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Die Briefnachfrage in Deutschland hängt davon ab, wie sich die Konjunktur entwickelt und in welchem Ausmaß elektronische Medien den physischen Brief ersetzen. Wir rechnen damit, dass der Markt für Briefkommunikation weiter schrumpft, der Kommunikationsbedarf aber weiter steigt. Wir wollen unsere Kompetenz in der physischen Kommunikation auf die elektronische übertragen und daraus neues Geschäft generieren. Zudem haben wir uns darauf eingestellt, dass die Wettbewerbsintensität hoch bleibt.
Der deutsche Werbemarkt ist ebenfalls konjunkturabhängig und wird nach Prognosen des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft im Jahr 2010 schrumpfen. Der Trend zu zielgruppenorientierter Werbung und zur Kombination mit Internetangeboten dürfte anhalten. Daneben werden Unternehmen aber verstärkt auf günstigere Werbeformen unseres Portfolios zurückgreifen. Im liberalisierten Markt für papiergebundene Werbung wollen wir unsere Position sichern, im gesamten Werbemarkt sogar ausbauen.
Der Markt für Pressepost dürfte weiterhin leicht zurückgehen, weil verstärkt neue Medien genutzt werden. Die konjunkturelle Entwicklung wird sich auf Abonnementzahlen und Durchschnittsgewichte auswirken und so unseren künftigen Umsatz bestimmen.
Die konjunkturelle Entwicklung wird sich auch auf den internationalen Briefmarkt auswirken. Wir wollen hier neue Geschäftsfelder rund um unsere Kernkompetenz Brief erschließen.
Auf dem Paketmarkt werden sich zwei Trends fortsetzen: Bei den Geschäftskunden bleibt der klassische Versandhandel weiter unter Druck – die Sendungsmengen werden sinken. Der Privatkundenbereich wird vom Internethandel profitieren. Hier wollen wir unsere Position ausbauen.
Der internationale Expressmarkt dürfte im Jahr 2010 um 0,5% bis 1,5% steigen (Datamonitor Consulting, August 2009). Mittelfristig rechnen Experten mit einem leichten Wachstum für Europa zwischen 0,1% und 0,5% und mit einem stärkeren für den innerasiatischen Raum zwischen 1,5% und 2,0%. In Europa und Amerika ist die private Nachfrage immer noch sehr verhalten. Das wirkt sich negativ auf die Exportaktivitäten der asiatischen Länder aus. Insgesamt sind wir jedoch zuversichtlich, dass wir vom Marktwachstum profitieren werden.