Mit der weltweiten Expansion unseres Konzerns steigen die Anforderungen an die betriebsnotwendige Infrastruktur. Betriebsunterbrechungen an wichtigen operativen Standorten versuchen wir zu vermeiden, indem wir unsere komplexen Sortier- und Förderanlagen kontinuierlich überwachen. Mit Vorsorgemaßnahmen sowie Notfall- und Ausweichplänen verfügen wir über wirkungsvolle Instrumente, um Betriebsunterbrechungen zu verhindern bzw. deren Folgen zu mindern.
Im Unternehmensbereich BRIEF sind wir auf die Liberalisierung der Briefmärkte und den damit steigenden Wettbewerb gut vorbereitet. Mit unserem hohen Qualitätsstandard und einem effizienten Netz moderner Briefzentren werden wir unsere Stellung als Anbieter von Lösungen und Mehrwertleistungen für unsere Kunden stärken und unser Geschäft weiter internationalisieren. Abhängig vom regulatorischen Umfeld in den nationalen Postmärkten werden wir weiter expandieren, vor allem in Europa und Nordamerika.
Der Unternehmensbereich EXPRESS sieht sich sowohl national als auch international einem schärferen Wettbewerb ausgesetzt. Andere Anbieter versuchen aggressiv, Marktanteile zu erobern. Doch wir wollen unsere Position nicht nur behaupten, sondern ausbauen. Dafür brauchen wir leistungsfähige Transportnetze, die die nötige Kapazität vorhalten, um die hohen Ansprüche unserer Kunden zu erfüllen. Der größte Mehrwert unserer Netzwerkarchitektur liegt darin, Luft- und Landtransporte kombinieren zu können. Ihr Hauptbestandteil sind zentrale Luftdrehkreuze. Neben den Drehkreuzen in Hongkong und Wilmington (Ohio) errichten wir zurzeit ein neues europäisches in Leipzig. Die vollständige Betriebsaufnahme ist für das Jahr 2008 geplant.
Das Logistikgeschäft basiert auf der Entwicklung der Weltwirtschaft. Verläuft diese positiv, kann auch unser Geschäft wachsen, wobei für uns die wirtschaftlichen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten und in Asien besonders wichtig sind. Sollte es hier zu Einbrüchen kommen, hätten wir auch Abschläge in unserem Logistikgeschäft hinzunehmen. Für Logistikdienstleister ist der Verlust von Großkunden durch intensiven Wettbewerb oder auch durch Insolvenz ein ständiges Risiko, das sich auch durch ein noch so weitsichtiges Management zwar begrenzen, nicht aber grundsätzlich ausschließen lässt.
Die langjährigen Erfahrungen der Postbank bei der Überwachung und Steuerung ihrer Risiken begrenzen die Gefahr überraschender Ergebnisschwankungen. Das Bankgeschäft ist unter anderem mit Risiken aus Marktpreisänderungen, etwaigen Forderungsausfällen und operationellen Risiken verbunden. Das Risikomanagementsystem der Postbank überwacht diese Risiken regelmäßig. Die ab 1. Januar 2007 geltenden Eigenkapitalanforderungen von Basel II sowie die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) wurden bereits frühzeitig in das Risikomanagementsystem der Postbank einbezogen.
Als eine der ersten Banken in Deutschland hat die Postbank den Zulassungsbescheid der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht für ihren Ansatz zur Umsetzung der Basel-II-Vorschriften erhalten. Damit darf sie vom 1. Januar 2007 an für einen Großteil ihrer Geschäfte eigene Rating- und Scoringmodelle zur Risikoeinschätzung und regulatorischen Eigenkapitalunterlegung nutzen.
