Dr. Frank Appel

Vorsitzender des Vorstands
Deutsche Post AG

 

29. April 2009
Erstes Quartal 2009 

 

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre

in den ersten drei Monaten des neuen Jahres haben sich die Volumenrückgänge gegenüber dem vierten Quartal 2008 über alle Produkte und Unternehmensbereiche hinweg verstärkt. Wir treffen daher alle Vorkehrungen, um uns auf eine anhaltend schwierige konjunkturelle Lage einzustellen.

 

Dazu arbeiten wir an unseren operativen Kosten und senken unsere indirekten Kosten um mindestens eine Milliarde Euro bis Ende 2010. Auf diesen Feldern haben wir im Berichtszeitraum mit unserem Kapitalmarktprogramm Roadmap to Value erfreuliche Fortschritte erzielt.

 

Die Restrukturierung des Expressgeschäfts in den USA verläuft planmäßig. Seit Februar bieten wir dort keine nationalen Produkte mehr an. Für die verbleibenden Transporte internationaler Express-Sendungen innerhalb Nordamerikas haben wir ebenfalls eine klare Entscheidung getroffen: Die Gespräche mit UPS wurden beendet. Wir arbeiten bis auf Weiteres mit den Frachtfluggesellschaften ABX Air und ASTAR Air Cargo zusammen.

 

Die Ergebnisse im ersten Quartal sind nicht überwältigend, aber unter den gegebenen Umständen zufriedenstellend. Zudem könnte eine Stabilisierung der Rückgangsraten im März auf ein baldiges Erreichen der Talsohle bei den Sendungsströmen hinweisen.

 

Unsere finanzielle Lage ist – auch durch den Verkauf der Postbank – außerordentlich gut. Mit nahezu einer Milliarde Euro hat das Konzernperiodenergebnis den Vorjahreswert deutlich überstiegen. Grund dafür ist vor allem, dass die Marktbewertung der Put-Optionen auf Postbank-Aktien das Finanzergebnis positiv beeinflusst hat.

 

Ich bin davon überzeugt, dass der Konzern Deutsche Post DHL nicht nur unbeschadet, sondern gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgehen wird. Wir haben unsere wichtigsten Hausaufgaben erledigt und die strategischen Weichen gestellt. Gemeinsam mit dem neuen Management-Team werde ich die Strategie 2015 umsetzen: Wir wollen „Die Post für Deutschland“ bleiben und „Das Logistikunternehmen für die Welt“ werden.

 

Im Briefgeschäft setzen wir, vor allem in Deutschland, den Qualitätsmaßstab schlechthin. Wir müssen uns anstrengen, diese starke Position in einem schrumpfenden Markt zu wahren. Die Logistik ist und bleibt eine Wachstumsbranche, in der wir hervorragende Aussichten haben, sobald die derzeitige Wirtschaftskrise überwunden ist.

 

Ihr 

Frank Appel

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