Vermögenslage

Konzernbilanzsumme sinkt durch Postbank-Verkauf

Durch die Entkonsolidierung der Postbank hat sich die Bilanz Bilanzsumme des Konzerns zum 30. September 2009 deutlich verringert: Sie betrug 34.523 Mio € und lag um 228.441 Mio € unter dem Wert zum 31. Dezember 2008.

Die langfristigen Vermögenswerte sind von 20.517 Mio € auf 22.072 Mio € gestiegen, vor allem weil sich die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen um 1.729 Mio € erhöht haben. Nach ihrer Entkonsolidierung weisen wir die noch verbleibenden Anteile an der Postbank in dieser Position aus. Daneben haben die im Rahmen des Postbank-Verkaufs erhaltenen Verkaufsoptionen die sonstigen langfristigen Vermögenswerte erhöht. Sie sind von 514 Mio € zu Jahresbeginn auf 1.277 Mio € zum Bilanzstichtag gestiegen. Die Sachanlagen sind besonders aufgrund von Abschreibungen und Wertminderungen von 6.676 Mio € auf 6.353 Mio € gesunken. Die aktiven latenten Steuern haben ebenfalls abgenommen, und zwar um 277 Mio € auf 756 Mio €.

Der erhebliche Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte von 242.447 Mio € auf 12.451 Mio € ist vorwiegend auf den Verkauf der Postbank zurückzuführen: Nach der Entkonsolidierung sind alle Vermögenswerte der Postbank abgegangen und haben die Position „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ nahezu vollständig gemindert. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sind überwiegend infolge der allgemeinen wirtschaftlichen Situation von 8.715 Mio € auf 7.544 Mio € zurückgegangen. Dagegen sind die kurzfristigen Finanzinstrumente um 1.639 Mio € auf 1.689 Mio € gestiegen, weil ein Teil der erhaltenen Mittel aus dem Verkauf der Postbank am Kapitalmarkt kurzfristig angelegt wurde. Darüber hinaus haben vor allem die erhaltenen Barmittel zu einem Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 1.350 Mio € auf 2.729 Mio € geführt.

Das den Aktionären der Deutschen Post zustehende Eigenkapital hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2008 um 501 Mio € auf 8.327 Mio € erhöht. Es wurde vor allem durch das Konzernperiodenergebnis gestärkt, während die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2008 mindernd gewirkt hat.

Der Rückgang der lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten ist maßgeblich auf den Verkauf der Postbank zurückzuführen. Alle ihre Verbindlichkeiten und Rückstellungen waren zum 31. Dezember 2008 in der Position „Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten“ enthalten und sind nach der Entkonsolidierung vollständig abgegangen. Der Gesamteffekt daraus beträgt -227.736 Mio €. Die Finanzschulden sind von 4.097 Mio € auf 7.195 Mio € gestiegen. Die kurzfristigen Finanzschulden konnten durch Tilgung von Bankdarlehen von 779 Mio € auf 292 Mio € abgebaut werden. Dagegen sind die langfristigen Finanzschulden von 3.318 Mio € auf 6.903 Mio € gestiegen, weil im Rahmen des Postbank-Verkaufs eine Pflichtumtauschanleihe gezeichnet wurde und die Verkaufsoptionen besichert worden sind. Neben dem Verbrauch von Rückstellungen für Restrukturierungen ließen auch niedrigere passive latente Steuern die lang- und kurzfristigen Rückstellungen von 10.836 Mio € auf 9.646 Mio € sinken. In erster Linie die schwache Konjunktur im Berichtszeitraum hatte um 550 Mio € niedrigere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zur Folge. Dagegen hat der saisonal stärkere Geschäftsverlauf zum Jahresende 2008 erhöhend gewirkt. Die lang- und kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten sind um 633 Mio € auf 4.479 Mio € gesunken, vor allem weil die Verbindlichkeiten aus Fremdwährungsderivaten zurückgegangen sind.