Die Weltwirtschaft ist im ersten Halbjahr 2008 weiter gewachsen, wenngleich regional sehr unterschiedlich. Während der Aufschwung in den asiatischen Schwellenländern robust blieb, hielt die ausgeprägte Schwäche der US-Konjunktur an.
In den Vereinigten Staaten haben die Immobilienkrise, die Schwäche der Finanzmärkte und der hohe Ölpreis das Wachstum gebremst. Das BIP kam kaum über Stagnation hinaus. Angesichts der schwachen Konjunktur und der anhaltenden Risiken für das Finanzsystem hat die US-Notenbank ihren Leitzins in vier Schritten um insgesamt 2,25 Prozentpunkte auf 2 % gesenkt.
In Asien hat sich der Aufschwung fast ungebremst fortgesetzt, in Japan sogar beschleunigt. In China ließ die wirtschaftliche Dynamik im Vergleich zum Vorjahr zwar etwas nach. Mit +10,4 % blieb das BIP-Wachstum aber sehr hoch.
Im Euroraum machten sich im zweiten Quartal konjunkturelle Abschwächungstendenzen immer stärker bemerkbar. Dennoch erhöhte die Europäische Zentralbank ihren Leitzins zu Beginn des zweiten Halbjahres um 0,25 Prozentpunkte auf 4,25 %, um der Inflation entgegenzuwirken.
Auch in Deutschland zeigten sich nach einem guten ersten Quartal im Frühjahr konjunkturelle Ermüdungserscheinungen. Auftragseingänge und Industrieproduktion gaben nach, die Stimmung der Unternehmen trübte sich ein.


