Im Unternehmensbereich EXPRESS ist der Umsatz um 3,1 % auf 13.874 Mio € (Vorjahr angepasst: 13.463 Mio €) gestiegen, obwohl unser Geschäft durch negative Währungseffekte (507 Mio €) belastet wurde. In den Landeswährungen erzielten wir organisch ein Umsatzwachstum von 6,4 %.
Umsatz und Volumina steigen in Europa
In Europa konnten wir sowohl den Umsatz als auch die Sendungsmengen steigern. Der Umsatz erhöhte sich um 3,8 % auf 6.624 Mio € (Vorjahr: 6.381 Mio €); das zugrunde liegende organische Wachstum für die Region erreichte 4,6 %. Die größten Zuwächse erzielten wir im Inlandsgeschäft Zentraleuropas. Dazu zählen Tschechien, Ungarn, Polen, die Slowakei, Slowenien, Rumänien und Bulgarien. Im Benelux konnten wir unser internationales Geschäft erfreulich verbessern. In den übrigen Ländern wuchs der Umsatz moderat um 3 % bis 7 %. Ausgenommen davon waren Frankreich und Großbritannien: dort blieben die Umsätze auf Vorjahresniveau.
Konjunktur belastet US-Geschäft
Vor allem aufgrund von Wechselkurseffekten in Höhe von −339 Mio € sank der Umsatz in der Region Americas um 4,9 % auf 4.165 Mio € (Vorjahr: 4.379 Mio €). Organisch stieg er in lokaler Währung um 2,9 %. Besonders gut zeigte sich erneut das Inlandsgeschäft Lateinamerikas, allen voran Mexikos, das um 20 % zulegte. In den USA war das organische Wachstum mit 0,6 % positiv, wobei ein starker Rückgang im Domestic-Air-Geschäft nicht durch Verbesserungen bei den Produkten Ground und International aufgefangen werden konnte. Diese Entwicklung wurde vor allem im zweiten Halbjahr durch die abflauende Wirtschaftslage offenbar.
Zweistelliges Umsatzplus in Asien
Der Umsatz in der Region Asia Pacific wuchs um 5,4 % auf 2.576 Mio € (Vorjahr: 2.443 Mio €). Ebenso wie in Amerika führte die Kursentwicklung des Euros auch hier zu negativen Währungseffekten, sie betrugen 102 Mio €. Obwohl das Wachstum in der Region an Tempo verlor, konnten wir dort organisch ein zweistelliges Umsatzplus (9,6 %) erzielen. Dazu trugen vor allem China und Indien bei.
Schwellenländer als Wachstumsmotor
In der Region EEMEA (Osteuropa, der Mittlere Osten und Afrika) ist der Umsatz im Jahresvergleich um 29,9 % auf 1.064 Mio € (Vorjahr: 819 Mio €) gewachsen. Wie im Vorjahr stammten aus dieser Region die höchsten Zuwächse, vor allem aus dem Mittleren Osten und Russland.
Ergebnis vor außerplanmäßiger Abschreibung auf das Anlagevermögen in der Region Americas um 46 % verbessert
Der Impairment-Test zum Jahresende führte zu einer Wertberichtigung des Express-Anlagevermögens in der Region Americas in Höhe von 594 Mio €. Diese Wertberichtigung ist nicht zahlungswirksam. Mit Blick auf die Zukunft können weitere Abschreibungen in Bezug auf Zuführungen zum Anlagevermögen derzeit nicht aus geschlossen werden. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) vor außerplanmäßiger Abschreibung auf das Anlagevermögen hat sich um 46 % von 288 Mio € auf 420 Mio € verbessert. Darin enthalten waren Aufwendungen in Höhe von 76 Mio € für den Bau des neuen europäischen Drehkreuzes in Leipzig. Mit einer Ausnahme konnten alle Regionen ihre Profitabilität steigern. In der Region Americas verschlechterte sich das operative Geschäft, weil der Umsatz stagnierte und verstärkt Produkte mit niedrigeren Margen nachgefragt wurden. Die Umsatzrendite vor der außerplanmäßigen Abschreibung auf das Anlagevermögen des amerikanischen Expressgeschäfts verbesserte sich von 2,1 % auf 3 %.



