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- Konzern-Zwischenlagebericht
- Verkürzter Konzern-Zwischenabschluss
Der Umsatz des Unternehmensbereichs SUPPLY CHAIN ist den ersten neun Monaten 2009 um 8,8% auf 9.284 Mio € (Vorjahr: 10.183 Mio €) zurückgegangen. Organisch ist der Umsatz um 6,0% gesunken. Darin werden Akquisitions- und Wechselkurseffekte nicht berücksichtigt; sie beliefen sich im Berichtszeitraum auf -290 Mio €. Im Rahmen einer Portfolioüberprüfung haben wir beschlossen, eine Reihe wenig ertragreicher Verträge entweder zu kündigen oder nicht zu erneuern. 21% des organischen Umsatzrückgangs ist hierauf zurückzuführen. Der EBIT-Effekt daraus war jedoch minimal. Die Wirtschaftsschwäche hat sich vor allem auf unser Amerikageschäft ausgewirkt. Der organische Umsatz in der Region Americas sank um 14%, wovon die Volumina in den Branchen Automobil, Technologie, Transport und Home Delivery am stärksten betroffen waren. In Kontinentaleuropa gingen die Volumina in den Branchen Technologie und Mode zurück. In Deutschland begannen die Umsätze in den Bereichen Einzelhandel und Home Delivery aufgrund der Insolvenz von Arcandor zurückzugehen. In Großbritannien ist der Umsatz organisch um 2% gestiegen, vor allem aufgrund des Umsatzwachstums im Gesundheitswesen. Das Geschäft von Williams Lea stieg um 1%, weil Neugeschäft gewonnen wurde und sich die Service- und Marketing-Lösungen gut entwickelten.
Im Geschäftsfeld Supply Chain konnten wir in den ersten neun Monaten 2009 mit Bestands- und Neukunden zusätzliche Verträge mit einem Volumen von rund 850 Mio € (Umsatz auf Jahresbasis) hinzugewinnen. Damit setzt sich unsere solide Leistung bei der erfolgreichen Geschäftsakquisition in einem ungewissen Marktumfeld fort. Die Vertragsverlängerungsrate bleibt bei über 90% stabil.
Die Insolvenzanmeldung von Arcandor führte bei uns im Berichtszeitraum zu einem Aufwand von insgesamt 166 Mio €. Er zeigte sich in einem negativen Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) in Höhe von -37 Mio € (Vorjahr: 149 Mio €) für die ersten neun Monate und von -87 Mio € (Vorjahr: 51 Mio €) im dritten Quartal. Die Vorjahreswerte wurden angepasst, weil wir die Erträge aus dem Planvermögen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen nicht mehr im EBIT, sondern im Finanzergebnis ausweisen. Bereinigt um Restrukturierungskosten (14 Mio €) betrug das EBIT vor Einmaleffekten -23 Mio € für die ersten neun Monate. Ohne den Arcandor-Effekt, die Restrukturierungskosten und den negativen Währungseffekt sank das EBIT um nur 1%, obwohl der organische Umsatz um 6% zurückgegangen ist. Auf derselben Basis verbesserte sich die Umsatzrendite für die ersten neun Monate auf 1,6% (Vorjahr: 1,5%).
Die Auswirkungen des Geschäftsrückgangs infolge der schwierigen Situation im globalen Handel konnten wir teilweise durch geringere Overhead-Kosten und Restrukturierungen mildern. Die Kostensenkungen beginnen hier Wirkung zu zeigen. Aufgrund eines fortgesetzt guten Working-Capital-Managements konnte der Unternehmensbereich einen Cashflow aus operativer Tätigkeit von 248 Mio € (Vorjahr: 198 Mio €) generieren.