Mit der weltweiten Expansion unseres Konzerns sind die Anforderungen an die betriebsnotwendige Infrastruktur gestiegen. Das betrifft Einlieferung, Sortierung, Transport, Zustellung und Informationstechnologie. Betriebsunterbrechungen an wichtigen Standorten wollen wir vermeiden, indem wir unsere neuralgischen Punkte – Sortier- und Förderanlagen, Luftdrehkreuze und Datenzentren – kontinuierlich überwachen. Mit Vorsorgemaßnahmen sowie Notfall- und Ausweichplänen verfügen wir über wirkungsvolle Instrumente, um Betriebsunterbrechungen zu verhindern oder deren Folgen zu mindern.
Nach der vollständigen Öffnung des deutschen Briefmarktes steigt der Wettbewerb für den Unternehmensbereich BRIEF. Auf die geänderte Situation sind wir gut vorbereitet. Mit modernen Sortieranlagen und effizienten Prozessen setzen wir hohe Qualitätsstandards. Zudem optimieren und flexibilisieren wir die Kosten des Transport- und Zustellnetzes. Konsequente Kundenorientierung verbunden mit Marketing- und Vertriebsaktivitäten werden das Risiko eines Verlustes von Marktanteilen reduzieren.
Der Unternehmensbereich EXPRESS steht national und international in einem scharfen Wettbewerb. Um auch künftig zu bestehen, optimieren wir unser globales Transportnetz, unter anderem durch den Bau oder die Erweiterung von Luftdrehkreuzen. Sämtliche Prozesse werden regelmäßig mit dem Ziel analysiert, die eingesetzten Ressourcen effizient zu nutzen. Unser Angebot passen wir stets an die Bedürfnisse der Kunden an. Mit dem
First-Choice-Programm sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter dafür, zufriedene Kunden als entscheidendes Kriterium unserer Wettbewerbsfähigkeit zu betrachten.
Das gilt auch für den Unternehmensbereich LOGISTIK. Ein Verlust von Kunden, vor allem von großen, könnte unsere Umsatz- und Ertragsziele gefährden. Dieses Risiko lässt sich durch ein weitsichtig handelndes Management zwar begrenzen, aber nicht ausschließen. Vor allem bei kundenspezifischen Logistiklösungen ist unser wirtschaftlicher Erfolg eng an den des Kunden geknüpft. Wir wollen unsere Kunden mit unserer Erfahrung, der Qualität unserer Arbeit sowie einem breitem Angebot unterstützen.
Die Postbank geht bankübliche Risiken unter strikter Beachtung der Risikotragfähigkeit ein. Die relevanten Risiken werden laufend gemessen, überwacht und regelmäßig dem Management berichtet. Die seit dem 1. Januar 2007 geltenden Eigenkapitalanforderungen von Basel II sowie die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) wurden bereits frühzeitig in das Risikomanagementsystem der Postbank einbezogen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat der Postbank die Zulassung erteilt, für einen Großteil ihrer Geschäfte eigene Rating- und Scoringmodelle zur Risikoeinschätzung und regulatorischen Eigenkapitalunterlegung zu nutzen. Im Rahmen der Durchführung von Kreditersatzgeschäften hat die Postbank auch in strukturierte Kreditprodukte (Structured Credit Products, SCP) investiert. Die von den Entwicklungen am US-Immobilienmarkt ausgehenden Verwerfungen an den Kapitalmärkten hat die Postbank im Hinblick auf potenzielle Ausfälle im Structured Credit Portfolio eng begleitet. Sie hat die Bestände fortlaufend systematisch analysiert und Impairment-Tests unterzogen. Auf Basis einer vorsichtigen Bewertung des Portfolios wurde im Berichtsjahr ein Impairment in Höhe von insgesamt 112 Mio € vorgenommen. Für den Fall einer spürbaren Verschärfung der vom US-Immobilienmarkt ausgehenden Turbulenzen und einem eventuellen Übergreifen auf die Realwirtschaft können weitere finanzielle Belastungen nicht ausgeschlossen werden.



