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Economic Profit als Erfolgsmessgröße

Im Rahmen der wertorientierten Steuerung unseres Konzerns stellen wir wie in den Vorjahren neben der Erfolgsmessgröße Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) auch den Economic Profit dar. Er reflektiert den Wert, den wir für unsere Aktionäre operativ erwirtschaften, unter Berücksichtigung der Kosten des Kapitals, das eingesetzt wird.

Ausgangspunkt für die Berechnung des Economic Profit ist das Geschäftsergebnis nach Steuern. Es beinhaltet neben dem EBIT auch das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen, das Ergebnis aus der Equity-Bewertung der Deutschen Postbank Gruppe und den Zinsanteil in operativen Leasingaufwendungen. Zieht man vom Geschäftsergebnis nach Steuern die Kapitalkosten ab, die auf Basis des Kapitalkostensatzes und des durchschnittlich gebundenen Nettovermögens berechnet wurden, ergibt sich der Economic Profit.

Economic Profit (Postbank at Equity)

 

 

 

2006
angepasst

 

2007

 

+/– %

Geschäftsergebnis nach Steuern

Mio €

 

3.029

 

2.538

 

-16,2

Durchschnittlich gebundenes Nettovermögen

Mio €

 

27.291

 

26.601

 

-2,5

x Kapitalkostensatz

%

 

5,9

 

6,7

 

 

– Kapitalkosten

Mio €

 

-1.610

 

-1.782

 

10,7

= Economic Profit

Mio €

 

1.419

 

756

 

-46,7

Mit einem Economic Profit von 756 Mio € konnte der Konzern operativ wieder erheblichen Wert erwirtschaften. Das Geschäftsergebnis nach Steuern ist im Vergleich zum Vorjahr trotz operativer Verbesserungen zurückgegangen. Grund dafür war eine nicht-liquiditätswirksame außerplanmäßige Wertberichtigung des Anlagevermögens in Höhe von 594 Mio € für das Expressgeschäft in der Region Americas. Das durchschnittlich gebundene Nettovermögen ist leicht gesunken, die Kapitalkosten sind wegen des allgemein höheren Zinsniveaus jedoch deutlich gestiegen. Der Economic Profit ging deshalb im Vergleich zum Vorjahr um 46,7 % zurück. Der Kapitalkostensatz war bereits zum Jahresanfang mit 6,7 % angesetzt worden.

Als Kapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital, WAAC) wird der gewichtete Durchschnitt der Nettokosten für verzinsliches Fremdkapital und Eigenkapital herangezogen – unter Berücksichtigung von Steuereffekten und bereichsspezifischer Risikofaktoren, die durch den Betafaktor abgebildet werden.

Konzern-WACC (Grafik)

Das durchschnittlich gebundene Nettovermögen, das in die Berechnung des Economic Profit einfließt, errechnet sich wie folgt:

Durchschnittlich gebundenes Nettovermögen (Postbank at Equity)

Mio €

 

2006
angepasst

 

2007

Segmentvermögen

 

30.642

 

30.266

- Segmentverbindlichkeiten inklusive unverzinslicher Rückstellungen

 

-10.601

 

-10.883

= Nettosegmentvermögen

 

20.041

 

19.383

+ Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
und an der Deutschen Postbank Gruppe

 

1.674

 

1.865

+ Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

 

50

 

115

+ Nettobarwert der operativen Leasingverpflichtungen

 

4.863

 

5.211

= Gebundenes Nettovermögen Jahresende

 

26.628

 

26.574

Gebundenes Nettovermögen Vorjahr

 

27.954

 

26.628

Durchschnittlich gebundenes Nettovermögen

 

27.291

 

26.601