Das Geschäft der Deutschen Postbank Gruppe unterscheidet sich grundlegend von dem der anderen Konzernunternehmen. Deshalb analysieren wir die Bilanzkennzahlen zusätzlich in der Perspektive „Postbank at Equity“. In dieser Betrachtungsweise wird die Postbank als eine nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlage berücksichtigt.
Die Nettofinanzverschuldung beinhaltet Finanzschulden abzüglich liquider Mittel, Zahlungsmitteläquivalenten, Wertpapieren, Finanzinstrumenten des Umlaufvermögens und Long-Term-Deposits. Hier ist ein Anstieg um 3.991 Mio € auf 3.959 Mio € zu verzeichnen (im Vorjahr –32 Mio €), der in erster Linie durch die Akquisition von Exel bedingt ist.
Aus dem gleichen Grunde stieg auch der Quotient aus Nettofinanzverschuldung und der Summe aus Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung. Das so genannte Net-Gearing nahm von –0,4 auf 26,8 % zu.
| 1) | angepasste Eigenkapitaldefinition aufgrund der seit 2005 im Eigenkapital enthaltenen Minderheitenanteile |
Ein Net-Interest-Cover von 20,1 bedeutet, dass das EBIT die Nettozinsverpflichtungen um das 20,1fache übersteigt. Gegenüber dem Vorjahreswert stieg diese Kennzahl um 9,5 Prozentpunkte.
Der dynamische Verschuldungsgrad zeigt an, wie viele Jahre ein Unternehmen durchschnittlich benötigt, um seine Schulden zu tilgen, unter der Voraussetzung, dass es dazu den im Berichtsjahr erwirtschafteten operativen Cashflow in vollem Umfang einsetzt. Im Jahr 2005 wäre demnach die Nettofinanzverschuldung in 2,4 Jahren durch den operativen Cashflow verdient. Die Zunahme im Vergleich zum Vorjahr ist hierbei wieder auf die wesentliche Erhöhung der Nettofinanzverschuldung durch Exel zurückzuführen.





