50 Risiken und Finanzinstrumente des Konzerns

 

50.1 Risikomanagement

Aufgrund seiner operativen Geschäftstätigkeit sieht sich der Konzern mit Finanzrisiken konfrontiert, die aus der Änderung von Wechselkursen, Rohstoffpreisen und Zinssätzen entstehen können. Zur Steuerung dieser Finanzrisiken werden neben originären Finanzinstrumenten auch Derivate eingesetzt. Die Nutzung von Derivaten erfolgt ausschließlich zur Begrenzung originärer Finanzrisiken, der Einsatz von Derivaten zu spekulativen Zwecken ist daher in den internen Konzernrichtlinien nicht vorgesehen. 

Änderungen von Wechselkursen, Zinssätzen oder Rohstoffpreisen können zu signifikanten Schwankungen der Marktwerte der eingesetzten Derivate führen. Diese Marktwertschwankungen sollten nicht isoliert von den gesicherten Grundgeschäften betrachtet werden, da Derivate und Grundgeschäfte hinsichtlich ihrer gegenläufigen Wertentwicklung eine Einheit bilden. 

Die für den Einsatz von Derivaten erforderlichen Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in den internen Richtlinien des Konzerns eindeutig geregelt. Für die Erfassung, Bewertung und Abwicklung der Finanztransaktionen kommt eine geeignete Risikomanagement-Software zum Einsatz, mit der auch die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen regelmäßig kontrolliert wird. Zur Begrenzung des Kontrahentenrisikos, das aus dem Abschluss von Finanztransaktionen entstehen kann, sind als Geschäftspartner nur Banken erstklassiger Bonität zugelassen. Jedem Kontrahenten wird ein individuelles Kontrahentenlimit zugeordnet, dessen Ausschöpfung regelmäßig überprüft wird. Der Konzernvorstand wird intern in regelmäßigen Abständen über die existierenden Finanzrisiken und die zur Risikosteuerung eingesetzten Sicherungsgeschäfte informiert. Die externe Bilanzierung der genutzten Finanzinstrumente erfolgt gemäß IAS 39. 


Liquiditätsmanagement

Die Liquidität wird im Konzern so weit wie möglich zentral gesteuert, um die ständige Versorgung der Konzerngesellschaften mit ausreichender Liquidität sicherzustellen. Zentrale Liquiditätsreserven bestehen einerseits in Form zentraler kurzfristiger Geldmarktanlagen und Geldmarktfonds im Gesamtvolumen von 3,5 Mrd € (Vorjahr: 0 Mrd €). Darüber hinaus existieren fest zugesagte bilaterale Kreditlinien von Banken in Höhe von 2,7 Mrd € (Vorjahr: 3,1 Mrd €), von denen zum Bilanzstichtag lediglich 200 Mio € ausgeschöpft waren. Weiterhin verfügt der Konzern über ein nicht ausgenutztes Commercial-Paper-Programm in Höhe von 1 Mrd €. Dadurch stehen dem Konzern auch zukünftig ausreichend finanzielle Mittel zur Finanzierung notwendiger Investitionen zur Verfügung. 

 

Investor Relations  |  Impressum  Datenschutzerklärung  |  Rechtliche Hinweise  |  Kontakt  |  Sitemap
© 2010 Deutsche Post AG