Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
47 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung wird gemäß IAS 7 (Cashflow-Statement) erstellt. Sie legt die Zahlungsströme offen, um Herkunft und Verwendung der flüssigen Mittel aufzuzeigen. Sie unterscheidet dabei zwischen Mittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die flüssigen Mittel beinhalten Kassenbestand, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten und entsprechen den flüssigen Mitteln laut Bilanz. Effekte der Währungsumrechnung sowie Änderungen des Konsolidierungskreises werden bei der Berechnung bereinigt.
47.1 Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit
Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit wird ermittelt, indem zunächst das Konzernjahresergebnis um den Steueraufwand und das Finanzergebnis sowie nicht zahlungswirksame Größen bereinigt wird, ergänzt um die Steuerzahlungen, die Veränderungen der Rückstellungen sowie die Veränderungen der sonstigen langfristigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit vor Änderung des kurzfristigen Nettovermögens). Nach Berücksichtigung der Veränderungen der kurzfristigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) ergibt sich ein Mittelzufluss/-abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit.
Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit vor Änderung des kurzfristigen Vermögens lag mit 2.234 MIO € um 125 MIO € über dem Wert des Vorjahres. Verantwortlich hierfür ist zu einem großen Teil das deutlich verbesserte EBIT, das um 601 MIO € auf 2.436 MIO € gestiegen ist. Die im EBIT enthaltenen Abschreibungen sind nicht zahlungswirksam und werden daher wieder korrigiert. Sie sind von 1.296 MIO € auf 1.274 MIO € gesunken. Die Gewinne aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte in Höhe von 54 MIO € sind nicht der operativen Geschäftstätigkeit zuzuordnen. Sie werden darum in der Zeile „Ergebnis aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten“ wieder korrigiert und stattdessen in den Mittelveränderungen aus der Investitionstätigkeit gezeigt. Im Vorjahr sind Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 279 MIO € angefallen, die in erster Linie im Zusammenhang mit den Verkäufen von Geschäftsfeldern in Großbritannien, Frankreich und Österreich standen. Die Reduzierung des Working Capital hat zu einem Mittelzufluss von 137 MIO € geführt, vor allem weil die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte geringer als im Vorjahr gestiegen sind. In der Vergleichsperiode hat ein Anstieg des Working Capital einen Mittelabfluss von 182 MIO € zur Folge gehabt. Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit hat sich in Summe um 444 MIO € von 1.927 MIO € auf 2.371 MIO € im Berichtszeitraum erhöht.
| Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen |
| MIO € |
| Aufwendungen aus Neubewertung Vermögenswerte | | 103 | | 91 | |
| Erträge aus Neubewertung Verbindlichkeiten | | –145 | | –108 | |
| Erträge (Vorjahr: Aufwendungen) aus Abgang Vermögenswerte | | 51 | | –8 | |
| Personalaufwand aus Share Matching Scheme | | 16 | | 20 | |
| Sonstiges | | 2 | | –2 | |
| Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen | | 27 | | –7 | |
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