Die Zunahme der lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten um 32.945 Mio € auf 242.276 Mio € ist überwiegend auf die Postbank zurückzuführen. Sie hat ihr Geschäft weiter ausgebaut. Dadurch haben sich die „Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten“ erhöht. Zudem enthält diese Position auch die umgegliederten Rückstellungen aus aufgegebenen Geschäftsbereichen. Demzufolge sind die lang- und kurzfristigen Rückstellungen gesunken, während besonders die Restrukturierungsmaßnahmen zu einem Anstieg geführt haben. Insgesamt ist diese Position von 12.276 Mio € auf 10.836 Mio € zurückgegangen. Deutlich abgebaut wurden die Finanzschulden, und zwar um 6.084 Mio € auf 4.097 Mio €. Von dem Rückgang betreffen 5.474 Mio € das umgegliederte Nachrangkapital der Postbank. Des Weiteren wurden Darlehensverpflichtungen getilgt und die Finanzschulden gegenüber den Minderheitsaktionären von Williams Lea reduziert. Die lang- und kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten sind von 5.462 Mio € auf 5.112 Mio € gesunken.
Ermittelt man die Bilanzkennzahlen „Postbank at Equity“, wird die Postbank als eine nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlage betrachtet.
Die Nettofinanzverschuldung umfasst die Finanzschulden abzüglich liquider Mittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristiger Finanzinstrumente, langfristiger Einlagen und Finanzschulden gegenüber den Minderheitsaktionären von Williams Lea. Da die Finanzverschuldung gesunken ist, während der Bestand an liquiden Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten nahezu unverändert blieb, hat sich die Nettofinanzverschuldung im Vergleich zum 31. Dezember 2007 von 2.858 Mio € auf 2.412 Mio € verringert.
Das Net Gearing – berechnet als Quotient aus Nettofinanzverschuldung und Summe aus Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung – ist von 20,4% auf 23,3% gestiegen.
| Ausgewählte Kennzahlen zur Vermögenslage (Postbank at Equity) |
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| 2007 | 2008 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Eigenkapitalquote (Equity Ratio) | % | 31,4 | 23,8 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Eigenkapitaldeckung des Anlagevermögens | % | 46,9 | 36,6 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nettofinanzverschuldung | Mio € | 2.858 | 2.412 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Net Gearing | % | 20,4 | 23,3 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Net Interest Cover | 7,1 | 4,2 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Dynamischer Verschuldungsgrad | Jahre | 1,0 | 0,7 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Kennzahl Net Interest Cover als Quotient aus EBIT und dem Saldo aus erhaltenen und gezahlten Zinsen zeigt die Deckung der Nettozinsverpflichtung durch das EBIT an. Er verringerte sich von 7,1 auf 4,2.
Der dynamische Verschuldungsgrad gibt als Indikator für die Innenfinanzierungskraft an, wie viele Jahre ein Unternehmen durchschnittlich benötigt, um seine Schulden zu tilgen, wenn es dazu den im Berichtsjahr erwirtschafteten Mittelzufluss im vollen Umfang einsetzt. Da die Nettofinanzverschuldung gesunken und der operative Cashflow gestiegen ist, hat sich der Verschuldungsgrad von durchschnittlich 1,0 auf 0,7 Jahre weiter verbessert.
| Berechnung Nettofinanzverschuldung (Postbank at Equity) |
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| Langfristige Finanzschulden | |
| + | Kurzfristige Finanzschulden |
| = |
Finanzschulden |
| - | Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente |
| - | Finanzinstrumente |
| - | Long-term Deposits (in der Bilanz
ausgewiesen unter den Finanzanlagen
„Available for Sale“) |
| - | Finanzschulden gegenüber den
Minderheitsaktionären von Williams Lea |
| = |
Nettofinanzverschuldung
(Postbank at Equity) |