Prognosebericht

Globaler Aufschwung mit Risiken

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet damit, dass die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2010 um 4,2% zunimmt. Für den Welthandel geht er von einem Zuwachs um 7,0% aus. Der Aufschwung wird aber noch durch die extrem expansive Geldpolitik und umfangreiche staatliche Maßnahmen gestützt. Dies birgt das Risiko, dass die konjunkturelle Dynamik im Jahresverlauf wieder nachlässt.

In den Vereinigten Staaten haben sich die Voraussetzungen dafür verbessert, dass die Konjunktur sich im Jahresverlauf weiter erholt. Für das Gesamtjahr wird mit einem soliden Wachstum des BIP gerechnet (IWF: 3,1%; Postbank Research: 2,8%).

In Japan sollten kräftige Wachstumsimpulse vom Außenhandel ausgehen, das BIP dürfte spürbar steigen (IWF: 1,9%; Postbank Research: 2,0%). In China wird sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2010 deutlich beschleunigen und fast wieder an die Rekordwerte vergangener Jahre anknüpfen (IWF: 10,0%).

Die Konjunktur im Euroraum sollte sich im Gesamtjahr erholen, aber nur verhalten wachsen (EZB: 0,8%; Postbank Research: 1,4%). Impulse dürften von den Exporten und dem Lagerzyklus ausgehen.

Die exportorientierte deutsche Wirtschaft dürfte von der globalen Belebung profitieren. Vom privaten Verbrauch sind aber keine Impulse zu erwarten. Als Gegenreaktion auf die im Vorjahr gezahlte Abwrackprämie für ältere Personenkraftwagen könnte der private Konsum sogar sinken. Dennoch dürfte das BIP stärker wachsen als im Euroraum (IWF: 1,2%; Postbank Research: 1,9%). 

 

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