• Seite drucken
  • Downloads

Gesamtwirtschaftliche Risiken
Gesamtrisiko für das Unternehmen

Im Rahmen ihrer unternehmerischen Aktivitäten ist Deutsche Post World Net verschiedenen Risiken ausgesetzt, denen sie mit einem Chancen- und Risikomanagementsystem begegnet. Chancen und Risiken werden konzernweit nach einheitlichen Standards systematisch identifiziert, bewertet, gesteuert und überwacht. Das Chancen- und Risikomanagement ist integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse im Konzern und unterstützt so die nachhaltige Sicherung unseres künftigen Unternehmenserfolgs.

Die wesentlichen Risiken für unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wir im Geschäftsbericht 2006 sowie im Zwischenbericht zum ersten Halbjahr 2007 dargestellt. Weitere Risiken der Postbank finden Sie in den Zwischenberichten der Deutsche Postbank AG für das Jahr 2007.

Zusätzlich gab es folgende wesentliche Entwicklung im dritten Quartal 2007: Am 12. September 2007 hat die EU-Kommission ein förmliches Beihilfeprüfverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland eröffnet. Darin wird untersucht, ob die Bundesrepublik Deutschland der Deutsche Post AG bzw. ihrer Rechtsvorgängerin Deutsche Bundespost POSTDIENST in den Jahren 1989 bis 2007 die Kosten der von ihr erbrachten Universaldienstleistungen durch staatliche Mittel überkompensiert hat und ob dem Unternehmen dadurch eine europarechtswidrige Beihilfe gewährt wurde. Gemäß der Eröffnungsentscheidung will die Kommission alle in diesem Zeitraum erfolgten staatlichen Vermögenstransfers prüfen sowie die vom Staat übernommenen Bürgschaften, die gesetzlich eingeräumten Exklusivrechte, die Preisregulierung der Briefdienste und die staatliche Finanzierung von Pensionen. Untersucht werden soll zudem die Kostenzuordnung zwischen reguliertem Briefdienst, Universaldienst und Wettbewerbsdiensten innerhalb der Deutsche Post AG und ihrer Vorgängerin. Dies betrifft auch die Kooperationsvereinbarungen zwischen Deutsche Post AG und Postbank sowie der Deutsche Post AG und dem durch die DHL Vertriebs GmbH vermarkteten Geschäftskunden-Paketdienst.

Wir sind der Ansicht, dass die neue Untersuchung ohne jede Grundlage ist. Alle im Zuge der Privatisierung der Deutschen Bundespost erfolgten Vermögensübertragungen, die staatlichen Bürgschaften sowie die Finanzierung der Pensionsverpflichtungen waren schon Gegenstand des mit Entscheidung vom 19. Juni 2002 abgeschlossenen Beihilfeprüfverfahrens. In dieser Entscheidung wurden diese Maßnahmen nicht als rechtswidrige staatliche Beihilfen gewertet. Wir sind weiter der Ansicht, dass die Exklusivrechte, die gesetzlich gewährt werden, und die Briefpreise, die der Regulierung unterliegen, schon tatbestandlich nicht als staatliche Beihilfen eingeordnet werden können. Die Deutsche Post AG ist ferner der Auffassung, dass die internen Kostenverrechnungen mit ihren Tochtergesellschaften im Einklang mit den EU-Beihilferegeln sowie der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs stehen. Dennoch kann insgesamt nicht ausgeschlossen werden, dass die Kommission einen Beihilfetatbestand annimmt.

Dies sind jedoch nicht notwendigerweise die einzigen Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist. Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind oder die wir jetzt noch nicht als wesentlich einschätzen, könnten unsere Geschäftstätigkeit ebenfalls beeinflussen.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Als Dienstleistungsunternehmen werden unsere geschäftlichen Aktivitäten maßgeblich durch unsere Kunden und deren weltweite Handelsbeziehungen geprägt. Risiken für unser unternehmerisches Handeln können durch konjunkturelle Schwankungen in wichtigen Regionen entstehen. Allerdings sehen wir für den Konzern derzeit keine wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken.

Gesamtrisiko für das Unternehmen

In den ersten neun Monaten des Jahres 2007 haben sich neben den im Geschäftsbericht 2006, im Halbjahresbericht 2007 und den vorstehend dargestellten Chancen und Risiken für den Konzern keine weiteren wesentlichen Risiken ergeben. Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden.