Durch den angekündigten Verkauf der Postbank hat sich die Struktur der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008 grundlegend verändert. Alle Vermögenswerte und Schulden dieses Segments sind umgegliedert worden in die Positionen „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ bzw. „Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten“. Die Bilanz zum 31. Dezember 2007 blieb dagegen unverändert.
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Jahresbeginn um 27.544 Mio € auf 262.964 Mio € erhöht, vor allem durch die erfolgreichen Vertriebsaktivitäten der Postbank, die sich in den oben benannten Positionen niedergeschlagen haben.
Die langfristigen Vermögenswerte sind von 25.764 Mio € auf 20.517 Mio € gesunken, vor allem weil das langfristige Postbank-Vermögen umklassifiziert wurde und die immateriellen Vermögenswerte durch die Wertberichtigung im Unternehmensbereich SUPPLY CHAIN/CIS gemindert wurden. Darüber hinaus hat der zum 1. Juli 2008 vollzogene Verkauf von Immobilien an Lone Star die Sachanlagen um 842 Mio € verringert. Er ist auch Hauptgrund für den Rückgang der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien von 187 Mio € auf 32 Mio €. Die aktiven latenten Steuern bewegen sich mit 1.033 Mio € auf dem Niveau des Vorjahres (1.040 Mio €).
Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte um 15,6% auf 242.447 Mio € ist ebenfalls maßgeblich bedingt durch die Umgliederung der Vermögenswerte der Postbank. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sind um 1.091 Mio € auf 8.715 Mio € zurückgegangen, hauptsächlich weil wir unser Forderungsmanagement verbessert haben. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten hat um 3.333 Mio € abgenommen, weil die Barreserve der Postbank umgegliedert wurde.
Das den Aktionären der Deutsche Post AG zustehende Eigenkapital hat sich von 11.035 Mio € auf 7.826 Mio € verringert. Die Eigenkapitalbasis wurde durch die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2007 (1.087 Mio €), die angepasste Neubewertungsrücklage (41 Mio €), negative Währungsumrechnungsdifferenzen (500 Mio €) und das negative Konzernjahresergebnis (1.688 Mio €) beeinflusst.