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48.2.1 Risikomanagementsystem

Aus der operativen Geschäftstätigkeit von Deutsche Post World Net entstehen Finanzrisiken, die aus der Änderung von Wechselkursen, Rohstoffpreisen und Zinssätzen resultieren können. Um diese Finanzrisiken zu begrenzen, setzt der Konzern neben originären Finanzinstrumenten auch Derivate ein. Der Einsatz von Derivaten ist auf die Steuerung originärer Risiken begrenzt, die Verwendung zu spekulativen Zwecken ist im Rahmen der internen Richtlinien von Deutsche Post World Net nicht gestattet.

Aufgrund zukünftiger Änderungen von Wechselkursen, Zinssätzen oder Rohstoffpreisen kann es zu erheblichen Marktwertschwankungen der eingesetzten Derivate kommen. Diese Marktwertschwankungen sind nicht isoliert von den zu sichernden Grundgeschäften zu betrachten. Derivat und Grundgeschäft bilden hinsichtlich ihrer gegenläufigen Wertentwicklung eine Einheit.

Interne Richtlinien regeln die für den Einsatz von Derivaten erforderlichen Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen. Die Erfassung, Bewertung und Abwicklung der Sicherungsgeschäfte erfolgt mit Hilfe einer geeigneten Risikomanagement-Software, mit der auch die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen regelmäßig überprüft wird. Als Geschäftspartner für Sicherungsgeschäfte nutzt Deutsche Post World Net nur Banken erstklassiger Bonität. Jeder Bank wird dafür ein Kontrahentenlimit zugeordnet, dessen Ausnutzung regelmäßig überwacht wird.

Über die bestehenden Finanzrisiken und die zur Risikobegrenzung eingesetzten Sicherungsinstrumente wird der Konzernvorstand in regelmäßigen Abständen intern informiert. Die externe Bilanzierung der genutzten Finanzinstrumente erfolgt gemäß IAS 39.

Liquiditätsmanagement

Auf Basis eines weitgehend zentralisierten Liquiditätsmanagements gewährleistet Deutsche Post World Net jederzeit eine ausreichende Versorgung der Konzerngesellschaften mit flüssigen Mitteln. Neben fest zugesagten bilateralen Kreditlinien von Banken in Höhe von 4,2 Mrd € (Vorjahr: 4,2 Mrd €) verfügt der Konzern als weitere Liquiditätsreserve seit Dezember 2007 über ein Commercial Paper Programm in Höhe von 1 Mrd €. Dadurch stehen Deutsche Post World Net auch weiterhin ausreichende finanzielle Mittel zur Finanzierung notwendiger Investitionen zur Verfügung.

Die Fälligkeitsstruktur der originären finanziellen Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich des IFRS 7 basierend auf Cashflows stellt sich wie folgt dar:

Fälligkeitsanalyse – Restlaufzeiten

Mio €

 

Bis
1 Jahr

 

Über 1 Jahr
bis 2 Jahre

 

Über 2 Jahre
bis 3 Jahre

 

Über 3 Jahre
bis 4 Jahre

 

Über 4 Jahre
bis 5 Jahre

 

Über
5 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum 31. Dezember 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finanzschulden

 

–189

 

–371

 

–448

 

–319

 

–851

 

–2.275

Andere Verbindlichkeiten

 

0

 

–106

 

–10

 

–14

 

–9

 

–85

Langfristige Verbindlichkeiten

 

–189

 

–477

 

–458

 

–333

 

–860

 

–2.360

Finanzschulden

 

–928

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen

 

–5.210

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

Andere Verbindlichkeiten

 

–355

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

Kurzfristige Verbindlichkeiten

 

–6.493

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum 31. Dezember 2006

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finanzschulden

 

–313

 

–264

 

–239

 

–214

 

–171

 

–2.990

Andere Verbindlichkeiten

 

–2

 

–9

 

–8

 

–8

 

–7

 

–71

Langfristige Verbindlichkeiten

 

–315

 

–273

 

–247

 

–222

 

–178

 

–3.061

Finanzschulden

 

–1.988

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen

 

–4.930

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

Andere Verbindlichkeiten

 

–338

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

Kurzfristige Verbindlichkeiten

 

–7.256

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

Cashflows, die nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 7 fallen, wurden nicht in der Tabelle aufgeführt.

Aus derivativen Finanzinstrumenten resultieren sowohl Ansprüche als auch Verpflichtungen. Die vertragliche Gestaltung legt fest, ob diese Ansprüche und Verpflichtungen miteinander verrechnet werden und damit zu einem Nettoausgleich führen oder ob beide Vertragsparteien ihre Verpflichtungen vollständig zu erfüllen haben (Bruttoausgleich). Die Fälligkeitsstruktur der Zahlungen aus derivativen Finanzinstrumenten stellt sich wie folgt dar:

Fälligkeitsanalyse – Restlaufzeiten

Mio €

 

Bis
1 Jahr

 

Über 1 Jahr
bis 2 Jahre

 

Über 2 Jahre
bis 3 Jahre

 

Über 3 Jahre
bis 4 Jahre

 

Über 4 Jahre
bis 5 Jahre

 

Über
5 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum 31. Dezember 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Forderungen aus Derivaten mit Bruttoausgleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cash-Outflow

 

–1.685

 

–16

 

–15

 

–15

 

–16

 

–160

Cash-Inflow

 

1.730

 

16

 

16

 

16

 

16

 

191

mit Nettoausgleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cash-Inflow

 

7

 

2

 

0

 

0

 

0

 

0

Verbindlichkeiten aus Derivaten mit Bruttoausgleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cash-Outflow

 

–1.810

 

–116

 

–185

 

–113

 

–91

 

–212

Cash-Inflow

 

1.739

 

97

 

166

 

94

 

77

 

180

mit Nettoausgleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cash-Outflow

 

–6

 

–7

 

0

 

0

 

0

 

0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum 31. Dezember 2006

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Forderungen aus Derivaten mit Bruttoausgleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cash-Outflow

 

–2.280

 

–204

 

–48

 

–47

 

–47

 

–223

Cash-Inflow

 

2.337

 

203

 

51

 

50

 

50

 

241

mit Nettoausgleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cash-Inflow

 

3

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

Verbindlichkeiten aus Derivaten mit Bruttoausgleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cash-Outflow

 

–2.874

 

–125

 

–74

 

–72

 

–69

 

–64

Cash-Inflow

 

2.801

 

111

 

60

 

59

 

57

 

55

mit Nettoausgleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cash-Outflow

 

–33

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

Währungsrisiko und Währungsmanagement

Aus den weltweiten Geschäftsaktivitäten entstehen Währungsrisiken aus geplanten und gebuchten Fremdwährungstransaktionen für den gesamten Konzern. Für die zentrale Erfassung und Steuerung dieser Risiken ist das Konzern Treasury verantwortlich. Die Konzerngesellschaften berichten ihre Fremdwährungsrisiken an das Treasury, das aus diesen Meldungen eine Netto-Position je Währung ermittelt und gegebenenfalls extern absichert. Dafür werden Devisentermingeschäfte, -Swaps und Devisenoptionen genutzt. Der Nominalwert der ausstehenden Devisentermingeschäfte und -swaps betrug zum Bilanzstichtag 3.745 Mio € (Vorjahr: 5.499 Mio €). Der korrespondierende Marktwert belief sich auf –31 Mio € (Vorjahr: –37 Mio €). Diese Transaktionen wurden zur Absicherung geplanter und gebuchter operativer Risiken und zur Absicherung interner und externer Finanzierungen und Anlagen eingesetzt. Auf die mögliche Anwendung von Fair-Value-Hedge-Accounting nach IAS 39 bei Devisentermingeschäften und -Swaps wurde aus Vereinfachungsgründen verzichtet.

Weiterhin bestanden zur Absicherung von operativen Währungsrisiken und Risiken aus Investitionstätigkeit Devisenoptionen mit einem Nominalwert von 460 Mio € (Vorjahr: 162 Mio €) und einem Marktwert von –11 Mio € (Vorjahr: 3 Mio €). Zur Absicherung langfristiger Fremdwährungsfinanzierungen bestanden außerdem Cross-Currency-Swaps mit einem Nominalwert von 299 Mio € (Vorjahr: 328 Mio €) und einem Marktwert von –12 Mio € (Vorjahr: –19 Mio €).

Fremdwährungsrisiken, die aus der Umrechnung von Vermögenswerten und Schulden ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzernwährung resultieren (Translationsrisiken), waren zum 31. Dezember 2007 nicht gesichert. Das zum 31. Dezember 2006 bilanzierte Hedge-of-Net-Investment wurde in 2007 beendet. Die Bestimmung der Marktwerte für Devisentermingeschäfte erfolgte auf Basis von aktuellen Marktkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Die Devisenoptionen wurden mittels des Optionspreismodells von Black-Scholes bewertet. Von den zum 31. Dezember 2007 nach IAS 39 im Eigenkapital erfassten unrealisierten Verlusten aus währungsbezogenen Derivaten werden voraussichtlich –17 Mio € (Vorjahr: –8 Mio €) im Verlauf des Jahres 2008 ergebniswirksam.

IFRS 7 fordert eine Sensitivitätsanalyse, welche Auswirkungen von hypothetischen Änderungen der Wechselkurse am Bilanzstichtag auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung und das Eigenkapital untersucht. Dabei werden die hypothetischen Wechselkursänderungen auf den Bestand der Finanzinstrumente, welche nicht in ihrer funktionalen Währung denominiert und monetärer Art sind, bezogen. Es wird unterstellt, dass der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Die Auswirkungen hypothetischer Wechselkursänderungen auf das Translationsrisiko fallen nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 7. Folgende Annahmen werden der Sensitivitätsanalyse zugrunde gelegt:

Originäre monetäre Finanzinstrumente von Konzerngesellschaften sind entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder das Währungsrisiko wurde zu den von der Deutsche Post AG garantierten Währungskursen an die Deutsche Post AG transferiert. Währungskursbedingte Änderungen haben daher keinen Einfluss auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung und das Eigenkapital der Konzerngesellschaften.

Vereinzelt können Konzerngesellschaften aus rechtlichen Gründen nicht am Inhouse-Banking teilnehmen. Diese Gesellschaften sichern ihr Währungsrisiko aus originären monetären Finanzinstrumenten mit der Deutsche Post AG durch den Einsatz von Derivaten. Die internen Derivate werden im Konzern konsolidiert. Das auf Konzernebene verbleibende Risiko wird bei Kalkulation der Nettoposition berücksichtigt.

Hypothetische Wechselkursänderungen haben einen erfolgswirksamen Einfluss auf die Marktwerte der externen Derivate der Deutsche Post AG und auf die Fremdwährungsergebnisse aus der Stichtagsbewertung der auf fremde Währung lautenden Inhousebank-Salden, Salden von externen Bankkonten und internen und externen Darlehen der Deutsche Post AG.

Weiterhin haben hypothetische Wechselkursänderungen Auswirkungen auf das Eigenkapital und auf die Marktwerte der Derivate, die zur Sicherung von bilanzunwirksamen festen Verpflichtungen und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Fremdwährungstransaktionen - Cashflow-Hedges - abgeschlossen worden sind.

Eine Aufwertung des EUR gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2007 um 10 % hätte eine Veränderung des Ergebnisses um –8 Mio € (Vorjahr: –13 Mio €) zur Folge gehabt. Im Wesentlichen resultieren diese hypothetischen Ergebnisauswirkungen aus den Währungssensitivitäten EUR gegenüber USD mit –18 Mio € (Vorjahr: –8 Mio €), gegenüber GBP mit 2 Mio € (Vorjahr: –5 Mio €), gegenüber BHD mit 5 Mio € (Vorjahr: 0,1 Mio €) und gegenüber CNY 4 Mio € (Vorjahr: 2 Mio €). Eine Abwertung des EUR würde zu exakt gegenläufigen Sensitivitäten führen.

Die im Eigenkapital bilanzierte Hedge-Rücklage hätte sich bei einer Aufwertung des EUR um 10 % um –25 Mio € (Vorjahr: 40 Mio €) verändert. Die hypothetische Eigenkapitalveränderung resultiert im Wesentlichen aus Währungssensitivitäten des EUR gegenüber USD mit –76 Mio € (Vorjahr: –29 Mio €) und gegenüber GBP mit 14 Mio € (Vorjahr: 49 Mio €). Eine Abwertung hätte im Wesentlichen einen gegenläufigen Effekt auf das Eigenkapital gehabt.

Rohstoffpreisrisiko

Aus dem Einkauf von Treibstoffen und Heizöl entstehende Rohstoffpreis-Risiken werden über Zuschläge und Vertragsklauseln überwiegend an unsere Kunden weitergegeben. Zusätzliche Sicherungen mit Derivaten (Nominalwert im Vorjahr: 374 Mio € / Marktwert: –31 Mio €) bestanden zum Stichtag nicht.

Eine hypothetische Erhöhung des Treibstoffpreises um 10 % hätte eine Veränderung der im Eigenkapital bilanzierten Hedge-Rücklage in Höhe von 0 Mio € (Vorjahr: 19 Mio €) und eine Marktpreisverringerung um 10 % hätte eine Veränderung in Höhe von 0 Mio € (Vorjahr: –21 Mio €) zur Folge gehabt.

Zinsrisiko und Zinsmanagement

Die wichtigste primäre Verschuldungswährung des Konzerns ist der Euro. Mittels derivativer Finanzinstrumente werden Euro-Mittel in fremde Währungen transformiert, um den jeweiligen Liquiditätsbedarf der operativen Gesellschaften zu decken. Berücksichtigt man diese Geschäfte, lag der Anteil des Euros an der Nettofinanzverschuldung des Konzerns bei 60 % (Vorjahr: 40 %), der Anteil des US-Dollar betrug 28 % (Vorjahr: 27 %). Der Anstieg des Euro-Anteils ist insbesondere auf eine Bereinigung von Darlehensportfolios in Fremdwährungen zurückzuführen.

Die Marktwerte der Zinssicherungsgeschäfte wurden auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows ermittelt, dafür wird das im Konzern Treasury eingesetzte Risk-Management-System verwendet.

Zum Stichtag 31. Dezember 2007 hatte Deutsche Post World Net Zins-Swaps über ein Nominalvolumen von 1.209 Mio € (Vorjahr: 1.764 Mio €) abgeschlossen. Der Marktwert dieser Zins-Swap-Position betrug –24 Mio € (Vorjahr: 11 Mio €). Zinsoptionsgeschäfte bestanden zum Stichtag nicht (Nominalwert Vorjahr: 150 Mio €).

In der ersten Jahreshälfte 2007 wurde bei der Deutsche Post World Net der Anteil von Instrumenten mit langfristiger Zinsbindung leicht erhöht. Um der unsicheren Situation an den Finanzmärkten in der zweiten Hälfte des Jahres 2007 angemessen Rechnung zu tragen, wurde das Verhältnis von Instrumenten mit kurz- und langfristiger Zinsbindung recht ausgeglichen positioniert. Aufgrund der zu Jahresbeginn sehr volatilen Kapitalmärkte ist eine Prognose für das Jahr 2008 schwierig, Deutsche Post World Net geht für den Euroraum von leicht sinkenden Zinsen aus, insbesondere im kürzeren Laufzeitensegment. Der Einfluss einer Zinsveränderung auf die Finanzlage des Konzerns ist weiterhin unmaßgeblich.

Zur Darstellung der Zinsänderungsrisiken gemäß IFRS 7 wird die Sensitivitätsanalyse herangezogen. Mit dieser Methode können die Effekte aus hypothetischen Marktzinsänderungen auf die Zinserträge und Zinsaufwendungen und auf das Eigenkapital zum Stichtag ermittelt werden. Folgende Annahmen liegen der Sensitivitätsanalyse zugrunde:

Originäre variabel verzinsliche Finanzinstrumente unterliegen einem Zinsänderungsrisiko und sind deshalb in die Sensitivitätsanalyse einzubeziehen. Originäre variabel verzinsliche Finanzinstrumente, die mittels Cashflow-Hedging in festverzinsliche Finanzinstrumente transformiert wurden, werden nicht einbezogen. Marktzinsänderungen wirken sich bei derivativen Finanzinstrumenten, die zur Sicherung von zinsbedingten Zahlungsschwankungen abgeschlossen wurden (Cashflow-Hedging), durch Marktwertänderungen auf das Eigenkapital aus und sind deshalb im Rahmen der Sensitivitätsanalyse zu berücksichtigen.

Alle festverzinslichen und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko.

Designierte Fair-Value-Hedges zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken werden in die Analyse nicht einbezogen, da sich die zinsbedingten Wertänderungen des Grundgeschäfts und des Sicherungsgeschäfts nahezu vollständig für die Periode in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgleichen. Lediglich der variable Teil des Sicherungsinstruments hat Auswirkungen auf das Finanzergebnis und ist in die Sensitivitätsanalyse einzubeziehen.

Zinsderivate, die nicht Bestandteil einer Sicherungsbeziehung waren und die aufgrund von Marktzinsänderungen Auswirkungen auf das Finanzergebnis hätten, waren zum 31. Dezember 2007 nicht anzusetzen. Zum 31. Dezember 2006 bestanden derartige Zinsderivate, die in der Analyse (2006) zu berücksichtigen sind.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2007 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, hätte sich das Ergebnis um 13 Mio € (Vorjahr: 15 Mio €) verringert. Eine Absenkung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte hätte den gegenläufigen Effekt zur Folge gehabt. Eine Veränderung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte hätte Auswirkungen auf die im Eigenkapital bilanzierten Marktwerte der Zinsderivate. Eine Zinserhöhung hätte zu unrealisierten Gewinnen im Eigenkapital von 16 Mio € (Vorjahr: 1 Mio €) geführt, und eine Absenkung hätte den gegenläufigen Effekt gehabt.

Kreditrisiko

Ein Kreditrisiko besteht für den Konzern dahingehend, dass Vertragspartner ihren Verpflichtungen aus operativer Geschäftstätigkeit und aus Finanztransaktionen nicht nachkommen. Zur Minimierung des Kreditrisikos aus Finanztransaktionen werden nur Geschäfte mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Im operativen Geschäft werden die Ausfallrisiken fortlaufend überwacht. Der Gesamtbetrag der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko dar.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.377 Mio € (Vorjahr: 6.395 Mio €) sind innerhalb eines Jahres fällig. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Überfälligkeiten bei Forderungen:

 

Mio €

 

Buchwert vor Wert-
minderung

 

Zum Ab-
schlusstag weder wert-
gemindert noch fällig

 

Zum Abschlussstichtag überfällig
und nicht wertgemindert

 

     

Weniger als 30 Tage

 

31–60
Tage

 

61–90
Tage

 

91–120
Tage

 

121–150
Tage

 

151–180
Tage

 

> 180
Tage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum 31. Dezember 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

6.595

 

4.373

 

1.168

 

361

 

152

 

80

 

43

 

28

 

65

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum 31. Dezember 2006

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

6.651

 

4.167

 

1.227

 

371

 

184

 

101

 

64

 

46

 

88

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

 

Mio €

 

2006

 

2007

 

 

 

 

 

Bruttoforderung

 

 

 

 

Anfangsstand 1. Januar

 

6.371

 

6.651

Veränderungen

 

280

 

–56

Endstand 31. Dezember

 

6.651

 

6.595

 

 

 

 

 

Wertberichtigungen

 

 

 

 

Anfangsstand 1. Januar

 

–221

 

–256

Veränderungen

 

–35

 

38

Endstand 31. Dezember

 

–256

 

–218

Bilanzwert 31. Dezember

 

6.395

 

6.377

Alle übrigen finanziellen Vermögenswerte sind weder überfällig noch wertgemindert. Es wird von einer jederzeitigen Einbringlichkeit dieser Vermögenswerte ausgegangen.

48.2.2 Derivative Finanzinstrumente

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die im Konzern Deutsche Post World Net (ohne Deutsche Postbank Gruppe) eingesetzten derivativen Finanzinstrumente und ihre Marktwerte. Derivate mit amortisierenden Nominalvolumen werden mit voller Höhe bei Endfälligkeit gezeigt:

Derivative Finanzinstrumente

Mio €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marktwerte 2007 nach Fälligkeit

 

 

2006

 

2007

 

Vermögen

 

Schulden

 

 

Nomi- nalwert

 

Markt- wert

 

Nomi- nalwert

 

Markt- wert Ver- mögen

 

Markt- wert Schul- den

 

Markt-wert Gesamt

 

Bis 1 Jahr

 

Bis 2 Jahre

 

Bis 3 Jahre

 

Bis 4 Jahre

 

Bis 5 Jahre

 

> 5 Jahre

 

Bis 1 Jahr

 

Bis 2 Jahre

 

Bis 3 Jahre

 

Bis 4 Jahre

 

Bis 5 Jahre

 

> 5 Jahre

Zinsbe- zogene Produkte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zins-Swaps

 

1.764

 

11

 

1.209

 

2

 

–26

 

–24

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

2

 

0

 

0

 

0

 

0

 

–2

 

–24

davon Cashflow-Hedges

 

186

 

6

 

367

 

2

 

–15

 

–13

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

2

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

–15

davon Fair-Value-Hedges

 

1.478

 

9

 

842

 

0

 

–11

 

–11

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

–2

 

–9

davon zu Handels- zwecken

 

100

 

–4

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

FRAs

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

Zinsoptionen

 

150

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

davon Cashflow-Hedges

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

davon zu Handels- zwecken

 

150

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

Sonstige

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

 

1.914

 

11

 

1.209

 

2

 

–26

 

–24

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

2

 

0

 

0

 

0

 

0

 

–2

 

–24

Währungs- bezogene Geschäfte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Devisen- termin- geschäfte

 

1.603

 

–63

 

1.768

 

23

 

–63

 

–40

 

23

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

–35

 

–8

 

–8

 

–7

 

–4

 

–1

davon Cashflow-Hedges

 

557

 

–38

 

1.063

 

18

 

–59

 

–41

 

18

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

–31

 

–8

 

–8

 

–7

 

–4

 

–1

davon Net-Invest.-Hedges

 

315

 

–16

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

davon zu Handels- zwecken

 

731

 

–9

 

705

 

5

 

–4

 

1

 

5

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

–4

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

Devisen- optionen

 

162

 

3

 

460

 

1

 

–12

 

–11

 

0

 

1

 

0

 

0

 

0

 

0

 

–5

 

–7

 

0

 

0

 

0

 

0

davon Cashflow-Hedges

 

162

 

3

 

460

 

1

 

–12

 

–11

 

0

 

1

 

0

 

0

 

0

 

0

 

–5

 

–7

 

0

 

0

 

0

 

0

Devisen-Swaps

 

3.896

 

26

 

1.977

 

28

 

–19

 

9

 

28

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

–19

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

davon Cashflow-Hedges

 

62

 

–1

 

311

 

8

 

–7

 

1

 

8

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

–7

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

davon zu Handels- zwecken

 

3.834

 

27

 

1.666

 

20

 

–12

 

8

 

20

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

–12

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

Cross-Currency-Swaps

 

328

 

–19

 

299

 

24

 

–36

 

–12

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

24

 

0

 

0

 

0

 

–7

 

–29

 

0

davon Cashflow-Hedges

 

214

 

7

 

203

 

24

 

–7

 

17

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

24

 

0

 

0

 

0

 

–7

 

0

 

0

davon Fair-Value-Hedges

 

114

 

–26

 

95

 

0

 

–29

 

–29

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

–29

 

0

davon zu Handels- zwecken

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

 

5.989

 

–53

 

4.505

 

76

 

–130

 

–54

 

51

 

1

 

0

 

0

 

0

 

24

 

–59

 

–15

 

–8

 

–14

 

–33

 

–1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rohstoff- preis- bezogene Geschäfte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fuel-Hedging-Programm

 

374

 

–31

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

davon Cashflow-Hedges

 

374

 

–31

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

davon zu Handels- zwecken

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

Fair-Value-Hedges

Zur Absicherung des Fair-Value-Risikos von festverzinslichen Euro-Verbindlichkeiten wurden Zins-Swaps als Fair-Value-Hedges eingesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte dieser Zins-Swaps betragen –11 Mio € (Vorjahr: 9 Mio €). Der deutliche Rückgang der Zeitwerte im Jahr 2007 beruht auf der Zinsentwicklung. Zum 31. Dezember 2007 bestand außerdem eine Buchwertanpassung auf das Grundgeschäft aus einem in der Vergangenheit aufgelösten Zins-Swap von 35 Mio € (Vorjahr: 40 Mio €). Die Buchwertanpassung wird über die Restlaufzeit der Verbindlichkeit anhand der Effektivzinsmethode erfolgswirksam aufgelöst und reduziert den künftigen Zinsaufwand.

Weiterhin wurden zum Schutz von Fremdwährungsverbindlichkeiten gegen negative Marktveränderungen Zins-Währungs-Swaps eingesetzt, durch die die Verbindlichkeit in eine variabel verzinsliche Euro-Verbindlichkeit transformiert worden ist. Dabei wurde im Ergebnis das Fair-Value-Risiko aus der Zins- und Währungskomponente gesichert. Diese Zins-Währungs-Swaps weisen zum 31. Dezember 2007 Marktwerte von –29 Mio € (Vorjahr: –26 Mio €) aus.

Eine Übersicht der aus den gesicherten Grundgeschäften und den entsprechenden Sicherungsgeschäften entstandenen Gewinne und Verluste gibt die folgende Tabelle:

Ineffektivitäten Fair-Value-Hedges

Mio €

 

2006

 

2007

Gewinne (–)/Verluste (+) aus den gesicherten Grundgeschäften

 

–57

 

–20

Gewinne (–)/Verluste (+) aus den Sicherungsgeschäften

 

57

 

19

Saldo (Ineffektivitäten)

 

0

 

–1

Cashflow-Hedges

Cashflow-Risiken aus zukünftigen operativen Fremdwährungsumsätzen und -aufwendungen werden im Konzern mit Devisentermingeschäften und -Swaps abgesichert. Dabei liegen die Zeitwerte der Devisentermingeschäfte und -Swaps bei –2 Mio € (Vorjahr: –4 Mio €). Devisenoptionsgeschäfte für operative Risiken bestanden zum Stichtag nicht (Marktwert Vorjahr: 3 Mio €). Die gesicherten Grundgeschäfte werden 2008 erfolgswirksam.

Für die Absicherung von Währungsrisiken aus zukünftigen Leasingzahlungen und Annuitäten in fremder Währung wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen, deren Zeitwert zum Bilanzstichtag –37 Mio € (Vorjahr: –35 Mio €) betrug. Die Zahlungen aus den gesicherten Grundgeschäften erfolgen ratierlich, letztmals 2013.

Aus fest kontrahierten Flugzeugkäufen resultieren für den Konzern Cashflow-Risiken im Zusammenhang mit zukünftig zu leistenden Zahlungen in US-Dollar. Diese Risiken wurden im Jahr 2007 mit Termin- und Optionsgeschäften abgesichert. Der Marktwert dieser Cashflow-Hedges zum 31. Dezember 2007 betrug –11 Mio € für die Devisenoptionen und –1 Mio € für die Devisentermingeschäfte. Die Flugzeuge gehen in den Jahren 2009 und 2010 zu. Das Sicherungsergebnis wird mit den Anschaffungskosten verrechnet und mit Amortisation des Vermögenswerts erfolgswirksam erfasst.

Risiken aus festverzinslichen Fremdwährungsanlagen wurden mit synthetischen Zins-Währungs-Swaps gesichert und in festverzinsliche Euroanlagen transformiert. Diese synthetischen Zins-Währungs-Swaps mit einem Zeitwert zum Stichtag von 26 Mio € (Vorjahr: 13 Mio €) sichern das Währungsrisiko. Bei den Anlagen handelt es sich um interne Konzerndarlehen, die 2014 fällig werden.

Aus variabel verzinslichen Verbindlichkeit bestehen für den Konzern Cashflow-Risiken. Zur Vermeidung dieser Risiken wurden Zins-Swaps abgeschlossen, die das Zinsänderungsrisiko aus den Grundgeschäften neutralisieren. Zum 31. Dezember 2007 hatten die betreffenden Cashflow-Hedges einen Marktwert in Höhe von –15 Mio € (Vorjahr: –1 Mio €).Die gesicherten Fremdwährungsverbindlichkeiten werden 2020 bzw. 2037 fällig. Weiterhin wurde eine festverzinsliche Fremdwährungsverbindlichkeit mittels eines Zins-Währungs-Swaps in eine festverzinsliche Euro-Verbindlichkeit transformiert. Der Marktwert des Derivates betrug zum Bilanzstichtag –7 Mio € (Vorjahr: –6 Mio €).

Die Sicherung von Flugzeugkerosin wurde 2007 beendet. Zum 31. Dezember 2006 waren noch negative Marktwerte in Höhe von –31 Mio € in den Büchern.

Net-Investment-Hedges

Aus Fremdwährungsinvestitionen in ausländische Tochtergesellschaften können Risiken für das Eigenkapital des Konzerns entstehen. Zum Bilanzstichtag wurden diese Risiken nicht mehr gesichert (Marktwert im Vorjahr: –16 Mio €).