Vermögenslage

Konzernbilanzsumme gestiegen

Zum 30. Juni 2010 belief sich die Bilanzsumme des Konzerns auf 37.415 MIO €, ein Anstieg um 2.677 MIO € bzw. 7,7% gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2009. 

Mit 2.422 MIO € entfiel der größte Anteil dieser Steigerung auf die langfristigen Vermögenswerte, die zum Bilanzstichtag 24.444 MIO € betrugen. Besonders die langfristigen finanziellen Vermögenswerte sind aufgrund der Bewertung der Derivate aus dem Postbank-Verkauf von 1.448 MIO € auf 2.925 MIO € gestiegen. Die immateriellen Vermögenswerte haben um 648 MIO € auf 12.182 MIO € zugenommen, vor allem weil die Firmenwerte wechselkursbedingt angestiegen sind. Die Sachanlagen bewegten sich mit 6.183 MIO € annähernd auf dem Niveau zum 31. Dezember 2009, während sich die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen um 80 MIO € auf 1.852 MIO € erhöht haben. Vor allem das Ergebnis der Postbank hat sich hier positiv ausgewirkt. Die aktiven latenten Steuern haben sich von 668 MIO € auf 848 MIO € zum Bilanzstichtag verändert. 

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind um 2,0% von 12.716 MIO € auf 12.971 MIO € gestiegen. Besonders die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben bei gestiegenem Absatz zugenommen, und zwar um 870 MIO € auf 5.779 MIO €. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind ebenfalls nennenswert gestiegen, wozu vor allem die Abgrenzung des im Voraus gezahlten Jahresbeitrags an den Bundes-Pensions-Service beigetragen hat. Die flüssigen Mittel und Zahlungsmitteläquivalente sind dagegen im Vergleich zum 31. Dezember 2009 von 3.064 MIO € auf 2.065 MIO € zurückgegangen. Sie wurden unter anderem durch die Dividendenzahlung an unsere Aktionäre um 725 MIO € gemindert. Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte sind von 1.894 MIO € auf 1.671 MIO € zurückgegangen, vorwiegend weil wir kurzfristige Geldmarktanlagen reduziert haben. Der vollzogene Verkauf des Geschäfts mit nationalen taggenauen Sendungen durch DHL Express Großbritannien und DHL Express Frankreich ließ maßgeblich die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte von 179 MIO € auf 123 MIO € sinken. 

Das den Aktionären der Deutsche Post AG zustehende Eigenkapital hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2009 um 1.898 MIO € bzw. 23,2% auf 10.074 MIO € erhöht. Hierzu haben in erster Linie das verbesserte Konzernperiodenergebnis und Währungsumrechnungsdifferenzen positiv beigetragen, während die Dividendenzahlung an unsere Aktionäre mindernd wirkte. 

Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum 31. Dezember 2009 um 825 MIO € auf 17.613 MIO € gestiegen, vor allem weil die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des anziehenden Geschäfts zugenommen haben. Daneben haben sich die Ertragsteuerverpflichtungen um 105 MIO € auf 397 MIO € erhöht. Der abgeschlossene Verkauf des Expressgeschäfts mit nationalen taggenauen Sendungen in Großbritannien und Frankreich ließ die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten vollständig abgehen. Die Finanzschulden bewegten sich mit 7.487 MIO € geringfügig über dem Niveau des Vergleichsstichtags (7.439 MIO €). Die lang- und kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten sind von 4.046 MIO € auf 4.377 MIO € gestiegen, in erster Linie weil höhere Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten steigen ließen. Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen lagen mit 9.633 MIO € leicht unter dem Stand zum 31. Dezember 2009 (9.677 MIO €). 

 

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