Deutsche Post beteiligt sich an Kapitalerhöhung der Postbank
Der Aufsichtsrat der Deutsche Post AG hat zugestimmt, dass sich die Post als Mehrheitsaktionärin der Deutsche Postbank AG bis zu 100 % an einer geplanten Kapitalerhöhung der Bank beteiligen wird. Die Post hat sich am 27. Oktober 2008 verpflichtet, den gemäß ihrer Beteiligung in Höhe von 50 % plus einer Aktie auf sie entfallenden Anteil an der geplanten Emission von 54,8 Mio Aktien zum Bezugspreis zu zeichnen. Soweit der Bezugspreis 18,25 € nicht übersteigt, hat sie sich weiterhin verpflichtet, sämtliche Aktien aus der Kapitalerhöhung, die nicht platziert werden können, zum Bezugspreis aufzunehmen. Damit läge der Umfang des Engagements bei maximal 1 Mrd €, die komplett aus dem Cashflow finanziert werden kann. Der Anteil der Post an der Postbank würde dadurch zunächst auf maximal 62,52 % steigen. Die Vereinbarung mit der Deutsche Bank AG, wonach diese im ersten Quartal 2009 – nach Vorlage der kartell- und aufsichtsrechtlichen Genehmigungen – einen Anteil von 29,75 % an der Postbank von der Post übernehmen wird, besteht unverändert.
Rückzug aus nationalem US-Expressmarkt und striktes Kostenmanagement
Die Deutsche Post World Net hat am 10. November 2008 bekannt gegeben, sich Anfang 2009 aus dem nationalen US-Express-Geschäft zurückzuziehen. Das Angebot an internationalen Expressdienstleistungen in den Vereinigten Staaten soll auf dem aktuellen Stand erhalten bleiben. Die gesamten Aufwendungen für die Restrukturierung des US-Express-Geschäfts belaufen sich nunmehr auf 3 Mrd €, die mehrheitlich noch im laufenden Jahr gebucht werden. Im Rahmen der „Roadmap to Value“ wird der Konzern im Jahr 2008 das Ziel erreichen, einen Ergebnisbeitrag von 500 Mio € zu erzielen. Statt des bisherigen Zieles von weiteren 500 Mio € im Jahr 2009 wurde ein striktes Kostensenkungsprogramm aufgelegt. Beginnend 2009 will der Konzern bis 2010 seine jährlichen Kosten um 1 Mrd € senken.
