Am 14. Januar 2009 wurde bekanntgegeben, dass Deutsche Bank AG und Deutsche Post AG die Struktur des Postbank-Beteiligungsvertrags anpassen. Die Deutsche Bank AG und die Deutsche Post AG haben eine verbesserte Transaktionsstruktur auf Basis des bisherigen Kaufpreises für den Erwerb von Aktien der Deutsche Postbank AG durch die Deutsche Bank vereinbart. Der Vertrag wird nun in drei Teilen umgesetzt. Die Deutsche Post AG erhielt in dieser neuen Vertragsstruktur die Erlöse aus der Gesamttransaktion am Tag des Closing (25. Februar 2009) und damit wesentlich früher als ursprünglich vereinbart. Der Barwert der Transaktion entspricht 4,9 Mrd €.
In einem ersten Schritt wird die Deutsche Bank 50 Mio Aktien der Postbank – das entspricht einem Anteil von 22,9% – im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung erwerben. Mit der Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister wird die Deutsche Post einen Anteil von rund 8% an der Deutschen Bank halten. Über die eine Hälfte dieser Aktien kann die Deutsche Post ab Ende April frei verfügen. Die andere Hälfte dieser Aktien ist ab Mitte Juni veräußerbar. Für eine Veräußerung sind marktschonende Mechanismen vereinbart worden. Für die Zeit bis zur Veräußerbarkeit sind in bestimmtem Umfang Kurssicherungsmaßnahmen abgeschlossen worden.
Zeitgleich hat die Deutsche Bank in einer zweiten Tranche eine Pflichtumtauschanleihe der Deutschen Post zu 100% gezeichnet, die nach Ablauf von drei Jahren inklusive der aufgelaufenen Zinsen in 60 Mio Aktien oder 27,4% der Postbank getauscht wird. Dabei handelt es sich um eine Nullkupon-Anleihe mit einer Verzinsung von 4% p. a. Der Barwert zum Zeitpunkt des Closing beträgt 2,6 Mrd €.
Für die verbleibenden Aktien (26,4 Mio Aktien bzw. 12,1%) bestehen weiterhin Kauf- und Verkaufsoptionen. Die Optionen werden durch die Zahlung des Barwertes zum Zeitpunkt des Closing in Höhe von 1,1 Mrd € besichert. Die Fristen zur Ausübung der Optionen laufen nun zwischen dem 36. und 48. Monat nach Abschluss der Transaktion. Durch Besicherung der Verkaufsoption und durch die Zeichnung der Pflichtumtauschanleihe erhält die Deutsche Post unmittelbar liquide Mittel von 4,2 Mrd €, wovon 3,1 Mrd € bereits am 2. Januar 2009 und weitere 1,1 Mrd. € am 25. Februar 2009 an die Deutsche Post geflossen sind.