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Vermögenslage

Konzernbilanzsumme drastisch gesunken

Durch die Entkonsolidierung der Postbank hat sich die Bilanzsumme des Konzerns zum 30. Juni 2009 drastisch verringert: Sie betrug 35.173 Mio € und lag um 227.791 Mio € unter dem Wert zum 31. Dezember 2008.

Die langfristigen Vermögenswerte sind um 1.799 Mio € auf 22.316 Mio € angestiegen, vor allem weil sich die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen von 61 Mio € auf 1.669 Mio € erhöht haben. Nach der Entkonsolidierung werden in dieser Position die noch verbleibenden Anteile an der Postbank ausgewiesen. Daneben haben die im Rahmen des Postbank-Verkaufs erhaltenen Verkaufsoptionen die sonstigen langfristigen Vermögenswerte erhöht. Sie sind von 514 Mio € zu Beginn des Geschäftjahres auf 1.378 Mio € zum Bilanzstichtag gestiegen. Die Sachanlagen sind in erster Linie abschreibungsbedingt um 219 Mio € auf 6.457 Mio € gesunken. Die aktiven latenten Steuern haben ebenfalls von 1.033 Mio € auf 677 Mio € zum 30. Juni abgenommen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind um 229.590 Mio € zurückgegangen, im Wesentlichen durch die Entkonsolidierung der Postbank begründet, die die Position „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ gemindert hat. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sind überwiegend infolge der allgemeinen wirtschaftlichen Situation von 8.715 Mio € auf 7.918 Mio € gesunken. Besonders der Vollzug des Postbank-Verkaufs ließ die kurzfristigen Finanzinstrumente um 1.186 Mio € steigen, weil ein Teil der erhaltenen Mittel am Kapitalmarkt kurzfristig angelegt wurde. Darüber hinaus haben vor allem die erhaltenen Barmittel zu einem Anstieg der flüssigen Mittel und Zahlungsmitteläquivalente von 1.350 Mio € auf 3.222 Mio € geführt.

Das den Aktionären der Deutsche Post AG zustehende Eigenkapital hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2008 um 682 Mio € auf 8.508 Mio € zum Bilanzstichtag erhöht. Es wurde vor allem durch das Konzernperiodenergebnis gestärkt, während die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2008 mindernd gewirkt hat. 

Der drastische Rückgang der lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten ist maßgeblich auf den Verkauf der Postbank zurückzuführen. Alle ihre Verbindlichkeiten und Rückstellungen waren zum 31. Dezember 2008 in der Position „Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten“ enthalten und sind nach der Entkonsolidierung vollständig abgegangen. Der Gesamteffekt daraus beträgt −227.736 Mio €. Die Finanzschulden sind von 4.097 Mio € auf 7.238 Mio € gestiegen. Die kurzfristigen Finanzschulden konnten um 439 Mio € abgebaut werden. Dagegen haben die langfristigen Finanzschulden um 3.580 Mio € zugenommen, vor allem weil im Rahmen des Postbank-Verkaufs eine Pflichtumtauschanleihe gezeichnet wurde und die Verkaufsoptionen besichert worden sind. Neben dem Verbrauch von Rückstellungen für die Restrukturierung des US-Expressgeschäftes ließen auch niedrigere passive latente Steuern die lang- und kurzfristigen Rückstellungen von 10.836 Mio € auf 9.810 Mio € sinken. Die schwache Konjunktur im ersten Halbjahr hatte um 537 Mio € niedrigere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zur Folge, während zum Jahresende 2008 der saisonal stärkere Geschäftsverlauf erhöhend gewirkt hat. Die lang- und kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten sind um 383 Mio € auf 4.729 Mio € gesunken, vor allem weil die Verbindlichkeiten aus Fremdwährungsderivaten zurückgegangen sind.