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Wie im Geschäftsbericht 2005 angekündigt, hat die Postbank zum Jahreswechsel 850 Filialen von der Deutsche Post AG übernommen. Über die bei der Deutschen Post verbliebene größere Anzahl von Filialen berichten wir seitdem im Unternehmensbereich SERVICES. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Im Jahr 2006 erzielte der Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN einen Umsatz in Höhe von 9.593 (Vorjahr: 7.089) Mio €. Das Äquivalent zu den Umsatzerlösen eines Industrieunternehmens sind im Bankgeschäft die Zins- und Provisionserträge sowie das Handelsergebnis. Durch die Übernahme des BHW fielen bezogen auf den Umsatz Akquisitionseffekte in Höhe von insgesamt 1.998 Mio € an.

Obwohl die Integration zu Belastungen führte, hat der Unternehmensbereich sein Ergebnis wiederum verbessert: Dank der anhaltend guten operativen Entwicklung der Postbank hat sich das EBIT um 16,3 % auf 1.004 (Vorjahr: 863) Mio € erhöht.

Die Postbank hat ihre bilanzbezogenen Erträge und den Provisionsüberschuss signifikant gesteigert, nämlich um 45,4 % auf 4.117 (Vorjahr: 2.831) Mio €. Die bilanzbezogenen Erträge – Zinsüberschuss, Handelsergebnis und Finanzanlageergebnis – haben sich um 27,1 % auf 2.710 (Vorjahr: 2.132) Mio € erhöht. Obwohl aus dem Zinsumfeld nur wenige positive Impulse kamen, hat sich der Zinsüberschuss auch akquisitionsbedingt um 29,7 % auf 2.173 Mio € deutlich erhöht. Das Finanzanlageergebnis lag mit 292 Mio € um 15,9 % über dem Vorjahr. Das Handelsergebnis ist um 19,5 % auf 245 Mio € gestiegen.

Der Provisionsüberschuss hat sich mit 1.407 (Vorjahr: 699) Mio € vor allem aufgrund der Akquisition von BHW und durch die neu hinzugekommenen Post-Filialen mehr als verdoppelt. Der Anteil des Provisionsüberschusses an den gesamten Erträgen ist von 24,7 auf 34,2 % gewachsen.

Die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft einschließlich BHW ist mit 64,4 % weniger stark als das Volumen der Kundenkredite gestiegen. Der Verwaltungsaufwand hat sich akquisitionsbedingt um 49,1 % auf 2.812 Mio € erhöht.

Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen betrug –27 (Vorjahr: –21) Mio €. Hier wurde ein Großteil der Integrationskosten verbucht. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern der Postbank, der Return on Equity (RoE), hat sich von 15,0 auf 18,9 % verbessert. Die Cost-Income-Ratio im klassischen Bankgeschäft stieg durch die Akquisition leicht an und lag zum Jahresende bei 66,7 nach 63,7 % im Vorjahr. Einschließlich des industriell geprägten Transaction Bankings lag sie bei 68,3 (Vorjahr: 66,6) %. Die Kernkapitalquote nach BIZ lag zum 31. Dezember 2006 bei 5,5 % im Vergleich zu 8,3 % am Ende des Vorjahres.

Ihre Geschäftsentwicklung im Jahr 2006 schildert die Deutsche Postbank AG detailliert in einem eigenen Geschäftsbericht, der am 19. März 2007 veröffentlicht wurde.

 

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