Services

  • Seite drucken
  • Vergleich zu Q3/2007
  • Downloads

Die Deutsche Post AG hat am 12. September 2008 vereinbart, eine Minderheitsbeteiligung von 29,75 % an der Postbank an die Deutsche Bank AG zu verkaufen. Der Verkauf wird im ersten Quartal 2009 vollzogen. Unsere Berichtsstruktur haben wir entsprechend angepasst: Aus dem Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN wurde der Renten-Service herausgelöst und dem Briefgeschäft zugeordnet, da sich beide im annähernd gleichen regulatorischen Umfeld bewegen. Das verbleibende Segment beinhaltet nur die Postbank und wird als „Aufgegebene Geschäftsbereiche“ ausgewiesen.

Ihre Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten 2008 schildert die Deutsche Postbank AG in einem eigenen Zwischenbericht, der am 10. November 2008 veröffentlicht wurde.

Die globale Finanzmarktkrise führte auch bei der Postbank zu außerordentlichen Belastungen. Während die kapitalmarktinduzierten Belastungen sich insbesondere auch aufgrund einer Wertkorrektur auf das Engagement bei der Investmentbank Lehman Brothers im dritten Quartal spürbar auf die Ertragsrechnung auswirkten, verzeichnete die Postbank in den ersten neun Monaten eine positive Entwicklung beim Trend der operativen Ergebniskomponenten: Im Vorjahresvergleich legte die Postbank bei den Kernerträgen – Zinsüberschuss und Provisionsüberschuss – zu. Als Folge der Marktturbulenzen gingen das Handels- und Finanzanlageergebnis hingegen deutlich zurück. Die Verwaltungsaufwendungen konnten durch Effizienzsteigerungen und strikte Kostenkontrolle verringert werden. Die Risikovorsorge lag aufgrund der bislang vergleichsweise stabilen konjunkturellen Rahmenbedingungen in Deutschland trotz erfreulichen Wachstums im Kundenkreditgeschäft merklich unter dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis vor Steuern fiel somit in den ersten neun Monaten 2008 gegenüber dem Vorjahr um 918 Mio € auf −112 Mio €.

Vor diesem Hintergrund ist auch das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen zu sehen, das im Berichtszeitraum −106 Mio € erreicht und deutlich unter dem vergleichbaren Wert des Vorjahres liegt (700 Mio €). Unter Hinzuziehung der Steuern und des Finanzergebnisses erhält man das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT): Es lag mit −54 Mio € um 106,3 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres (859 Mio €). Operativ entwickelte sich das Geschäft in allen wesentlichen Produktfeldern erfreulich, obwohl die Umfeldbedingungen im deutschen Privatkundengeschäft schwierig blieben.