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Rahmenbedingungen

Weiterer Konjunkturverlauf unsicher

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2009 mit einem Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung um 1,4%. Für den Welthandel erwartet er ein Minus von 12,2%. Diese massiven Verschlechterungen basieren vor allem auf den extremen Einbrüchen von Handel und Produktion im Winterhalbjahr 2008/2009. Dagegen haben sich die Chancen dafür, dass sich die Weltwirtschaft noch im Verlauf des Jahres moderat erholt, in jüngster Zeit verbessert. Dazu haben maßgeblich die Zinssenkungen der Notenbanken und die staatlichen Konjunkturpakete beigetragen.

Für die Vereinigten Staaten wird aktuell prognostiziert, dass sich die Konjunktur im weiteren Jahresverlauf leicht erholt. Dennoch rechnet der IWF für das Gesamtjahr 2009 mit einem BIP-Rückgang um 2,6%.

Japan zählt zu den Ländern, die von der globalen Rezession am stärksten betroffen sind. Sein BIP dürfte im Jahr 2009 laut IWF um 6,0% sinken. Die chinesische Wirtschaft erweist sich dagegen als ausgesprochen robust. Nicht zuletzt infolge des massiven Infrastrukturprogramms dürfte die wirtschaftliche Dynamik hoch bleiben (IWF: +7,5%).

Die Wirtschaftsleistung des Euroraums wird 2009 insgesamt deutlich schrumpfen (IWF: −4,8%), wobei die Ansichten über die voraussichtliche Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte gespalten sind. Die Spanne der Prognosen reicht von weiteren Rückgängen der Wirtschaftsleistung bis hin zu einer moderaten Erholung der Konjunktur.

In Deutschland dürfte das BIP noch stärker sinken als im Euroraum (IWF: −6,2%), weil der Einbruch des Welthandels die exportorientierte deutsche Industrie besonders hart trifft. Der private Verbrauch dürfte dagegen sogar wachsen. Wie für den gesamten Euroraum gehen die Ansichten über die konjunkturelle Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte weit auseinander.