Die globale Konjunktur bleibt robust
Bei den folgenden Ausführungen wurden die veröffentlichten Prognosen führender Wirtschaftsforschungsinstitute sowie internationaler Organisationen wie IWF oder OECD berücksichtigt. Danach dürfte das Welt-Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2006 ähnlich wachsen wie im Vorjahr, der Welthandel dagegen kräftiger. Allgemein wird mit einem Wachstum zwischen 7,5 und 9 % gerechnet.
In den Vereinigten Staaten steht die Wirtschaft nach wie vor auf einem breiten Fundament. Für das Jahr 2006 ist mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3¼ % zu rechnen.
In Japan dürfte die Konjunktur auch weiterhin von der Binnennachfrage getragen sein. Zudem wird mit einer Steigerung des Exports gerechnet. Das BIP sollte daher im Jahr 2006 um 2,9 % wachsen. In China dürfte das BIP nur geringfügig schwächer wachsen als im Jahr 2005. Kräftige Impulse werden weiterhin vom Export ausgehen.
Im Euroraum dürfte sich die Wirtschaft im Jahr 2006 beleben. Positive Impulse sollten vom Außenhandel ausgehen. Die weltweite Nachfrage ist robust, und der schwächere Euro bietet zusätzliche Chancen. Das Zinsniveau ist immer noch sehr niedrig, die Arbeitslosigkeit sollte leicht sinken. Das könnte auch den privaten Verbrauch beleben. Insgesamt wird für das Jahr 2006 mit einem BIP-Wachstum von 1,9 % gerechnet.
Auch in Deutschland besteht die Aussicht, dass sich der private Verbrauch wieder belebt. Hierzu dürfte die Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes von 16 auf 19 % im Jahr 2007 beitragen. Die Erfahrung spricht dafür, dass Käufe langlebiger Güter vorgezogen werden. Die BIP-Prognosen liegen bei +1,8 %.
Der Rohölmarkt bleibt anfällig für starke Preisschwankungen. Die meisten Förderländer produzieren an ihren Kapazitätsgrenzen, wodurch sich unerwartete Förderausfälle kurzfristig nur schwer ausgleichen lassen. Es wird damit gerechnet, dass der Ölpreis im Durchschnitt des Jahres 2006 in etwa auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrt.
Die US-Notenbank hat ihre Leitzinsen bereits so deutlich erhöht, dass ihre Geldpolitik nicht mehr als expansiv angesehen werden kann. Auch die EZB dürfte den Leitzins allenfalls noch geringfügig erhöhen. Die Kapitalmarktzinsen dürften deshalb niedrig bleiben, in den Vereinigten Staaten sogar leicht sinken.
Das Umfeld für Aktien wird daher von dieser Seite aus betrachtet zwar günstig bleiben, aber gleichwohl sind an den Aktienmärkten aufgrund der im Jahresverlauf voraussichtlich nachlassenden konjunkturellen Dynamik vorübergehende Rückschläge nicht auszuschließen.
Weitere Liberalisierung des europäischen Briefmarkts
Zum 1. Januar 2006 wurde die Liberalisierungsgrenze bei der Briefpost auf 50 Gramm gesenkt. Dies wird kaum Auswirkungen auf unsere Marktanteile haben, zumal der Wettbewerb schon heute vorwiegend im Bereich der noch bestehenden Exklusivlizenz tätig ist. Durch die volle Liberalisierung des nationalen Briefmarkts ab dem Jahr 2008 wird der Wettbewerb weiter zunehmen. Wir gehen davon aus, dass die bestehenden Wettbewerber ihre Marktposition sowohl räumlich als auch mengenmäßig weiter ausbauen werden.
Im europäischen Briefmarkt schreitet die Liberalisierung voran, wenn auch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Die EU hat hier klare Signale zur weiteren Marktöffnung gesetzt. Wir begrüßen diese Entwicklung und bereiten uns intensiv auf die weitere Liberalisierung vor, um Markteintritts- beziehungsweise -entwicklungschancen konsequent zu nutzen.
Es ist damit zu rechnen, dass die Anzahl der Sicherheitsbestimmungen und -programme im Seeverkehr und in der Luftfracht zunimmt. Beispielsweise wurde seitens der Europäischen Union die Verordnung 2320/2002 bezüglich Luftfahrtsicherheit samt der dazugehörigen Durchführungsverordnung 622/2003 verabschiedet. Da die Umsetzung unterschiedlich ausfallen kann, könnten wir mit 25 unterschiedlichen Gesetzen und Detailregelungen konfrontiert werden. Unser Unternehmen ist darauf vorbereitet und kann von den Erfahrungen der laufenden Programme profitieren.





