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  • Vergleich zu Q3/2007
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Die gemäß IFRS 5 als „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten“ ausgewiesenen Beträge betreffen im Wesentlichen den beabsichtigten Verkauf der Minderheitsbeteiligung an der Deutschen Postbank Gruppe:

 

Mio €

 

Vermögenswerte

 

Verbindlichkeiten

 

 

31. Dez. 2007

 

30. Sep. 2008

 

31. Dez. 2007

 

30. Sep. 2008

Deutsche Postbank Gruppe

 

0

 

217.667

 

0

 

215.034

Deutsche Postbank Gruppe – Kreditkarten-/Absatz­finanzierungs­­geschäft (BHW Bank AG)

 

565

 

0

 

44

 

0

Sonstiges

 

50

 

33

 

0

 

0

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

 

615

 

217.700

 

44

 

215.034

Im September 2008 wurde infolge des Managementbeschlusses vom 12. September 2008 der Verkauf der Deutschen Postbank Gruppe eingeleitet. Die Deutsche Post AG beabsichtigt, eine Minderheitsbeteiligung an der Deutsche Postbank AG in Höhe von 29,75 % zum Preis von 2,79 Mrd € bzw. 57,25 € je Aktie an die Deutsche Bank AG zu verkaufen. Der Verkauf des Aktienpakets erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Aufsichts- und Kartellbehörden sowie der Bundesregierung und wird im ersten Quartal 2009 vollzogen. Darüber hinaus wurden gegenseitige Optionen zum Erwerb/Verkauf weiterer Anteile an der Deutsche Postbank AG vereinbart. Die Deutsche Bank AG erhält von der Deutsche Post AG die Option, ein weiteres Aktienpaket in Höhe von 18,0 % an der Deutsche Postbank AG für 55,00 € je Aktie zu erwerben. Diese Option kann zwischen 12 und 36 Monate nach dem Abschluss des Erwerbs der Beteiligung von 29,75 % ausgeübt werden. Gleichzeitig erhält die Deutsche Post AG eine Verkaufsoption:

Sie kann den verbleibenden Anteil an der Deutschen Postbank Gruppe von 20,25 % plus einer Aktie zum Preis von 42,80 € je Aktie an die Deutsche Bank AG veräußern. Diese Option kann sie zwischen 21 und 36 Monate nach dem Abschluss des Verkaufs der Minderheitsbeteiligung an die Deutsche Bank ausüben. Zudem räumt die Deutsche Post AG der Deutsche Bank AG ein Vorkaufsrecht für ihre verbleibenden Aktien an der Deutschen Postbank Gruppe ein. Die Deutsche Bank kann den Anteilserwerb aus beiden Optionen ganz oder teilweise in eigenen Aktien oder bar bezahlen.

Die dem Segment FINANZ DIENSTLEISTUNGEN zugeordnete Deutsche Postbank Gruppe wird in diesem Abschluss als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen. Die Vermögenswerte und Schulden der Deutschen Postbank Gruppe werden gemäß IFRS 5 als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen.

Deutsche Postbank Gruppe

Mio €

 

30. September 2008

 

 

 

AKTIVA

 

 

Immaterielle Vermögenswerte

 

1.418

Sachanlagen

 

897

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

 

73

Finanzanlagen

 

96

Aktive latente Steuern

 

869

Ertragsteueransprüche

 

188

Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

 

882

Forderungen und Wertpapiere aus Finanzdienstleistungen

 

209.758

Flüssige Mittel

 

3.486

Summe Aktiva

 

217.667

 

 

 

PASSIVA

 

 

Langfristige Rückstellungen

 

2.096

Langfristige Finanzschulden

 

5.263

Passive latente Steuern

 

964

Kurzfristige Rückstellungen

 

26

Ertragsteuerrückstellungen

 

169

Kurzfristige Finanzschulden

 

585

Kurzfristige Verbindlichkeiten

 

612

Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen

 

205.319

Summe Passiva

 

215.034

Im Eigenkapital erfasste kumulative Erträge und Aufwendungen

Mio €

 

Aktionären der Deutsche Post AG zuzuordnendes Eigenkapital

 

Anteile der Minderheit

 

Eigenkapital
gesamt

IAS-39-Neubewertungsrücklage

 

–947

 

–947

 

–1.894

Währungsumrechnungsrücklage

 

–77

 

–77

 

–154

 

 

–1.024

 

–1.024

 

–2.048

Bei der Aufstellung des Quartalsabschlusses hat die Deutsche Postbank Gruppe von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf den 1. Juli 2008 bestimmte finanzielle Vermögenswerte bei Erfüllung der hierfür erforderlichen Voraussetzungen in andere Kategorien umzuwidmen. Diese Möglichkeit wurde den Bilanzierenden durch die am 13. Oktober 2008 vom IASB verabschiedeten Änderungen zu IAS 39 und IFRS 7 „Reclassification of Financial Assets“ eingeräumt. Die Änderung wurde von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften durch die Verordnung (EG) Nr. 1004/2008 vom 15. Oktober 2008 in europäisches Recht übernommen und trat am 17. Oktober 2008 in Kraft.

Die Deutsche Postbank Gruppe hat für einen Teil der von ihr gehaltenen Schuldverschreibungen die Halteabsicht geändert und beabsichtigt nun, diese auf absehbare Zeit zu halten. Daher hat sie gemäß IAS 39.50E Fremdwährungsschuld-verschreibungen von nominell 1.596 Mio € rückwirkend zum 1. Juli 2008 zum Fair Value von 1.463 Mio € von der Bewertungskategorie „Available for Sale“ in die Bewertungskategorie „Loans and Receivables“ umgegliedert. Zum 30. September 2008 haben diese Papiere einen Fair Value von 1.543 Mio € und unter Berücksichtigung von Fremdwährungseffekten einen Buchwert von 1.612 Mio €. Bis zum Umgliederungszeitpunkt beliefen sich die in der Neubewertungsrücklage erfassten Marktwertveränderungen der umgegliederten Papiere auf –81 Mio € (Vorjahr: –30 Mio €). Sofern die Deutsche Postbank Gruppe ihre Halteabsicht nicht geändert hätte, wäre die negative Neubewertungsrücklage im dritten Quartal 2008 um weitere 69 Mio € angestiegen. Der zum Zeitpunkt der Umwidmung auf Basis der neuen Anschaffungskosten ermittelte Effektivzinssatz beträgt bei Nominalgewichtung der umgewidmeten Wertpapiere 5,48 %, die geschätzten Zahlungsströme, die die Postbank zum Zeitpunkt der Umgliederung zu erzielen hofft, belaufen sich auf 2.130 Mio €. Zum 30. September 2008 ergab sich für die umgegliederten Wertpapiere kein Impairment, Veräußerungen wurden in der Berichtsperiode nicht getätigt.

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

Mio €

 

30. Sep. 2007

 

30. Sep. 2008

Umsatzerlöse und betriebliche Erträge

 

8.071

 

8.143

Betriebliche Aufwendungen

 

–7.212

 

–8.197

Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT)

 

859

 

–54

Finanzergebnis

 

–53

 

–50

Ergebnis vor Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

 

806

 

–104

Zurechenbarer Steueraufwand

 

–106

 

–2

Ergebnis nach Steuern aus
aufgegebenen Geschäftsbereichen

 

700

 

–106

Gewinn/Verlust aus der Neubewertung zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte

 

0

 

0

Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

 

700

 

–106

Die Krise an den internationalen Finanzmärkten führte im Geschäftsjahr 2008 im Wesentlichen zu Belastungen im Handels- und Finanzanlageergebnis sowie in der Risikovorsorge. Unter anderem musste die Deutsche Postbank Gruppe Belastungen aus ihrem Engagement bei der unter Gläubigerschutz gestellten US-Investmentbank Lehman Brothers in Höhe von insgesamt 364 Mio € sowie Belastungen in Höhe von 31 Mio € aus dem Engagement bei isländischen Banken verbuchen. Daneben belasteten Wertkorrekturen auf Aktien- und Investmentfonds-Bestände in Höhe von 75 Mio € sowie strukturierte Kreditprodukte mit 137 Mio € das Ergebnis. Zudem wurden Belastungen aus der Neubewertung eingebetteter Derivate aus dem strukturierten Kreditersatzgeschäft in Höhe von 398 Mio € verbucht.

Unwiderrufliche Kreditzusagen seitens der Deutschen Postbank Gruppe bestanden in Höhe von 22.742 Mio € (31. Dezember 2007: 23.480 Mio €).

Der Verkauf des Kreditkarten- und Finanzierungsgeschäfts der BHW Bank AG durch die Deutsche Postbank Gruppe wurde im ersten Quartal 2008 vollzogen. Käufer war die Landesbank Berlin. Die unterjährig als „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ ausgewiesene IT-Ausstattung wurde im dritten Quartal ins Sachanlagevermögen zurückgegliedert. Ende Juli war bekanntgegeben worden, dass die Bemühungen um ein Outsourcing der IT-Infrastruktur an Hewlett-Packard-Services eingestellt wurden.