Volumen: 10,3 Mrd €
Beschaffung von Waren und Dienstleistungen
Der Konzerneinkauf beschaffte im Berichtsjahr Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 10,3 Mrd €. Das Niveau liegt unter anderem durch die Einbeziehung von Williams Lea über dem Vorjahr (9,5 Mrd €). Transportleistungen beschaffen die Geschäftsbereiche in der Regel selbst. Der Einkauf berät hier auf Projektbasis.
Einkaufsorganisation gestrafft
Die Beschaffung erfolgt zentral. Weltweit sind für den Konzern 16 Materialgruppenmanager tätig, die eng mit den Einkaufsleitern der Regionen zusammenarbeiten. Zum 1. Dezember 2007 haben wir die regionale Struktur des Einkaufs optimiert. Sie umfasst nun die Regionen Deutschland/Österreich/Schweiz, UK/Irland, Europa/Mittlerer Osten/Afrika, Nordamerika, Südamerika und Asien/Pazifik. Materialgruppenmanager wie regionale Einkaufsleiter berichten an den Leiter des Konzerneinkaufs. Damit können wir den Bedarf weltweit bündeln und zugleich die Anforderungen der internen Kunden in puncto Service und Qualität erfüllen.
Unser Ziel ist es, uns ständig zu verbessern. Dass wir damit im Berichtsjahr erfolgreich waren, belegt eine Studie der European Business School, die unseren Einkauf mit dem 35 anderer Unternehmen verglichen hat. Im direkten Vergleich nahm der Einkauf der Deutschen Post einen Spitzenplatz ein, sowohl was die Kosten des Einkaufs im Vergleich zum Volumen betrifft als auch bei den erzielten Einsparungen bezüglich des Einkaufsvolumens.
Entscheidend für den Erfolg des Unternehmens ist die Qualität unserer Mitarbeiter. Daher haben wir das Programm „Fit4 Procurement“ im Berichtsjahr auf alle Regionen ausgedehnt und zahlreiche fachspezifische Schulungen durchgeführt.
Umweltbewusster Einkauf
Bei den wichtigsten Einkaufsinitiativen wurden in erheblichem Maß umweltrelevante Aspekte berücksichtigt. So wurde der Strombezug in Deutschland weitgehend auf erneuerbare Energien umgestellt. Vom Jahr 2008 an werden Konzernzentrale und Niederlassungen zu mehr als 60 % mit Ökostrom versorgt. Auf diese Weise mindern wir die CO2-Emissionen um mehr als 200.000 Tonnen jährlich. Zugleich können wir durch die Umstellung auf Trancheneinkauf administrative Kosten senken und uns Preisvorteile für die nächsten ein bis zwei Jahre sichern. Bei diesem Verfahren können Marktpreisentwicklungen berücksichtigt werden, da nicht einmalig, sondern in Tranchen eingekauft wird, die über das Jahr verteilt sind.
In Großbritannien wurde der Bedarf an Strom und Gas ausgeschrieben. Daher hat unsere Konzerntochter DHL ihre 104 Hauptstandorte auf erneuerbare Energien umgestellt. So sollen jährlich 98.000 Tonnen CO2 eingespart werden. In Asien und Europa haben wir den Umfang des Luftfrachtbriefs reduziert, wodurch jährlich 200 Tonnen Papier und damit verbundene Kosten entfallen.
Auch der Einkauf von Fahrzeugen erfolgt unter anderem nach Umweltkriterien, vor allem achten wir auf den Kraftstoffverbrauch und die Emissionsklasse laut EU-Klassifizierung.
Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten
Wir haben die Zusammenarbeit mit unseren internen Geschäftspartnern intensiviert. In der gesamten Einkaufsorganisation wurde
„First Choice“ eingeführt. Dieses unternehmensweite Programm zur Verbesserung unserer Kundenbeziehungen hat bereits zu zahlreichen Initiativen geführt. So wollen wir lernen, die Anforderungen unserer Partner besser zu verstehen und zu erfüllen.
Der Einkauf überprüft gemeinsam mit seinen Geschäftspartnern regelmäßig die Leistungen der Schlüssellieferanten, um mögliche Schwächen frühzeitig zu erkennen und mit den Lieferanten geeignete Verbesserungsmaßnahmen zu vereinbaren. Dadurch haben wir die Qualität der Leistungen und die Zufriedenheit unserer internen Kunden deutlich erhöht.



