Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 23,5 % auf 2.821 (Vorjahr: 3.685) Mio € gesunken. Im Vorjahr waren sie unter anderem durch folgende Einmaleffekte überdurchschnittlich gestiegen: 1.208 Mio € stammten aus der Auflösung einer Rückstellung für die Postbeamtenkrankenkasse der Deutsche Post AG (1.141 Mio €) und der Deutsche Postbank AG (67 Mio €), weitere 369 Mio € aus der Auflösung von Umsatzsteuerrückstellungen.
Ertragsteigernd hatte sich im Berichtsjahr vor allem die Ausübung der Umtauschanleihe auf Postbank-Aktien sowie der damit verbundene Verkauf von Anteilen an der Deutschen Postbank Gruppe ausgewirkt (insgesamt 276 Mio €). Zudem wurden Erträge in Höhe von netto 89 Mio € aus dem positiven Ausgang eines Schiedsgerichtsverfahrens mit der Deutschen Telekom erzielt. Darüber hinaus schlägt der Verkauf der 50 %-Anteile der tschechischen Bausparkasse Modra Pyramida mit 64 Mio € zu Buche. Insgesamt fallen die positiven Effekte jedoch deutlich geringer aus als im Vorjahr, was im Periodenvergleich zu einem Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge geführt hat. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen überstiegen mit 4.758 Mio € den Vorjahreswert um 309 Mio €, in erster Linie bedingt durch die Erstkonsolidierung von Exel.
Der Materialaufwand und die Aufwendungen aus Bankgeschäften haben sich um 10.581 Mio € auf 34.349 Mio € erhöht. Diese Erhöhung kam zum großen Teil zustande durch den Kauf von Transportleistungen, der notwendig wurde, weil wir das Express- und Logistikgeschäft vor allem in Europa und Asien ausgeweitet haben. Daneben sind die Aufwendungen aus Bankgeschäften um 1.950 Mio € auf 5.708 Mio € gestiegen, wesentlich verursacht durch höhere Zinsaufwendungen nach dem Erwerb des BHW.
Diese Unternehmenskäufe haben auch zu einer höheren Mitarbeiterzahl geführt und damit den Personalaufwand deutlich erhöht, und zwar von 14.337 Mio € auf 18.616 Mio €. Dagegen haben sich im Vorjahr um 462 Mio € reduzierte Pensionsrückstellungen (Curtailment) einmalig auf den Personalaufwand ausgewirkt.
Die Abschreibungen lagen mit 1.771 Mio € um 9,7 % unter dem Vorjahreswert. Der akquisitionsbedingte Anstieg im Jahr 2006 wurde von der im Vorjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibung auf den Firmenwert der Region EXPRESS Americas in Höhe von 434 Mio € kompensiert. Demzufolge sind die Abschreibungen insgesamt um 190 Mio € zurückgegangen.
