19 Ertragsteuern

 
Mio €
  2008 2009
Laufende Ertragsteueraufwendungen –352 –324
Laufende Ertragsteuererstattungen 25 40
  –327 –284
Latenter Steuerertrag aus temporären Wertdifferenzen 140 172
Latenter Steuerertrag (Vorjahr: Steueraufwand) aus
dem Abbau aktiver latenter Steuern auf steuerliche
Verlustvorträge
–13 97
  127 269
Ertragsteuern –200 –15

Ausgehend vom Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern und der rechnerischen Ertragsteuer gestaltet sich die Überleitung auf den tatsächlichen Ertragsteueraufwand wie folgt:

Überleitungsrechnung
Mio €
  2008 2009
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen
vor Ertragsteuern
–1.066 276
Rechnerische Ertragsteuer 318 –82
Auf Initial Differences nicht gebildete aktive latente
Steuern
420 304
Auf steuerliche Verlustvorträge und temporäre
Differenzen nicht gebildete aktive latente Steuern
inländischer Konzerngesellschaften
–469 –280
Auf steuerliche Verlustvorträge und temporäre
Differenzen nicht gebildete aktive latente Steuern
ausländischer Konzerngesellschaften
–424 –130
Effekt für laufende Steuern aus Vorjahren 45 5
Steuerfreie Erträge und nicht abziehbare Ausgaben –118 143
Steuersatzdifferenzen ausländischer Unternehmen 30 27
Sonstiges –2 –2
Tatsächliche Ertragsteuer aus fortgeführten
Geschäftsbereichen
–200 –15

Der Unterschied zwischen dem rechnerischen Steueraufwand und dem tatsächlichen Steueraufwand gründet insbesondere auf temporären Differenzen zwischen der IFRS- und der Steuerbilanz der Deutsche Post AG, die aus abweichenden Wertansätzen in der steuerlichen Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 1995 resultieren (Initial Differences). Gemäß IAS 12.15 (b) und IAS 12.24 (b) hat der Konzern keine aktiven latenten Steuern auf diese temporären Differenzen, die im Wesentlichen das Sachanlagevermögen, die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen betreffen, gebildet. Die verbleibenden temporären Differenzen zwischen den IFRS-Bilanzansätzen und den Wertansätzen basierend auf der steuerlichen Eröffnungsbilanz belaufen sich zum 31. Dezember 2009 noch auf 1,0 Mrd € (Vorjahr: 2,0 Mrd €).

Die Effekte aus auf steuerliche Verlustvorträge und temporäre Differenzen nicht gebildeten aktiven latenten Steuern inländischer Konzerngesellschaften betreffen im Wesentlichen die Deutsche Post AG und deren Organgesellschaften. Effekte aus auf steuerliche Verlustvorträge und temporäre Differenzen nicht gebildeten aktiven latenten Steuern ausländischer Gesellschaften resultieren überwiegend aus der Region Amerikas. 

Effekte aus nicht gebildeten aktiven latenten Steuern entfallen in Höhe von 648 Mio € (Vorjahr: 585 Mio € Aufhebung) auf eine Abwertung eines latenten Steueranspruchs. In Höhe von 128 Mio € (Vorjahr: 17 Mio €) minderte sich der Ertragsteueraufwand aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste. 

Für inländische Gesellschaften wurde ein latenter Steueranspruch in Höhe von 472 Mio € (Vorjahr: 332 Mio €) aktiviert, da die Realisierung des Steueranspruchs aufgrund der steuerlichen Ergebnisplanung insoweit wahrscheinlich ist. 

Im Geschäftsjahr 2009 ergab sich wie im Vorjahr bei inländischen Konzerngesellschaften kein Effekt aus einer Steuersatzänderung. Die Steuersatzänderung in einigen ausländischen Steuerjurisdiktionen führte nicht zu wesentlichen Effekten. 

Im tatsächlichen Steueraufwand sind periodenfremde Steuererträge von in- und ausländischen Unternehmen in Höhe von 5 Mio € (Vorjahr: –45 Mio €) enthalten. 

Die folgende Tabelle stellt die steuerlichen Effekte auf die Bestandteile des sonstigen Ergebnisses (Other Comprehensive Income) dar: 

Sonstiges Ergebnis
Mio €
  Vor Steuern Ertragssteuern Nach Steuern

2009
     
Währungsumrechnungsrücklage 196 0 196
Hedge-Rücklage gemäß IAS 39 –46 29 –17
Neubewertungsrücklage gemäß IAS 39 110 –29 81
Anteile assoziierter Unternehmen 123 0 123
Sonstiges Ergebnis 383 0 383

2008
     
Währungsumrechnungsrücklage –502 0 –502
Hedge-Rücklage gemäß IAS 39 65 –28 37
Neubewertungsrücklage gemäß IAS 39 –263 82 –181
Neubewertungsrücklage gemäß IFRS 3 8 0 8
Sonstiges Ergebnis –692 54 –638

 

 

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