Kreditwürdigkeit des Konzerns

Kreditratings stellen ein unabhängiges und aktuelles Urteil über die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens dar. Dazu werden der Geschäftsbericht sowie entsprechende Plandaten quantitativ analysiert und bewertet. Zusätzlich werden qualitative Faktoren wie Branchenspezifika, Marktposition sowie Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens berücksichtigt. Die Kreditwürdigkeit unseres Konzerns wird von den Rating-Agenturen Standard & Poor’s und Moody’s Investors Service laufend überprüft.

Standard & Poor’s bewertet die langfristige Fähigkeit unseres Konzerns, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, mit BBB + und damit als angemessen. Moody’s bewertet uns gleichermaßen. Mit diesem Rating ist Deutsche Post DHL in der Transport- und Logistikbranche gut positioniert. Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Ratings sowie die Bewertungsfaktoren. Die vollständigen Analysen der Rating-Agenturen sowie die Rating-Definitionen finden Sie auf unserer dp-dhl.com/de/investoren.html Internetseite.

A.21 Bewertung der Rating-Agenturen
 
Standard & Poor’s (2. Juli 2009)1) Moody’s Investors Service (26. Juni 2009)1)
Langfristig: BBB+
Kurzfristig: A–2
Ausblick: negativ
Langfristig: Baa 1
Kurzfristig: P–2
Ausblick: stabil
Plus Bewertungsfaktoren Plus Bewertungsfaktoren
  • Globales Netzwerk mit führenden Marktpositionen im Bereich der internationalen Expressdienstleistungen in Europa und Asien
  • Marktbeherrschende Position im deutschen Briefmarkt stärkt den Cashflow auf Konzernebene
  • Weltweit führender integrierter Logistikanbieter
  • Bedeutende Veräußerungserlöse ermöglichen Finanzierung von Restrukturierungen und erhöhen die Liquidität
  • Globale Präsenz und Reichweite als größter europäischer Logistikkonzern
  • Großes und vergleichsweise solides Briefgeschäft
  • Steigerung der Profitabilität und Senkung der Kapitalintensität als Ziel des Kapitalmarktprogramms „Roadmap to Value“
  • Zusätzliche Liquidität durch Postbank-Verkauf, kompensiert Liquiditätsabflüsse in Verbindung mit der Restrukturierung des US-Expressgeschäfts
Minus Bewertungsfaktoren Minus Bewertungsfaktoren
  • Regulatorische Risiken und strukturelle Volumenrückgänge im Briefgeschäft
  • Rentabilität der Geschäftsbereiche außerhalb des inländischen Briefgeschäfts geringer als die der Wettbewerber
  • Erhebliche Restrukturierungsaufwendungen im US-Expressgeschäft
  • Anfälligkeit für Rückgang der Handelsvolumina aufgrund hoher Fixkosten für globalen Netzwerkbetrieb
  • Bei einer negativen Volumenentwicklung im Brief- und Expressgeschäft dämpft die hohe Fixkostenbasis die operative Marge
  • Schrittweise Aushöhlung der Marktanteile der Deutschen Post durch Wettbewerb im vollständig liberalisierten deutschen Briefmarkt
  • Aktuelle Überprüfung der teilweisen Mehrwertsteuerbefreiung der Deutschen Post durch die deutsche Bundesregierung und die EU
  • Strategische und operative Perspektiven für das geschrumpfte US-Expressgeschäft vor dem Hintergrund der Bedeutung dieser Aktivitäten für das globale Netzwerk

 

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