Künftige Rahmenbedingungen
Erwartungen an den weiteren Geschäftsverlauf
Voraussetzungen für werthaltiges Wachstum schaffen
Chancen
Künftige Rahmenbedingungen
Die Weltwirtschaft dürfte bis Jahresende und darüber hinaus weiterhin robust wachsen, allerdings weniger stark, als wir es in den vergangenen Jahren gewohnt waren. Zudem sind durch die weiterhin angespannte Lage an den Finanzmärkten die konjunkturellen Risiken gestiegen. Sollte sich der Rohölpreis auf dem aktuellen Rekordniveau festsetzen oder sogar noch weiter steigen, könnte er die globale Konjunktur im kommenden Jahr leicht bremsen.
Für die US-Wirtschaft zeichnet sich noch keine nachhaltige Entspannung ab. Das BIP-Wachstum wird aufgrund der rückläufigen Bauinvestitionen im Jahr 2007 mit rund 2 % deutlich niedriger ausfallen als in den Vorjahren. 2008 sollten die dämpfenden Effekte des schwachen Immobilienmarktes aber allmählich nachlassen, und das BIP dürfte wieder stärker wachsen.
In Japan hält der solide Aufschwung an, Unternehmensinvestitionen und privater Verbrauch dürften weiter steigen. Zusätzliche Wachstumsimpulse sollten von den Exporten ausgehen. Das BIP-Wachstum wird in den Jahren 2007 und 2008 voraussichtlich bei jeweils gut 2 % liegen. Die wirtschaftliche Dynamik Chinas ist bislang ungebrochen. Das BIP wird wohl auch 2008 prozentual zweistellig wachsen.
Im Euroraum bleiben die wirtschaftlichen Perspektiven günstig, der Aufschwung dürfte sich auch über den Jahreswechsel hinaus fortsetzen. Im gesamten Jahr 2007 wird der BIP-Zuwachs mit 2,7 % etwa so stark sein wie im Vorjahr. 2008 ist damit zu rechnen, dass der starke Euro zwar das Exportwachstum dämpfen, aber den Aufschwung insgesamt nicht gefährden wird.
In Deutschland dürfte sich die rege Zunahme von Exporten und Unternehmensinvestitionen bis Jahresende fortsetzen, so dass mit einem BIP-Wachstum von 2,6 % zu rechnen ist. Bei nur leicht gebremster Dynamik sollte es 2008 zu einem Wechsel der konjunkturellen Zugpferde kommen: Während Exporte und Investitionen wahrscheinlich nachlassen, dürfte sich der private Verbrauch wieder spürbar beleben. Hierfür sprechen auch die steigende Beschäftigung und die kräftigeren Einkommenszuwächse.
Erwartungen an den weiteren Geschäftsverlauf
Für das Jahr 2007 geht der Konzern Deutsche Post World Net von einem insgesamt positiven Geschäftsverlauf aus. Wir erwarten einen leicht steigenden Umsatz. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) sollte vor Einmaleffekten bei rund 3,7 Mrd € liegen.
Im Unternehmensbereich BRIEF wird ein stabiler bis leicht steigender Umsatz erwartet. Wir rechnen damit, Umsatzverluste im nationalen Briefgeschäft durch die übrigen Geschäftsfelder mehr als auszugleichen. Das EBIT für 2007 sollte bei 2 Mrd € stabil bleiben.
Im Unternehmensbereich EXPRESS sollte das EBIT für das Jahr 2007 bei mindestens 400 Mio € liegen. Darin enthalten sind Aufwendungen für den Bau des neuen Luftdrehkreuzes am Flughafen Leipzig/Halle.
Für den Unternehmensbereich LOGISTIK erwarten wir für 2007 ein prozentual hohes einstelliges Umsatzwachstum. Der EBIT-Anstieg sollte bei rund 15 % liegen, darin nicht berücksichtigt ist der Einmalertrag von 59 Mio € aus dem Verkauf der Vfw AG.
Im Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN sollen die Erlöse auch durch kontinuierlich steigende Beiträge des BHW zunehmen. Der Konzern rechnet damit, dass das EBIT um mindestens 5 % ansteigen wird.
Für das Jahr 2008 erwartet der Konzern einen EBIT-Anstieg um 14 % auf rund 4,2 Mrd €.
Voraussetzungen für werthaltiges Wachstum schaffen
Der Konzern tritt in eine neue strategische Phase ein, in der der Schwerpunkt auf Profitabilität, Cash-Generierung und organischem Wachstum liegen wird. Die starke Marktposition als weltweit führendes Logistik-Unternehmen wollen wir nutzen, um zusätzlichen Wert für unsere Aktionäre zu schaffen. Begleitet werden die Maßnahmen von einer erweiterten Berichterstattung gegenüber dem Kapitalmarkt.
Mit einem umfassenden, spartenübergreifenden Programm zur Untermauerung des Gewinnwachstums strebt der Konzern bis Ende 2009 an, 1 Mrd € zu generieren. Das Unternehmen plant außerdem, in den nächsten zwei Jahren sein Nettoumlaufvermögen um 700 Mio € zu reduzieren und mindestens 1 Mrd € in Cash durch die Veräußerung von Immobilien und anderer nicht-strategischer Vermögenswerte freizusetzen. Um die Wertorientierung im gesamten Unternehmen zu verankern, werden wir mit EBIT after Asset Charge eine neue Steuerungsgröße einführen.
Wir möchten unsere Aktionäre an einem werthaltigen Wachstum beteiligen. Für das Geschäftsjahr 2007 wird der Vorstand der Hauptversammlung am 6. Mai 2008 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,90 € je Aktie auszuschütten – 20 % mehr als im Vorjahr.
Chancen
Die wirtschaftlichen Chancen des Konzerns stellen wir im Geschäftsbericht 2006 dar. Darüber hinaus wurden im Berichtszeitraum keine weiteren wesentlichen Chancen identifiziert.
