeitraum aus zusätzlichen Finanzschulden liquide Mittel in Höhe von 429 Mio € zuflossen, konnten im laufenden Geschäftsjahr mit 275 Mio € Finanzschulden abgebaut werden. Im Vorjahr wurde der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit vor allem von den Einzahlungen aus der Umtauschanleihe geprägt, die die Deutsche Post AG auf Aktien der Deutsche Postbank AG begeben hatte (1,08 Mrd €). Zinszahlungen in Höhe von 375 Mio € (im Vorjahr 458 Mio €) sowie die an die Aktionäre der Deutsche Post AG gezahlte Dividende in Höhe von 556 Mio € (im Vorjahr 490 Mio €) führten zu einem entsprechenden Mittelabfluss.
Aufgrund des dargestellten Zahlungsmittelflusses sind die flüssigen Mittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns ohne Postbank in der Berichtsperiode um insgesamt 3.397 Mio € zurückgegangen. Der Bestand der flüssigen Mittel zum 31. Dezember 2005 hat sich demzufolge gegenüber dem 31. Dezember 2004 von 4.781 Mio € auf 1.384 Mio € verringert.





