Der Erfolg unserer Geschäftstätigkeit hängt maßgeblich von der wirtschaftlichen Stärke unserer Kunden ab. Die in Folge der Finanzkrise unsicheren Konjunkturaussichten bergen für uns und den gesamten Logistiksektor ein erhebliches Risikopotenzial. Da hier viele Einflussfaktoren wirken – unter anderem die Frage, ob einzelne Länder staatliche Konjunkturmaßnahmen auflegen und welchen Einfluss diese haben werden −, ist eine Aussage über die Dauer und das Ausmaß der Krise schwierig.
Finanzielle Auswirkungen eines möglichen Umsatzrückgangs werden durch unser weitreichendes Kosteneinsparungsprogramm minimiert. Vom Jahr 2009 an will der Konzern seine indirekten Kosten wesentlich senken, bis 2010 um 1 Mrd €. Zudem wollen wir unsere Anteile in wichtigen internationalen und nationalen Express- und Logistikmärkten erweitern. Die Restrukturierung des US-Expressgeschäfts verringert unser Konjunkturrisiko auf diesem stark betroffenen Markt erheblich.
Umfeldrisiken entstehen uns vor allem dadurch, dass Konzern und Tochtergesellschaften einen Teil ihrer Dienstleistungen in einem regulierten Markt erbringen. Seit dem 1. Januar 2008 ist die gesetzliche Exklusivlizenz in Deutschland aufgehoben. Allerdings war es Wettbewerbern bereits seit Januar 1998 aufgrund von Ausnahmeregelungen des Postgesetzes möglich, auch innerhalb der Gewichts- und Preisgrenzen der Exklusivlizenz tätig zu werden. So tätigten die Wettbewerber im Jahr 2007, dem letzten Jahr der Exklusivlizenz, rund 55% ihres Umsatzes innerhalb der Gewichtsgrenzen der Exklusivlizenz. Die Regulierungsbehörde (Bundesnetzagentur) hat bis Jahresende rund 2.500 Wettbewerbern eine Lizenz erteilt.