Zum 30. Juni 2008 betrug die Bilanzsumme 260.553 Mio € und lag damit um 25.087 Mio € über dem Wert zum 31. Dezember 2007. Hauptgrund hierfür ist das erfolgreiche operative Geschäft der Postbank, das sich in den Positionen Forderungen und Wertpapiere bzw. Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen zeigt.
Die langfristigen Vermögenswerte sind um 1.333 Mio € auf 24.411 Mio € gesunken. Dieser Rückgang ist maßgeblich geprägt durch den geplanten Verkauf von Immobilien und IT-Ausstattung und deren Umgliederung in die Position „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte“. Insbesondere dadurch haben sich die Sachanlagen von 8.754 Mio € auf 7.645 Mio € verringert. Vor allem ergebnisneutrale Wechselkurseffekte bei den Firmenwerten haben die immateriellen Vermögenswerte um 261 Mio € auf 13.965 Mio € reduziert. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind von 187 Mio € auf 101 Mio € zurückgegangen. Wir beabsichtigen, Teile davon zu veräußern, und haben sie daher in die Position „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte“ umklassifiziert. Die aktiven latenten Steuern beliefen sich auf 1.304 Mio € (Vorjahr: 1.020 Mio €).
Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte um 12,6 % auf 236.142 Mio € ist maßgeblich durch die Forderungen und Wertpapiere aus Finanzdienstleistungen bedingt. Sie sind unter anderem gestiegen, weil die Postbank private Wohnbaukredite erworben hat. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte haben sich von 9.806 Mio € auf 10.170 Mio € erhöht, wozu unter anderem die Abgrenzung des Jahresbeitrags an den Bundes-Pensions-Service beigetragen hat, der im Voraus bezahlt worden war. Die Position „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte“ ist um 515 Mio € auf 1.130 Mio € gestiegen. Hier gab es zwei gegenläufige Effekte: Die Umklassifizierung von Immobilien und IT-Vermögen ließ die Position um 1.110 Mio € steigen, während der Verkauf des Kreditkarten- und Absatzfinanzierungsgeschäfts der BHW Bank AG gegenläufig gewirkt hat. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten hat sich um 2.552 Mio € auf 2.131 Mio € zum Bilanzstichtag verringert, vor allem weil sich die Barreserve der Postbank reduziert hat.
Das den Aktionären der Deutsche Post AG zustehende Eigenkapital ist im Vergleich zum 31. Dezember 2007 von 11.058 Mio € auf 9.846 Mio € gesunken. Die Eigenkapitalbasis wurde unter anderem durch die gestiegene Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2007 (1.087 Mio €), erfolgsneutrale Währungsumrechnungsdifferenzen und Anpassungen der Neubewertungsrücklage (insgesamt 808 Mio €) geschmälert. Dagegen hat das Konzernperiodenergebnis von 661 Mio € das Eigenkapital gestärkt.
Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten sind um 27.163 Mio € auf 236.160 Mio € zum Bilanzstichtag gestiegen, vor allem weil sich die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen um 26.909 Mio € erhöht haben. Die Finanzschulden lagen mit 10.644 Mio € um 463 Mio € über dem Wert zum 31. Dezember 2007. Dabei konnten die Finanzschulden gegenüber den Minderheitsaktionären von Williams Lea reduziert werden, während sich das Nachrangkapital der Postbank und die kurzfristigen Darlehen erhöht haben. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung konnten um 412 Mio € abgebaut werden. Die lang- und kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten sind von 5.462 Mio € auf 5.725 Mio € gestiegen, vor allem weil wir eine Abschlagszahlung für unser zur Veräußerung vorgesehenes Immobilienpaket erhalten haben. Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen sind von 12.610 Mio € auf 12.310 Mio € zurückgegangen, unter anderem weil eine Rückstellung für Risikoausgleichsbeträge an die Postbeamtenkrankenkasse aufgelöst wurde.


