19 Ertragsteuern

 
Mio €
  2007
angepasst1)
2008
Laufende Ertragsteueraufwendungen –384 –352
Laufende Ertragsteuererstattungen 5 25
  –379 –327
Latenter Steuerertrag aus temporären Wertdifferenzen 201 140
Latenter Steueraufwand (Vorjahr: Steuerertrag)
aus dem Abbau aktiver latenter Steuern
auf steuerliche Verlustvorträge
5 –13

206 127
Ertragsteuern –173 –200

Trotz des gesunkenen Ergebnisses aus fortgeführten Geschäftsbereichen, das im Wesentlichen aus den Restrukturierungsaufwendungen in den USA resultiert, haben sich keine Auswirkungen auf den Steueraufwand ergeben, da aufgrund der Verlustsituation keine bzw. nur geringe Ertragsteuern gezahlt und auf die entstehenden steuerlichen Verlustvorträge keine latenten Steuern gebildet wurden.

Ausgehend vom Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern und der rechnerischen Ertragsteuer gestaltet sich die Überleitung auf den tatsächlichen Ertragsteueraufwand wie folgt:

Überleitungsrechnung
Mio €
  2007
angepasst1)
2008
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen
vor Ertragsteuern
1.188 –1.066
Rechnerische Ertragsteuer 474 –318
Auf Initial Differences nicht gebildete
aktive latente Steuern
–735 –420
Auf steuerliche Verlustvorträge und temporäre
Differenzen nicht gebildete aktive latente Steuern
inländischer Konzerngesellschaften
346 469
Auf steuerliche Verlustvorträge und temporäre
Differenzen nicht gebildete aktive latente Steuern
ausländischer Konzerngesellschaften
98 424
Steuersatzänderung inländischer Konzerngesellschaften 18 0
Effekt für laufende Steuern aus Vorjahren –9 –45
Steuerfreie Erträge und nicht abziehbare Ausgaben 67 118
Steuersatzdifferenzen ausländischer Unternehmen –86 –30
Sonstiges 0 2
Tatsächliche Ertragsteuer aus fortgeführten
Geschäftsbereichen
173 200

Der Unterschied zwischen dem rechnerischen Steueraufwand und dem tatsächlichen Steueraufwand gründet insbesondere auf temporären Differenzen zwischen der IFRS- und Steuerbilanz der Deutsche Post AG, die aus abweichenden Wertansätzen in der steuerlichen Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 1995 resultieren (Initial Differences). Gemäß IAS 12.15 (b) und IAS 12.24 (b) hat der Konzern keine aktiven latenten Steuern auf diese temporären Differenzen, die im Wesentlichen das Sachanlagevermögen, die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen betreffen, gebildet. Die verbleibenden temporären Differenzen zwischen den IFRS-Bilanzansätzen und den Wertansätzen basierend auf der steuerlichen Eröffnungsbilanz belaufen sich zum 31. Dezember 2008 noch auf 2,0 Mrd € (Vorjahr: 3,4 Mrd €).

Die Effekte aus auf steuerliche Verlustvorträge und temporäre Differenzen nicht gebildeten aktiven latenten Steuern inländischer Konzerngesellschaften betreffen im Wesentlichen die Deutsche Post AG und deren Organgesellschaften. Effekte aus auf steuerliche Verlustvorträge und temporäre Differenzen nicht gebildeten aktiven latenten Steuern ausländischer Gesellschaften resultieren überwiegend aus der Region Americas.

Effekte aus nicht gebildeten aktiven latenten Steuern entfallen in Höhe von 585 Mio € (Vorjahr: 122 Mio €) auf eine Aufhebung einer früheren Abwertung eines latenten Steueranspruchs. In Höhe von 17 Mio € (Vorjahr: 51 Mio €) minderte sich der Ertragsteueraufwand aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste.

Für inländische Gesellschaften wurde ein latenter Steueranspruch in Höhe von 332 Mio € aktiviert, da die Realisierung des Steueranspruchs aufgrund der steuerlichen Ergebnisplanung insoweit wahrscheinlich ist und Verluste der laufenden Periode im Wesentlichen aus Einmaleffekten resultieren.

Im Geschäftsjahr 2008 ergab sich bei inländischen Konzerngesellschaften kein Effekt aus einer Steuersatzänderung. Im Vorjahr betraf dies die Effekte aus der Unternehmensteuerreform 2008. Die Steuersatzänderung in einigen ausländischen Steuerjurisdiktionen führte nicht zu wesentlichen Effekten.

Im tatsächlichen Steueraufwand sind periodenfremde Steueraufwendungen von in- und ausländischen Unternehmen in Höhe von 45 Mio € (Vorjahr: 9 Mio €) enthalten.

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